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Sechs Häuser sind noch frei im Feriendorf-Projekt „Meerleben“

Niendorf Sechs Häuser sind noch frei im Feriendorf-Projekt „Meerleben“

Im Frühjahr 2016 soll der erste Bauabschnitt in Niendorf für die Baugemeinschaft beginnen. Bürgermeister wie auch Tourismusverband stehen der Idee offen gegenüber.

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Diese Modelle geben einen ersten Eindruck, wie das Feriendorf-Projekt aussehen soll. Die Ferienhäuser können von den Besitzern individuell gestaltet werden. Im Frühjahr 2016 soll der erste Bauabschnitt beginnen.

Quelle: Zarths Media Group (2), Oz (2), Vanessa Kopp (1)

Niendorf. Ein Haus, mehrere Besitzer. Simpel gesagt ist das der Grundgedanke des Projekts „Meerleben“, mit dessen Umsetzung im kommenden Jahr im Hohenkirchener Ortsteil Niendorf begonnen wird. Doch eigentlich steckt viel mehr hinter der Idee des Baus eines Feriendorfes in Gemeinschaft.

„Wir und auch Freunde und Bekannte waren in den letzten Jahren oft frustriert, wenn es um die Ferien ging“, sagt der Münchner Architekt Patric Meier. Kaum ein Angebot passe für Familien mit mehr als fünf Personen. „Die Bedürfnisse haben sich verändert für Patchwork-Familien“, erklärt seine Partnerin Katrin Frische. Eigentlich wollte das Initiatorenpaar der Baugemeinschaft seine Idee im Münchner Umland umsetzen, nun ist es die Ostsee geworden. „Ich bin sehr nordaffin“, sagt Meier, der in Bremen studiert hat. Durch Zufall habe er das Grundstück in Niendorf entdeckt. „Der Eigentümer hatte dafür zwar schon Pläne, diese jedoch nicht umgesetzt“, erzählt der 51-Jährige. Über Umwege habe er von dem Verkauf erfahren. Meier konnte den Eigentümer mit seinem Konzept überzeugen und dessen Vertrauen gewinnen. „Das war wichtig. Denn bei einer Baugemeinschaft gibt es keine Vorfinanzierung“, sagt der Münchner. Die Gemeinschaft kauft das Grundstück — in diesem Fall für 210 000 Euro — zusammen.

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Blick auf das Grundstück vom Wohlenhagener Weg.

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Sieben der 13 Parzellen sind bereits vergeben. „Die Häuser werden gewünscht unterschiedlich aussehen, doch wir haben gemeinsam einen Gestaltungskatalog erarbeitet“, erklärt der Architekt. „Sonst wird aus Vielfalt schnell Chaos.“ Einige Ideen finden sich auf der Homepage des Projekts.

Der Bau des Dorfes wird in zwei Abschnitte geteilt. „Was ich persönlich ganz gut finde“, sagt Meier. „Wir wollen mit mittelständischen Zimmereien zusammenarbeiten. Und 13 Häuser plus das Gemeinschaftshaus auf einen Schlag zu bauen, wäre von der Umsetzung schwierig gewesen.“ Am 20. August wird der Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet. Für 2017 plant die 17-köpfige Baugemeinschaft die Fertigstellung.

„Ich finde das Projekt sehr kreativ“, sagt Jan van Leeuwen, Bürgermeister der Gemeinde Hohenkirchen. „Für mich hat es Hand und Fuß.“ Mehrmals habe er bereits mit Patric Meier telefoniert. „Ich freue mich darauf, etwas ganz anderes bei uns in der Gemeinde zu sehen, nicht nur architektonisch.“

Sehr interessant findet das Projekt auch Anett Bierholz, Geschäftsführerin des Verbandes Mecklenburgischer Ostseebäder: „Ich denke, dass das gerade in der Region um die Wohlenberger Wiek gut umsetzbar ist“, so ihre Einschätzung. „Dort gibt es genügend Platz und Möglichkeiten.“ In Kühlungsborn beispielsweise wären die baulichen Auflagen bereits zu hoch.

Die Philosophie der Baugemeinschaft findet Anett Bierholz super. „In den Städten wird das ja bereits seit vielen Jahren umgesetzt“, sagt die Geschäftsführerin. „Ich denke, dass das auch für ältere Menschen ein Weg zur Integration sein kann. Ich finde das cool!“ Auch wenn ihr das Problem mit den Patchwork-Familien nicht bekannt ist. „Wir haben oft Anfragen von Großfamilien, die wir bisher meist bedienen konnten“, berichtet Anett Bierholz. „Natürlich können wir in der Hauptsaison nichts garantieren.“

An das Klientel von „Meerleben“ gibt es einige Ansprüche: „Da man gemeinsam eine Unternehmung wagt, muss das Vertrauen da sein. Wenn jemand von uns ein Veto einlegt, gilt das auch“, sagt Meier. Ein Interessent sei bereits abgelehnt worden. „Doch das hört sich dramatischer an, als es ist“, meint der Münchner. „Der Gemeinschaftssinn muss einfach da sein. Wir gehen alle zusammen ein Risiko ein, von dem wir gemeinsam die Früchte tragen werden.“

Das Projekt

7700 Quadratmeter groß ist das Grundstück bei Niendorf. Insgesamt 13 energieautarke Holzhäuser sollen dort entstehen, sieben sind bereits vergeben.


Die Wohnfläche der Häuser variiert zwischen 128 und 170 Quadratmeter.

Zudem soll ein Gemeinschaftshaus mit Sauna entstehen sowie eine Spielfläche mit 2800 Quadratmetern.



Die Kosten belaufen sich nach aktueller Prognose pro Haus auf 290 000 bis 360 000 Euro brutto. Ein Objekt kann von mehreren finanziert werden.



Am 15. August findet die nächste Infoveranstaltung für Interessenten statt. Treffpunkt: 14 Uhr am Grundstück.
• Internet:


www.meerleben-baugemeinschaft.de

 



Vanessa Kopp

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Diese Modelle geben einen ersten Eindruck, wie das Feriendorf-Projekt aussehen soll. Die Ferienhäuser können von den Besitzern individuell gestaltet werden.

Der erste Bauabschnitt der Gemeinschaft „Meerleben“ im Hohenkirchener Ortsteil Niendorf soll im Frühjahr 2016 beginnen. Sechs der 13 Häuser sind noch frei.

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