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Schlachtefest im Agrarmuseum: Hier ging es um die Wurst

Dorf Mecklenburg Schlachtefest im Agrarmuseum: Hier ging es um die Wurst

Hunderte Zuschauer sahen zu, wie ein Schwein traditionell verarbeitet wurde

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Jörg Dargel, Danilo Broschk und Christian Groschupf reinigten das Schwein mit heißem Wasser. Danach zogen sie dem Tier die Klauen ab, die sie an Kinder verschenkten. Das Schlachtefest in Dorf Mecklenburg ist nichts für Vegetarier.

Quelle: Fotos: Frank Peter Reichelt

Dorf Mecklenburg. Von dem 138 Kilogramm schweren Schwein sollte am Ende der Vorführung nur noch ein Grunzen übrig sein, scherzte Senior-Fleischermeister Georg Dargel.

OZ-Bild

Hunderte Zuschauer sahen zu, wie ein Schwein traditionell verarbeitet wurde

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Hunderte Gäste sahen am Sonnabend zu, wie im Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg auf traditionelle Art eine frisch geschlachtete Sau verarbeitet wurde.

Aus einer Vorführung des Schweineschlachtens wurde zehn Jahre später ein Schlachtefest mit Dorffestflair. Fleischermeister Jörg Dargel lud zum Jubiläumsfest regionale Produzenten landwirtschaftlicher Produkte in das Museum ein. Der Fischereibetrieb Piehl aus Alt Schlagsdorf bot Räucherwaren, Marinaden und Frischfisch an. Die Imkerei aus Beidendorf verkaufte Honig und nebenan baute die Mecklenburger Käsemeile aus Schwerin ihre Leckereien auf.

Hinter dem Museum rückten derweil Georg und Jörg Dargel mit den Mitarbeitern Danilo Broschk und Christian Groschupf dem Schwein zu Leibe. „Wir wollen auf traditionelle Art ein Schwein zu einem Lebensmittel verarbeiten. Auch die Zwerge sollen heute sehen, wie bei Oma und Opa ein Tier noch komplett verarbeitet wurde.“

Ein Traktor brachte das frisch erlegte Schwein auf den Platz und schon die Reinigung wurde zu einer Vorführung. „Wir reinigen traditionell mit 58 bis 61 Grad heißem Wasser, dann lösen sich die Borsten ab. Beide Seiten müssen mit den Glocken bearbeitet werden“, erklärten die Männer. Sie arbeiteten fleißig, während Lilly Müller aus Gallentin heißes Wasser über das Tier kippte. Applaus und einen Präsentkorb erhielt sie später, als bekannt wurde, dass sie ihren 70. Geburtstag feierte und seit zehn Jahren bei der Schlachtung und Verarbeitung hilft.

Während von dem Schwein die restlichen Borsten abgebrannt wurden, erfuhren die Besucher, dass in anderen Ländern die Tiere in Stroh gepackt und dann angezündet werden. Auch Nadine Kluge aus Schafstorf schaute interessiert zu. „Mein Freund hat mich mitgebracht. Er hilft auch manchmal beim Schlachten. Es war sehr spannend, das habe ich so noch nie gesehen. Nachher werden wir noch Spanferkel essen.“

Zum Abschluss wurde die Tierärztin Petra Bolbeth aus Dorf Mecklenburg erwartet. „Erstmal ein großes Lob für die saubere Arbeit“, sagte sie anerkennend. „Das Wetter ist für eine Schlachtung sehr gut – trocken und kalt. Jetzt schauen wir, ob das Schwein verzehrtauglich ist.“ Sie erklärte den Besuchern, dass sie die Lymphknoten, das Rückenmark und die inneren Organe kontrolliert. Für die Untersuchung auf Trichinen schnitt die Ärztin kleine Stücke ab, die unter dem Mikroskop untersucht werden mussten. Nach zwei Stunden stand fest: Alles lecker, alles für den Verzehr geeignet. Auch der Förderverein des Kreisagrarmuseums unterstützte das Schlachtefest. Es gab Kuchen, Glühwein, Kaffee und selbst gebackenes Brot.

Frank Peter Reichelt

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