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Wismar Prima Klima in der Wirtschaft — oder doch nicht?
Mecklenburg Wismar Prima Klima in der Wirtschaft — oder doch nicht?
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00:00 22.03.2014
Museumsdirektorin Dr. Kathrin Möller (l.) lud die Vertreter aus Wirtschaft und Politik zu einem Rundgang durch das Museum. Fotos (7): Bruno Lübbers

„Die Stimmung unter den Unternehmen ist auf einem absoluten Spitzenwert. 70 Prozent der Befragten wollten dieses Jahr investieren“, so Dr. Dorothee Crayen, Geschäftsbereichsleiterin der Industrie- und Handelskammer Schwerin für Standortpolitik international, über die Ergebnisse der letzten Unternehmerumfrage der IHK. Die Umfrage förderte für Nordwestmecklenburg überdurchschnittliche Ergebnisse zutage.

Dorothee Creyen stellte die Zahlen vor 35 Unternehmern, Vertretern der Wirtschaft und Gästen am Donnerstagabend im Phantechnikum Wismar vor. Die IHK hatte zum Frühjahrstreff ins Museum eingeladen.

Die Gäste erlebten einen entspannten Kammer-Präsidenten Hans Thon, der eingangs betonte, wie wichtig die Vernetzung vor Ort sei. „Oftmals kennt man gar nicht die Möglichkeiten, die einem andere Unternehmer vor Ort bieten“, so Thon. Regionale Zusammenarbeit halte die Wertschöpfung hier vor Ort. Damit war die Idee hinter dem Treffen erklärt.

Außerdem wies Thon auf die Wichtigkeit des Superwahlsonntags im Mai hin, denn selbst die Europawahl habe Auswirkungen auf die Wirtschaft im Land. Ebenfalls sprach er die anstehene Wahl zur IHK-Vollversammlung an, bei der es in diesem Jahr einige Änderungen geben wird (siehe Kasten). Der amtierende Landrat Gerhard Rappen (CDU) gab einen kurzen Überblick über die laufenden Investitionen des Landkreises.

Der Stimmungsindex von 127 für Westmecklenburg wurde zuletzt im Jahr 2011 erreicht. 2013 lag er bei 109. Aber es gibt auch Probleme. So liegt der Anteil der Ausbildungsabbrecher zwar nicht wie im Handwerk bei 25 Prozent, sondern bei 14,7 Prozent, dennoch trägt dies zu einem Engpass bei den qualifizierten Arbeitskräften bei.

Martin Greiner war als Geschäftsführer des Jobcenters vor Ort: „Bei den umfangreichen Betriebserweiterungen zum Beispiel bei Euroimmun in Dassow müssen wir unsere Anstrengungen weiter erhöhen, um die Nachfrage der Wirtschaft durch Weiterbildung befriedigen zu können. Das wird zukünftig unser Schwerpunkt.“

Ein weiteres wichtiges Thema war die Vertiefung der Fahrrinne zum Seehafen Wismar. Dazu Hans Thon: „Der Seehafen ist ein Industriehafen und für die Wirtschaft in der Region essenziell. Wir brauchen also dringend eine Vertiefung des Fahrwassers, denn zum Beispiel die Holzfrachter werden immer größer.“ Es gehe also nicht nur um das Seitengeschäft der Kreuzfahrtschiffe, sondern um das Kerngeschäft des Hafens.

Von den anwesenden Einzelhändlern hörte man auch Sorgen um die sinkende Kaufkraft in Wismar und Umgebung, während andere ihre Augen sorgenvoll Richtung Osten richten. Die Krise in der Ukraine war auch hier Thema. Viele Unternehmen in Westmecklenburg haben in Russland und anderen osteuropäischen Ländern wichtige Absatzmärkte. Sei es das Geschäft mit eisbrechenden Frachtern bei Nordic Yards, der Import von Holz aus diesen Ländern oder der Export der daraus entstehenden Produkte. Die Gefahr, dass eine Absatzkrise in diesen zentralen Wirtschaftszweigen der Region das gesamte Wirtschaftsklima beeinträchtigen könnte, sei sehr real, war an einigen Tischen zu hören.

Wahl zur IHK-Vollversammlung
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Schwerin ist ein Gremium, das die Wirtschaft im Land spiegelbildlich repräsentieren soll. Bislang saßen wegen der dort vorhandenen Wirtschaftskraft hauptsächlich Unternehmer aus dem Raum Schwerin in dem 44-köpfigen Rat. Dies soll sich nun ändern.



Durch die Einführung von Wahlbezirken zusätzlich zu den bereits vorhandenen Branchengruppen hat Westmecklenburg nun die Möglichkeit, mindestens 13 und maximal 16 Sitze zu besetzen.
Kandidatenvorschläge für die Wahl müssen mit deren Einverständnis noch bis zum 20. Mai bei der IHK Schwerin eingereicht werden — und zwar immer von einem anderen Unternehmer aus derselben Branche.
Formblätter werden ab Ende März bei der IHK online erhältlich sein und auch auf Veranstaltungen ausliegen.



Bruno Lübbers

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