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Pedalritter auf den Spuren der Raubritter

Kalkhorst Pedalritter auf den Spuren der Raubritter

Radfahren im Klützer Winkel soll noch attraktiver und spannender werden. Planerin Susanne Braun, die auch zum Verein Wegefreunde Klützer Winkel gehört, hat für die ...

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Susanne Braun hat drei thematische Radtouren für die Gemeinde Kalkhorst entwickelt.

Quelle: Malte Behnk

Kalkhorst. Radfahren im Klützer Winkel soll noch attraktiver und spannender werden. Planerin Susanne Braun, die auch zum Verein Wegefreunde Klützer Winkel gehört, hat für die Gemeinde Kalkhorst drei Touren erarbeitet, die über die Gemeindegrenzen hinaus in den Klützer Winkel und bis an die Stadt Dassow heranführen. Dabei begeben sich die Radler auf Touren zu Piraten und Raubrittern, auf die Spuren Graf Bothmers oder zu Aussichtspunkten mit Blick über die abwechslungsreiche Landschaft. Am Donnerstag wird Kalkhorsts Gemeindevertretung über dieses Wegenetz ein Beschluss fassen.

„Ich habe mit den Wegefreunden schon vor zehn Jahren begonnen, mich mit dem Thema zu beschäftigen“, sagt Susanne Braun. „Jetzt habe ich drei Touren von etwa 30, 40 und 60 Kilometern ausgearbeitet.“

Alle diese Touren starten in Kalkhorst an der Kirche, beziehungsweise beim kleinen Freizeitpark Minimare, wenn er gebaut ist. „Im Minimare wollen wir auch auf die Entwicklung der Güter und die Besiedlung der Region eingehen. Über den geschichtlichen Aspekt kommt man fast automatisch zum Thema Raubritter, das für Familien besonders interessant sein dürfte“, sagt sie. Die Familien von Plessen, von Plöne, von Storm oder von Kulebutz sollen zu den räuberischen Rittergeschlechtern der Region gehört haben.

Die erste Radtour beginnt mit einer Besichtigung der Kalkhorster Kirche und deren Gründungslegende. Sie handelt von einem Ritter, der auf der nahen Ostsee in Seenot geriet und schwor, dort eine Kirche bauen zu lassen, wo er seinen Fuß an das rettende Ufer setzen würde. Das Meer verschonte ihn und Kalkhorst bekam seine Kirche. Nach einer Tour über Neuenhagen und Groß Schwansee führt die Strecke zu einem Schauplatz der Piratengeschichte. Die Radler fahren über die Brücke über die Harkenbäk. Der Überlieferung nach soll Claus Störtebeker den Wasserlauf um 1400 genutzt haben, um in den nahen Deipsee zu fahren und auf dem Harkenwall Schutz zu suchen.

Bei einer weiteren Tour fahren die Radler zu verschiedenen früheren Nebengütern der Grafen Bothmer, bevor sie auch das Barockschloss, das Pfarrhaus und die katholische Kirche in Klütz besuchen. Die dritte Tour führt zu diversen Aussichtspunkten in der Region. In Kalkhorst und in Groß Schwansee sollen Übersichtstafeln mit den Radtouren aufgestellt werden, zusätzlich sollen zwei Stelen nach dem Vorbild der Klützer Modelle im Gemeindegebiet informieren.

„Es gibt viele Geschichten, Sagen und Legenden über diese Region, die weitererzählt werden sollten“, sagt Susanne Braun. „All diese Informationen zu den Touren und den einzelnen Stationen wollen wir über QR-Codes und auf der entstehenden Internetseite der Gemeinde online zugänglich machen. So kann man sich alles auf sein Smartphone oder anderes Medium laden. Das ist besser, als überall Schilder aufzustellen“, sagt sie. Auch in einem Heft sollen die Touren und dazugehörige Informationen veröffentlicht werden. „Da arbeiten wir mit der Stadt Klütz zusammen, die schon ein Heft mit acht Radtouren herausgebracht hat. In das Heft sollen unsere drei Touren aufgenommen werden“, sagt Susanne Braun.

Ebenso soll es eine Kooperation mit der Stadt Dassow geben. Dort wurden erst vor Kurzem Rad- und Wanderwege weiträumig ausgeschildert. „An diese Beschilderung wollen wir anschließen. In Dassow werden Einschubschilder mit Symbolen für unsere Touren an die Wegweiser kommen und bei uns die für die Dassower Touren“, so Braun. Für die Gemeinde Kalkhorst sind nach ihren Angaben 110 Schilder für ein neues Radwegekonzept angeschafft worden, die in den nächsten Wochen aufgestellt werden sollen. Allerdings wartet die Gemeinde noch auf Fördermittel aus dem Leader-Programm.

„Die thematischen Touren sind praktisch ein Teil dieses Radwegekonzeptes“, sagt Susanne Braun. „Ursprünglich wollten wir das Radwegekonzept, um die vielen Radler vom Kolonnenweg in die nahen Orte unserer Gemeinde zu führen. Speziell vom Kolonnenweg aus erkennen Ortsfremde nämlich nicht sofort zu welchem Ort die abzweigenden Wege führen“, sagt Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick. Die neuen Schilder sollen so gestellt werden, dass die Radfahrer — sofern es Sinn macht — immer über Kalkhorst gelenkt werden. „Damit soll die Region belebt werden, sodass vielleicht noch Cafés oder Ausflugslokale entstehen“, blickt Susanne Braun voraus.

Heft mit Radtouren

„Im Klützer Winkel unterwegs“ heißt das Heft, das die Stadt Klütz 2014 im Zusammenhang mit einem touristischen Leitsystem herausgebracht hat. Darin sind zwölf attraktive Strecken rund um die Schloss-Stadt zum

Wandern und Radfahren beschrieben.

Besucher der Region finden im Heft auch kleine Landkarten und Informationen zur Geschichte und zu Sehenswürdigkeiten. Die drei Radtouren der Gemeinde Kalkhorst sollen ins Heft aufgenommen werden.

Die Broschüre gibt es in den

Tourist-Infos in Klütz und Boltenhagen

Von Malte Behnk

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