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Strom wird teurer, Gaspreise sinken

Wismar Strom wird teurer, Gaspreise sinken

Stadtwerke Wismar passen Entgelte für Strom und Gas zum 1. Januar 2017 an

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Wismar. . Der Tannenbaum bei den Stadtwerken steht und ist geschmückt. Geschenke aber hat der Energieversorger an seine Kunden nur bei Gas zu vergeben. Die Kosten für Strom werden steigen. Ein Grund ist die Umlage für erneuerbare Energien, die 2017 erneut steigt.

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Stadtwerke Wismar passen Entgelte für Strom und Gas zum 1. Januar 2017 an

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„Nur ein Viertel des Strompreises können wir beeinflussen.“Andreas Grzesko, Geschäftsführer der Stadtwerke Wismar

Innerhalb der vergangenen sieben Jahre ist die EEG-Umlage von 1,06 Cent pro Kilowattstunde auf 6,35 Cent gestiegen. Im kommenden Jahr zahlen Stromkunden noch einmal drauf, dann liegt sie bei 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Die EEG-Umlage und die Umlage, die die fehlenden Einnahmen kompensieren von jenen Industrieunternehmen, die von der EEG-Umlage befreit sind, sind nur zwei gesetzlich festgelegte Strompreisanteile. Hinzukommt die Umlage, die jene Kosten deckt, die entstehen, weil der Staat Geld zahlt an Energieerzeuger, die in der Lage sind, ihre Produktion auf Ansage abzuschalten – damit das Netz nicht zusammenbricht. Etwa 54 Prozent des Strompreises sind gesetzlich festgelegt. Ebenso unkalkulierbar für die Anbieter sind die Netzentgelte. Auch die steigen im kommenden Jahr.

Der Grund: der massive Aus- und Umbau von Verteilernetzen für die erneuerbaren Energien. Die Netzentgelte sind je nach Bundesland unterschiedlich festgelegt, je nach Einwohnerzahl, und werden von der Bundesnetzagentur geprüft und genehmigt. In Mecklenburg-Vorpommern machen sie allein 26 Prozent des Strompreises aus. Eine einheitliche Regelung fand im Bundesrat bislang keine Mehrheit. An einem Viertel des Strompreises können die Stadtwerke selbst drehen. Die Stellschrauben hier: Einkaufspreis, Service, Vertrieb. „Wenn wir alle gesetzlich vorgegebenen Erhöhungen für kommendes Jahr weitergeben würden, müssten unsere Kunden 1,54 Cent pro Kilowattstunde mehr zahlen. Weil wir den Strom aber zu niedrigeren Preisen eingekauft haben, geben wir die Ersparnis an die Kunden weiter.

Der Arbeitspreis pro Kilowattstunde steigt um 0,98 Cent auf 26,30 Cent“, erklärte Andreas Grzesko, Geschäftsführer der Stadtwerke Wismar. Wer in seinem Haushalt im Jahr 2500 Kilowattstunden verbraucht, zahlt dann 24,39 Euro brutto pro Jahr mehr. Der Grundpreis bleibt gleich.

Wer auf Vergleichsportalen nach einem günstigen Stromanbieter sucht, wird dort nicht auf die Stadtwerke Wismar stoßen. „Wir müssten dafür bezahlen, dass wir mit aufgeführt werden und haben uns dagegen entschieden“, sagte Grzesko. Im Vergleich mit den Stadtwerken in Mecklenburg-Vorpommern liege Wismar im Mittelfeld. Das Wismarer Unternehmen versorgt 28000 Kunden in der Hansestadt und im Umland mit Strom.

Freuen können sich die meisten Gaskunden, die von den Stadtwerken Wismar versorgt werden. Auch Gas hätten die Mitarbeiter günstig einkaufen und so die Preise senken können. „Alle, die mehr als 4000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, werden davon profitieren“, sagte Grzesko. Der Arbeitspreis sinkt um 0,60 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis hingegen steige um 23,80 Euro pro Jahr. Bei einem Jahresverbrauch von 20000 Kilowattstunden sparen Verbraucher beispielsweise 95,20 Euro. Kunden mit einem Erdgasverbrauch unter 4000 Kilowattstunden pro Jahr müssen mit Mehrkosten im Jahr in Höhe von 16,60 Euro rechnen. Das betrifft laut Grzesko etwa 13 Prozent der 7500 Kunden, die von den Stadtwerken versorgt werden. Von Anfang bis Mitte Dezember werden in der Hansestadt wieder Strom-, Gas- und Wasserzähler abgelesen. „Die Mitarbeiter können sich ausweisen und kassieren niemals Geld an der Haustür“, machte Andreas Grzesko deutlich.

Nicole Buchmann

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