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Wismar Studenten machen das (Küchen-)Leben leichter
Mecklenburg Wismar Studenten machen das (Küchen-)Leben leichter
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00:03 15.01.2015
Die Studentin Diana Alieva zeigt, wie der Fahrradkorb vom Einkauf direkt in der Küche genutzt werden kann, um so das Arbeiten zu erleichtern. Quelle: Nicole Hollatz

Wenn am 19. Januar in Köln die „Imm Cologne“, die internationale Einrichtungsmesse, startet, werden dort auch zehn innovative und studentische Ideen der Wismarer Hochschule präsentiert. Studierende aus den Bereichen Innenarchitektur und Design haben „kleine Helferlein“ für die Küche entwickelt — Ideen, die nicht nur einer stetig alternden Bevölkerung das (Küchen-)Leben erleichtern können.

„Komfortküche im Reihenhaus“ hieß die Aufgabe für die Studenten. Mit Glück ist die Messe für die jungen Leute die Möglichkeit, ihre Entwürfe an die Unternehmen und damit in die Küchen zu bringen. Ein Gemeinschaftsprojekt der Wismarer Hochschule, der Hochschule Furtwangen und ihrem Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ und der Einkaufsgesellschaft für Küchen und Wohnen („Der Kreis“) als Verbund für mittelständische Küchenspezialisten mit 2700 Mitgliedsunternehmen. Mit dabei sind zudem viele Projektpartner aus der Wirtschaft. Auf dem Stand der Gemeinschaft „Der Kreis“ werden die Wismarer Studenten ihre Prototypen und Konzepte vorstellen. So wie Diana Alieva. Die 27-Jährige stammt aus Russland, studiert in Wismar im siebten Semester Produktdesign. Die Fahrradfahrerin nimmt mit ihrer Produktidee den vollen Fahrradkorb vom Einkauf mit in die Küche. Ohne dabei die Arbeitsplatte vollzustellen. Das Standardklicksystem vieler Fahrradkörbe hat sie einfach in die Küche geholt. „Ich wollte die Küche mit der Außenwelt verbinden“, sagt die Studentin. Ihr Fahrradkorb kann nun mit dem Einkauf bequem an die Küchenschränke geklickt werden. Je nachdem, wo man das Eingekaufte braucht. „Die Vorteile: Man hat mehr Platz auf der Arbeitsplatte und die Hände frei. Man kann das gekaufte Gemüse gleich putzen und verarbeiten“, erklärt Diana Alieva. Der Gedanke geht weiter. An das Klicksystem kann genauso gut eine Arbeitsplatte befestigt werden. Egal ob als Ablage oder zum Schnippeln. Und: der Montagebügel mit dem Klicksystem ist an der Küchenfront verschiebbar.

Vielfältig wie die Studenten und die Länder, aus denen sie kommen, sind ihre Ideen (siehe Infokasten). „Wir haben insbesondere an ältere Menschen gedacht und wollen ihnen mit den Ideen das Leben erleichtern“, so Achim Hack, Professor für Innenarchitektur, Möbel und raumbildenden Ausbau, Entwurf und Konstruktion. Prof. Volker Zölch — er unterrichtet „Entwerfen von Produkten und Entwicklung von Designstrategien“ an der Wismarer Hochschule: „Die Ideen gibt es als Vorserie und als Prototypen für die Messe. Wir sind froh, dass wir mit dem ,Kreis‘ den Messestand zusammen haben können.“ Zum zweiten Mal ist die Hochschule aus der Kreisstadt Nordwestmecklenburgs dort mit im Boot. Zum zweiten Mal werden die Fachleute vor Ort auch die beste studentische Idee mit dem Stiftungspreis der Anja-Schaible- Stiftung auszeichnen.

Auf der Möbelmesse werden weitere studentische Ideen der Hochschule gezeigt. Die Studierenden der Fakultät Gestaltung präsentieren Möbelmodelle und Prototypen bei den „Pure Talents“. Mit letzteren bietet die Möbelmesse Hochschulen aus den Bereichen Produktdesign, Innenarchitektur und Architektur die Möglichkeit sich vorzustellen. Mit einigen faszinierenden Design- und Raumkonzepten präsentieren sie sich einer designinteressierten Öffentlichkeit und sind Anziehungspunkt und Kontaktbörse für die künftige Design-Elite.

Die Ideen
Die Schränke von Danubio Antunes Sampaio sind in der Höhe beweglich — der Schrank kommt dem Menschen entgegen, nicht der Mensch bückend oder sich streckend dem Schrank.



Elisa Marianne Olalde Roa lässt
per Beamer Informationen, zum Beispiel Rezepte, an die Küchenfronten projizieren, dorthin, wo der Mensch
gerade arbeitet.



Eric Bolin lässt den Waschbeckenboden sich absenken, je nachdem,
wie viel Waschplatz gebraucht wird.



Karsten Lüdtke sorgt dafür, dass sich
Ältere in ihren Küchen nicht
mehr bücken müssen — er hat
Schubladen entwickelt, die hochklappen.

Tianyu Zhang hat das mit einem
Paternostersystem gelöst.



Theresa Höfer macht Küchenschränke übersichtlicher — sie lässt Schränke sich teilen und zur Seite schieben, um
an die hinteren Dinge zu kommen.



Lisza Döhring hat verschiedene
Entwürfe zum Grundriss einer Reihenhausküche erarbeitet — angepasst für die Bedürfnisse eines älteren Ehepaares.



Mariya Dimova entwickelte Küchenfronten mit LED-Symbolen, um dementen Menschen zu helfen.



Philip Belosa hat sich ein Wandschienensystem ausgedacht, an das die verschiedenen Küchenschränke
einfach angebracht und je nach Nutzer ergonomisch verändert werden kann.
Wir haben insbesondere an ältere Menschen gedacht und wollen ihnen mit den Ideen das Leben erleichtern.“ Prof. Achim Hack von der Hochschule Wismar



Nicole Hollatz

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