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Student, Bauherr und bald Ingenieur

Warin Student, Bauherr und bald Ingenieur

Gregor-Johannes Winkler studiert noch / In Warin setzt er schon sein erstes Projekt um

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Von der Abschlussarbeit zum Wohnhaus

Gregor-Johannes Winkler auf seiner Baustelle in Warin. Das Gebäude soll mit 17 Wohnungen ausgestattet sein.

Quelle: Foto: Michaela Krohn

Warin. Gregor-Johannes Winkler hat es fast geschafft, hat fast seinen Abschluss in Bauingenieurwesen an der Hochschule Wismar. Die Bachelor-Arbeit ist eingereicht, nur die Verteidigung fehlt noch. Was er dort in der Theorie analysiert hat, setzt er derzeit in die Tat um. In Warin baut er einen ehemaligen Supermarkt, der lange leer stand, in ein Wohnhaus um – altersgerecht und barrierefrei. Ab August sollen die ersten Mieter einziehen.

Dabei macht der 31-Jährige auf der Baustelle viel in Eigenleistung. Planungsphase, Bauüberwachung und auch einige Handgriffe finden auf dem Gelände in Eigenregie statt – zum Beispiel das Malern, Estrich einbringen, Fußböden verlegen. Auch bei einem Teil des Rohbaus hat Winkler selbst mit Hand angelegt. Dabei achtet er selbst auf kleinste Details: „Im Flur an der Wohnungstür gibt es zum Beispiel einen Lichtschalter, mit dem ich das Licht im Wohnzimmer ausschalten kann.“

Wichtig ist ihm dabei, dass das Haus so autark und umweltbewusst wie möglich gebaut wird. Das Gebäude wird mit einem KfW-70-Standard „energetisch optimiert“. Heißt: Der Energiestandard des Hauses soll für niedrige Kosten im Betrieb sorgen. Das Objekt ist mit sogenannter Solarthermie ausgestattet. Auf dem Dach des Hauses sind bereits Solaranlagen installiert, die für eine kostengünstige Wärme- und Warmwasserbereitung sorgen sollen. Dieser Strom geht direkt an die Mieter. Für eine kontinuierliche frische Luft in den Räumen sorgt die kontrollierte Lüftungsanlage. Die soll auch Wärme zurückgewinnen, die dann wieder von den Bewohnern genutzt werden kann.

Mieter finden in dem Haus zudem einen Gemeinschaftsraum, in dem auch gefeiert werden kann, einen Wäscheraum und Abstellkammern in ihren Wohnungen, die barrierefrei – also mit breiten Türen, ohne Schwellen und großen Bädern ausgestattet sind. Gregor-Johannes Winkler kennt sich in Warin gut aus. „Ich bin hier aufgewachsen und zur Schule gegangen“, sagt er. Und weil sein Vater den ehemaligen Supermarkt einmal bauen ließ, bot es sich schließlich an, das leer stehende Objekt in etwas Neues zu verwandeln, das auch gebraucht wird.

Die Baugenehmigung wurde Ende 2015 erteilt. Die eigentliche Bauphase dauert nun – ohne die Vorplanung – eineinhalb Jahre. Und: Die Adresse Am Ziegelberg verpflichtet – die Außenfassade soll einmal mit roten Ziegeln versehen werden und sich so auch in die Architektur der Nachbarschaft eingliedern.

Dass Winkler Spaß an seinem Beruf hat und stolz auf seinen Umbau ist, ist deutlich zu erkennen: Blaue Latzhose, Schutzhelm, Zollstock – Grundausrüstung. „Ich mag es, Dinge entstehen zu sehen“, sagt der Student. Auf der Baustelle lerne er noch dazu. „Beim nächsten Objekt sind dann viele Fragen für mich schon geklärt. Ich bekomme hier auch einen guten Einblick in viele handwerkliche Abläufe“, sagt er.

Ob er weitere Häuser dieser Art bauen oder umbauen will, lässt der Student noch offen. „Ich kann es mir vielleicht noch ein-, zweimal vorstellen.“ Den Abschluss hat er jedenfalls so gut wie in der Tasche.

Das Gebäude in Zahlen

17 Wohnungen wird die Ziegelbergresidenz nach der Fertigstellung insgesamt haben. Die Ein- bis Drei-Zimmerwohnungen variieren in der Größe zwischen 50 und 89 Quadratmetern. Zudem gibt es einen gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum.

215 Quadratmeter Solarmodule und -kollektoren sind auf dem Dach des Gebäudes angebracht und sollen für eine umweltfreundliche Energiegewinnung sorgen. Etwa 300 Tonnen Erde werden für die Begrünung der Außenanlagen verwendet. Insgesamt ist das Grundstück 3500 Quadratmeter groß.

Internet: www.ziegelbergresidenz.de

Michaela Krohn

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