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Wismar TÜV-Station jetzt auch in Wismar
Mecklenburg Wismar TÜV-Station jetzt auch in Wismar
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00:00 28.03.2014
TÜV-Plaketten fürs Auto gibt es jetzt auch im Gewerbegebiet am Rothentor in Wismar. Quelle: Neelsen Ulf-Kersten

Die Hansestadt hat einen eigenen TÜV-Standort. Bei Marco Borowski an der Flinkerskoppel in Wismar-Rothentor können Autofahrer ab sofort für die Haupt- und Abgasuntersuchung vorfahren. Der 40-Jährige hat im Oktober von Gründer Gerth Butzirus die Leitung für das gleichnamige Ingenieurbüro übernommen, das von Beginn an auf Gutachten für Kraftfahrzeuge spezialisiert war.

„Irgendwie hat jetzt alles gepasst, die Betriebsübernahme und die räumlichen Bedingungen“, erklärt Marco Borowski. Der Kfz-Meister, der in der Region geboren wurde und in Pinneberg Betriebswirtschaft studiert hat, ist selbst vom Technischen Überwachungsverein (TÜV) zertifizierter Sachverständiger für motorisierte Fahrzeuge aller Art. Also lag es nahe, eine TÜV-Station einzurichten.

Er habe schon viele positive Reaktionen erhalten, sagt Marco Borowski. „Viele Wismarer schätzen die Möglichkeit, dass sie die Haupt- und Abgasuntersuchung jetzt quasi vor der Haustür machen lassen können und nicht mehr nach Gägelow fahren müssen.“ Bisher war dort der einzige Standort des TÜV Nord in der Region. Sieht der dortige Stationsleiter Alexander Fenner in dem Neuling eine Konkurrenz?

Der 54-Jährige lacht: „Nein, auf keinen Fall. Es ist eine Partnerschaft, denn schließlich sind dort ja unsere Leute im Einsatz.“ Der TÜV Nord habe mit dem Ingenieurbüro eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Der Standort an der Flinkerskoppel sei vielmehr die Wiederbelebung einer ehemaligen Prüfstelle. Sie war von der Fahrzeug-Sicherheitsprüfung und Service GmbH (FSP), einem Partner des TÜV Rheinland, betrieben worden, vor Jahren aber mangels Nachfrage geschlossen.

Autos fuhren weiterhin an der Flinkerskoppel vor. Gerth Butzirus hatte 1991 ein Ingenieurbüro gegründet, sich auf das Erstellen von Kfz-Gutachten spezialisiert und dort seinen Standort. Nach 22 Jahren im Betrieb und mit 65 verabschiedete sich der Gründer in den Ruhestand. „Er hat mir daraufhin die Übernahme des Büros angeboten und ich habe Ja gesagt“, berichtet Marco Borowski. Butzirus wusste, wem er das Angebot machte, denn Borowski war als selbstständiger Kfz-Sachverständiger mehrfach für ihn tätig.

Die bisherigen Leistungen des Ingenieurbüros bleiben neben dem TÜV-Standort bestehen, versichert der neue Chef. „Nach einem Unfall hat der Geschädigte das Recht, einen unabhängigen Sachverständigen mit der Bemessung des Schadens zu beauftragen“, sagt Marco Borowski. Und das sei auch sehr zu empfehlen, um seine Ansprüche zu sichern. Im Ingenieurbüro Butzirus, denn der Name ist geblieben, würden auch weiterhin Schadens- und Wertgutachten erstellt.

Das Ingenieurbüro zu übernehmen und eine TÜV-Prüfstelle aufzumachen, ging allerdings nicht in einem Zug. „Wir mussten erst einige Umbauarbeiten machen und renovieren“, erklärt Marco Borowski, der in der Nähe von Wismar mehr als 20 Jahre im Werkstattbereich tätig war, unter anderem als Service- und Betriebsleiter. Doch jetzt ist alles fertig und die Kunden können mit ihren Fahrzeugen kommen. Vorerst mittwochs, donnerstags und freitags von 12 bis 14 Uhr. „Wir haben die Planungen aber noch nicht abgeschlossen“, sagt Alexander Fenner. Das Ziel sei aber durchaus, die Haupt- und Abgasuntersuchungen täglich anzubieten. Der zweite große Fahrzeugprüfer, die Dekra, hat seine Wismarer Außenstelle ebenfalls in der Nähe der Schweriner Straße. Er wollte sich über die Konkurrenz durch den neuen TÜV-Standort nicht äußern. „Dazu gibt es von uns keine Stellungnahme“, hieß es.

Der TÜV Nord
Die TÜV-Nord-Gruppe zählt mit mehr als 10 000 Mitarbeitern zu den größten technischen Dienstleistern. In 70 Ländern in Europa, Asien, Afrika und Amerika sind ihre Kompetenz in Beratung, Service und Prüfung gefragt.
Zu den Geschäftsbereichen gehören Industrieservice, Mobilität, Informationstechnik und Bildung. Mit Dienstleistungen in den Bereichen Rohstoffe und Raumfahrt hat der TÜV Nord eigenen Angaben zufolge ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche.
Leitmotiv: „Wir machen die Welt
sicherer.“



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