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Schiffskabinen-Firma will Arbeitslose einstellen

Wismar Schiffskabinen-Firma will Arbeitslose einstellen

Die MV Werften Fertigmodule GmbH in Wismar will arbeitslose Frauen und Männer einstellen. Sie sollen Schiffskabinen bauen. Mindestens 20 Erwerbslose wollen die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Nordwestmecklenburg für diesen Job qualifizieren.

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Die Kooperationsvereinbarung zwischen der MV Werften Fertigmodule GmbH, der Agentur für Arbeit Schwerin und dem Jobcenter Nordwestmecklenburg zur Qualifizierung von arbeitslosen Menschen in der Region wird unterzeichnet.

Quelle: Haike Werfel

Wismar. „Wir wollen keine Leute abwerben, sondern qualifiziertes Personal anlernen“, sagt Johannes Gößler, Geschäftsführer der MV Werften Fertigmodule GmbH in Wismar. „Uns ist wichtig, Frauen und Männern ohne Arbeit eine Chance zu geben“, ergänzt sein Kollege Volker Asmus. Die beiden Firmenchefs haben mit der Agentur für Arbeit Schwerin und dem Jobcenter Nordwestmecklenburg eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Deren Arbeitsvermittler beziehungsweise Integrationsfachkräfte wollen arbeitslose Menschen für eine Qualifizierung in der Schiffskabinenfertigung gewinnen. Die Maßnahme soll mit 20 Bewerbern starten, weitere 50 sollen später hinzukommen.

Arbeitslose Menschen werden eingearbeitet

„Das ist eine gute Sache für die Region“, sagt Guntram Sydow, Leiter der Arbeitsagentur Schwerin. „Wir werden die Menschen aufklären, was sie hier erwartet und ermöglichen, dass sie sich das Arbeitsumfeld anschauen können“, ergänzt Christian Saar, ebenfalls von der Agentur. Auch im Jobcenter, so Geschäftsführer Martin Greiner, stehe man in den Startlöchern, um die Kunden einzuarbeiten und „passgenau“ zu qualifizieren.

Berufsausbildung nicht Voraussetzung

Für die Schiffskabinenfabrik in Wismar-Dammhusen werden laut Gößler vor allem Tischler, Schlosser, die die Kabinen zusammenschrauben, Elektriker, Installateure für den Sanitärbereich, Mitarbeiter für Lager und Logistik gesucht. Im Februar/März soll die Qualifizierungsmaßnahme starten – zunächst mit einem theoretischen Teil, dem sich ein praktischer anschließt. Die Qualifizierung wird etwa sechs Monate dauern.

Handwerkliches Geschick gefragt

„Wenn jemand merkt, es ist nicht die Arbeit, die ihm liegt, dann kann er etwas anderes probieren, bis er etwas entsprechend seines Potenzials gefunden hat“, macht Gößler Mut. Eine abgeschlossene Berufsausbildung sei nicht so wichtig, betont er. Vielmehr müsse die innere Einstellung stimmen. Die Bewerber sollten zudem handwerkliches Geschick und ein Gefühl für Qualität haben sowie bereit sein für die Herausforderung, am Fließband zu stehen. „Und gute Laune sollen die Leute mitbringen. Wir haben einen offenen Produktionsleiter, der motivieren kann“, berichtet Geschäftsführer Gößler. Er ist sicher: „Wenn die Leute erstmal kommen, wollen sie nicht mehr weg.“

Keine körperlich schwere Belastung

Derzeit entstehen 100 neue Autostellplätze auf dem Firmengelände an der Westtangente. Die Produktionshalle ist klimatisiert und beheizbar, die Lampen wurden auf LED umgerüstet, die dem Tageslicht sehr nahe kommen. Eine Kantine, in der es warmes Mittagessen gibt, ist geplant. „Wenn sich die Leute qualifizieren, sollen sie sich wohlfühlen“, erklärt Gößler und versichert: „Es ist keine körperlich schwere Belastung, wir sind sehr flexibel, auch Frauen und zierliche Leute zu beschäftigen.“

Firma braucht 150 Mitarbeiter bis Mitte 2018

Die Kooperationspartner vereinbarten auch, regelmäßig auszuwerten, wie die Qualifizierungsmaßnahme ankommt, „um nicht aneinander vorbei zu arbeiten“, so der Arbeitsagenturchef. Die Kabinenfabrik will laut Geschäftsführer Volker Asmus bis Mitte nächsten Jahres 150 Mitarbeiter beschäftigen, 2019 dann 220. Sie sollen pro Jahr 3500 Kabinen für die riesigen Kreuzfahrtschiffe und Megayachten produzieren, die an den drei Standorten von MV Werften in Wismar, Rostock und Stralsund gebaut werden.

Haike Werfel

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