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Strandkorbvermieter warnen vor Fehlern

Boltenhagen Strandkorbvermieter warnen vor Fehlern

Nach Plänen für Dünenpromenade könnte Kurtaxe in Boltenhagen nur schwierig kassiert werden

Boltenhagen. . Die Strandkorbvermieter im Ostseebad Boltenhagen warnen vor einem aus ihrer Sicht entscheidenden Fehler in der Planung für die Dünenpromenade. Die Platzierung der Hütten für die Strandkorbvermieter in den Entwürfen sei aus mehreren Gründen falsch. „Unsere Hütten sind auf der südlichen, der Landseite der Dünenpromenade geplant, die DLRG-Türme auf der nördlichen, dem Strand zugewandten Seite“, sagt Achim Chille, Vorsitzender des Vereins der Strandkorbvermieter. „Dadurch können wir von Tagesgästen, die auf der Dünenpromenade gehen und dann zum Strand abbiegen keine Kurtaxe kassieren.“ Dabei sei das eine vertraglich festgelegte Aufgabe der Strandkorbvermieter und weit mehr als die Hälfte der Strandbesucher von denen sie bislang den Beitrag kassieren, mieten keinen Strandkorb.

Hintergrund der bisherigen Planung ist, dass das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) die Hütten der Strandkorbvermieter im Gegensatz zu den DLRG-Türmen nicht als „öffentliches Interesse“ einstuft. „In den Planungsunterlagen zur Dünenpromenade wird nicht deutlich, welche Aufgaben aus den Häuschen heraus übernommen werden“, sagt Chille. Dabei sehe auch Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) allein durch das Kassieren der Kurtaxe ein öffentliches Interesse begründet. „Das muss er aber offiziell nach dem Kommunalrecht dem Stalu mitteilen“, sagt Chille, der weitere wichtige Arbeiten wie das tägliche reinigen des Strandabschnitts und den direkten Kontakt zu den Gästen aufführt. Nur wenn das Stalu über die Wichtigkeit der Strandkorbvermieter für den Ort informiert sei, könne es eine Sondernutzungsgenehmigung für deren Hütten erteilen, so dass die wie die DLRG-Türme auf der Strandseite der neuen Promenade aufgestellt werden können. „Man kann ja nicht jedem zweiten Strandbesucher hinterher rennen, der über die Dünenpromenade kommt“, sagt Chille.

Er betont, dass die Strandkorbvermieter nicht grundsätzlich gegen die geplante Dünenpromenade sind, aber vor Fehlern warnen wollen, die ihnen die Arbeit später erschweren oder unmöglich machen. Dazu zählen auch die Höhe des geplanten Bauwerks und die Zugänge zum Strand. „Es weiß kaum jemand, dass die Promenade etwa zwei Meter hoch wird, also etwa auf Höhe der Dachrinne vom Restaurant ,Zur Düne’“, sagt Achim Chille. „Das macht einerseits einen barrierefreien Zugang zur Dünenpromenade schwierig, andererseits können wir nach der bisherigen Planung kaum unsere Strandkörbe transportieren.

Jetzt haben die Zugänge schon eine erhebliche Steigung, die sich mit dem Aufschütten der Düne und dem Promenadenbau noch verstärkt“, berichtet Chille. Der Rentner weiß wie kräftezehrend der Beruf der Strandkorbvermietung immer wieder ist. Seine Frau Liane betreibt ihre Vermietung am Aufgang 4 und muss im Herbst und im Frühjahr jeden Strandkorb einzeln transportieren.

Malte Behnk

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