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Neues Wohngebiet in Wismar-Wendorf wächst

Wismar Neues Wohngebiet in Wismar-Wendorf wächst

Diskutiert werden plattdeutsche Namen für die Vergabe der Straßennamen in dem neuen Wismarer Wohngebiet. Die Reservierung für die 87 Grundstücke läuft, die Hochbauarbeiten beginnen im September.

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Blick von oben auf das geplante neue Wohngebiet zwischen dem Küstenwäldchen und der Median-Klinik.

Quelle: Uli Jahr

Wismar. Die Suche nach Straßennamen für das neue Wohngebiet in Wismar-Wendorf ist vertagt. Bis zur Sitzung des Bauausschusses am 10. April soll jede Fraktion vier Vorschläge unterbreiten. Die Verwaltung bringt Schipperstraat (Schifferstraße), Maatenstieg (Matrosensteig), Segelmakergang (Segelmachergang) und Stüermannsweg (Steuermannsweg) ins Spiel. Doch die Namen stießen im ersten Anlauf im Bauausschuss auf wenig Gegenliebe.

87 Grundstücke

Das Wohngebiet in Seebad-Wendorf wird für 87 Eigenheimgrundstücke erschlossen. „Die Straßen und Wege sind zu benennen, um die Zuordnung der Grundstücke zu ermöglichen. Da das neue Wohngebiet in Ostseenähe entsteht, ist die Vergabe plattdeutscher Straßennamen vorgesehen“, begründet die Verwaltung ihr Ansinnen. Roland Kargel (Linke) sieht zwar einen maritimen Charakter auf einer Ackerfläche durch die Nähe zur Ostsee gegeben, nicht aber für die Berufsbezeichnungen. Für Bernd Hilse (Linke) stellt sich das Problem, dass viele Namen mit dem Bezug zur Ostsee durch das große Wohngebiet Ostseeblick und das kleine Gebiet am Zierower Weg bereits vergeben sind. Sybille Runge (SPD) findet es gut, wenn sich Wismar der plattdeutschen Sprache verbunden fühlt.

Vorschlagsliste für Namen

Hans-Jürgen Leja (Für Wismar) verweist auf die Vorratsliste für Straßennamen in Wismar und meint: „Warum halten wir uns nicht daran.“ Da eine schnelle Einigung nicht sichtbar ist, wird sie Suche nach einem Namen nun verschoben. Am Ende muss dann die Bürgerschaft entscheiden. Sollte ein plattdeutscher Name herauskommen, wird zu klären sein, ob die passende Übersetzung mit angegeben werden sollte, da Auswärtige und auch viele jüngere Wismarer mit den Namen wenig anzufangen wissen.In Wismar existiert eine Liste mit über 200 Vorschlägen für Straßennamen. Diese ist unterteilt in Flurnamen und Bezeichnungen von Ackerstücken der Stadtfeldmark in Redentin, Wismar-Nord, Dammhusen und Rothentor, in maritime und plattdeutsche Bezeichnungen, führt Edelsteine, Sternzeichen und Planeten auf. Wer meint, einen besonders guten Vorschlag in die Diskussion einbringen zu können, sollte sich an die Fraktionen der Bürgerschaft werden.

Nachfrage ungebrochen hoch

Auf der rund 14 Hektar großen Ackerfläche in Wendorf entwickelt die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH 87 Eigenheim- Grundstücke mit Größen zwischen 1000 und 2042 Quadratmetern. Geschäftsführer Robert Erdmann rechnet damit, dass schon im September auf den ersten Parzellen mit dem Hochbau begonnen wird.Mehr als 150 Anfragen waren schon bis November 2016 eingegangen. Erdmann: „Die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Das zeigt, dass die Entscheidung der Stadt richtig war, dieses Eigenheimgebiet trotz der Kritik auszuweisen, um neben attraktiven Altstadtwohnungen und sanierten Mehrgeschossern auch die Eigentumsbildung zu fördern.“ Inzwischen sind Reservierungen für zahlreiche Parzellen erfolgt. „Die Kaufverträge werden geschlossen, wenn die Hochbaureife hergestellt ist. Aus diesem Grunde können sich auch weiterhin Interessenten auf die Reservierungsliste setzen lassen“, so Erdmann. Allerdings bestehe wegen der hohen Nachfrage nicht mehr bei allen Grundstücken die freie Auswahl.

90 bis 170 Euro je Quadratmeter

Der durchschnittliche Grundstückspreis liegt bei 140 Euro pro Quadratmeter. Die Spanne reicht dabei von 90 Euro für die günstigeren bis zu 170 Euro pro Quadratmeter für besonders attraktive Grundstücke. Erdmann: „Wir wollen trotz der privilegierten Lage der Fläche an der Ostsee eine breit gefächerte Preisgestaltung realisieren, um unterschiedliche Kundenwünsche anzusprechen.“Vor der Erschließung gab es umfangreiche Grabungen. Dabei wurde unter anderem eine bronzezeitliche Geweih-Axt gefunden, deren Alter bei etwa 3000 Jahren liegt. Die eigentlichen Erschließungsarbeiten laufen laut LGE planmäßig. Die Abwasserdruckleitung in der Ernst-Scheel-Straße ist eingebaut. Die Schließung und Wiederherstellung der Straßendecke erfolgt demnächst. In Kürze wird mit dem Bau des Pumpwerkes für die Abwasserdruckleitung begonnen.

120 Ersatzbäume

Im Frühjahr 2016 wurden Unterschriften gegen das Wohngebiet gesammelt. Die Kritik richtete sich unter anderem dagegen, dass eine Ackerfläche bebaut wird und 34 Bäume für die Zufahrtsstraße gefällt wurden. Als Ausgleich für gefällte Bäume werden 120 neue westlich und südlich des Küstenwaldes gepflanzt. Dies soll nach LGE-Angaben ab Oktober 2017 erfolgen. Es seien zudem externe Erstaufforstungen auf einer Fläche von 53800 Quadratmetern im Bereich des Forstamtes Gädebehn, Revier Jülchendorf bei Crivitz inzwischen vorgenommen.

Heiko Hoffmann

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