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Neues Wohn- und Geschäftshaus

Wismar Neues Wohn- und Geschäftshaus

In der größten Baulücke der Wismarer Altstadt entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus.

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In der Mecklenburger Straße entsteht das Wohn- und Geschäftshaus.

Quelle: Hoffmann, Heiko

Wismar. Bauarbeiter versenken tonnenschwere Stahlträger, Archäologen wühlen sich durch das Erdreich. In der Mecklenburger Straße geht es zur Sache. „Etwa Mitte des nächsten Jahres soll unser Wohn- und Geschäftshaus fertig sein“, blickt Geschäftsführer Jörg Hinrichs voraus. Die Bauunion Wismar investiert rund 7,5 Millionen Euro.

DCX-Bild

In der größten Baulücke der Wismarer Altstadt entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus.

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Früher war da ein Theater

Wohnungen, Tiefgarage und ein Bistro entstehen dort, wo 1842 das Theater eröffnet wurde, ehe der repräsentative Bau 1948 in Flammen aufging. Jahrzehnte wurde der Theaterplatz – gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG – als Parkplatz genutzt. Jetzt wird die Fläche vermarktet. Das frühere Bühnenhaus und ein Anbau wurden abgerissen. Hinrichs: „Es ist schon spannend, wenn man erst einmal anfängt.“ Überraschungen sind beim Bauen nie ausgeschlossen. In einer Altstadt wie Wismar schon gar nicht. Auf die hofft Peter Kaute sogar. Denn, so sagt der Grabungsleiter vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege, die Baustelle befindet sich innerhalb der ersten Wismarer Stadtbefestigung. Kaute: „Wir erhoffen uns hier noch einige interessante Aussagen.“

Schwindgruben entdeckt

Vor dem Anrücken der schweren Technik wurden drei Schwindgruben – vermutlich aus dem 14./15.Jahrhundert – freigelegt. Kirsch- und Pflaumensteine, Geflügelknochen, Reste einer Holzschale sind vergleichsweise lapidare Funde. Eine Probe von den Fäkalien wurde gezogen, eine archäobotanische Untersuchung soll Erkenntnisse bringen, „wie sich die Leute früher ernährt haben“, sagt Peter Kaute und fügt hinzu: „Wir können eine Menge darüber herausfinden, wie die Leute früher gelebt haben.“Die Baugrube wird etwa 1000 Quadratmeter groß und dreieinhalb bis fünf Meter tief ausgehoben. Je tiefer es geht, desto spannender wird es für die Archäologen. Aktuell werden die Reste eines Kemladens freigelegt. Diese hofseitige Bebauung war Teil der mittelalterlichen Vorderhäuser. Das Theater wurde erst später gebaut.

Korsett für Baugrube

Damit die Baugrube nicht einstürzt, werden Stahlträger gesetzt. Dazwischen kommen Holzbohlen. Die zwölf Meter langen Träger kommen etwa neun Meter tief ins Erdreich. Jörg Hinrichs: „Es wird vorgebohrt. Das ist eine erschütterungsarme Methode.“ Das Loch wird anschließend mit Kies verfüllt. Später, wenn der Hochbau beginnt, werden die Träger wieder rausgezogen.Parallel zum Ausheben der Baugrube laufen die archäologischen Untersuchungen. Das wird voraussichtlich acht bis zehn Wochen dauern. In dieser Zeit rechnet die Bauunion mit der eigentlichen Baugenehmigung. Das Wohn- und Geschäftshaus mit drei Aufzügen wird sich in der Höhe an der Nachbarbebauung in der Mecklenburger Straße orientieren.

25 Wohnungen

Die 25 Eigentumswohnungen sind zwischen 70 bis 105 Quadratmeter groß. Der Verkauf hat noch nicht begonnen, aber Reservierungen laufen. An der Ecke zur Kleinschmiedestraße wird es ein Bistro geben. Hinzu kommen 30 Stellplätze in der Tiefgarage sowie sechs auf Straßenniveau. Die Zufahrt erfolgt durch eine Art Tordurchfahrt in der Mecklenburger Straße neben dem früheren Sparkassengebäude. Im Unesco-Sachverständigenbeirat wurden das Vorhaben intensiv diskutiert. Die ersten Entwürfe wurden abgelehnt. Die Hausfront wird farblich unterschiedlich gestaltet, um eine parzellenartige Struktur für drei Häuser anzudeuten. An der Ecke Mecklenburger Straße/Kleinschmiedestraße gibt es eine zurückgesetzte Bebauung für eine Platzgestaltung – angelehnt an die Theaterzeit.

Heiko Hoffmann

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