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Wendorf: In einem Jahr sollen Häuslebauer starten

Wismar Wendorf: In einem Jahr sollen Häuslebauer starten

Auf Areal wird Erschließung vorbereitet / Fertigstellung 2020 geplant

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So soll das Wohngebiet in Wismar-Wendorf nach der Fertigstellung aussehen. 86 Grundstücke entstehen auf 14 Hektar. VISUALISIERUNG: LGE/JÖRG NITSCHKE

Wismar. „Exklusive und ruhige Lage am Meer“ sowie nur „wenige Minuten bis zum Strand“. Damit wirbt die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH auf ihrer Internetseite für das neue Wohngebiet im Seebad Wendorf in Wismar. Auf der rund 14 Hektar großen Ackerfläche entstehen 86 Eigenheim-Grundstücke in der Größe zwischen 1000 und 2000 Quadratmeter – manche mit Meerblick.

OZ-Bild

Auf Areal wird Erschließung vorbereitet / Fertigstellung 2020 geplant

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Die Bagger sind auf der Fläche westlich der Median Klinik bereits im Einsatz. „Derzeit werden die vorbereitenden Maßnahmen für die Erschließung durchgeführt“, erklärt Robert Erdmann, Geschäftsführer der LGE. Als mögliche Verdachtsstelle wird die Erde auf archäologische Funde überprüft. „Daran werden sich nahtlos die Erschließungsarbeiten anschließen“, erklärt Erdmann. „Ich gehe davon aus, dass wir damit in den nächsten Wochen beginnen werden.“ Läuft alles nach Plan, können dann Ende 2017/Anfang 2018 die Häuslebauer starten. „Bis dahin wollen wir die Straßen gebaut sowie alle notwendigen Medien, wie Wasser und Strom, verlegt haben.“ Später, wenn der Großteil der Gebäude errichtet ist, werden die Grünflächen, Spielplätze und der finale Straßenbelag in einem weiteren Erschließungsabschnitt realisiert. „Ich schätze, dass wir dann 2020/21 komplett durch sein werden“, lautet Erdmanns Prognose.

Das Interesse an dem Wohngebiet scheint groß. Mehr als 150 Anfragen seien bereits bei der LGE eingegangen, so der Geschäftsführer. Ende dieses Jahres sollen die Unterlagen – ein Plan der Parzellen und die jeweiligen Preise – an die Interessenten verschickt werden, sodass sich diese auf ihr Wunschgrundstück bewerben können. „Der Grundstückspreis beginnt ab 90 Euro pro Quadratmeter“, erzählt Erdmann. Der Durchschnittspreis liegt bei 130 Euro, entscheidend sind Größe und Lage. „Wir wollen allen Interessenten einen guten Einstiegspreis bieten“, sagt Erdmann.

Die Proteste gegen das Wohngebiet waren laut – und halten immer noch an. Die Bürgerinitiative „Wisun“ hatte im Frühjahr Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt und diese der Bürgerschaft vorgelegt. Dennoch haben die Wismarer Stadtvertreter Ende Mai dem Vorhaben mehrheitlich zugestimmt.

Kritik hangelte es unter anderem dafür, dass 34 Bäume für die Zufahrtsstraße gefällt werden müssen, die Arbeiten auf dem 90 Meter langen Abschnitt laufen derzeit. Zahlreiche der markierten Bäume wurden vorab aus Protest mit bunten Fähnchen versehen. „Die Planung der Hansestadt Wismar für die Zufahrt entstand auf Basis der Abstimmungen mit der benachbarten Median Klinik und weiteren Beteiligten. Zuwegungen aus anderen Richtungen konnten leider aus unterschiedlichen Gründen nicht umgesetzt werden. Weitere Bäume werden nicht gefällt“, heißt es dazu von der LGE. 120 Bäume werden als Ausgleich westlich und südlich des Küstenwaldes gepflanzt.

Einige Gegner des Projekts üben auch Kritik in Sachen Bebauungsplan. So wird der Stadtverwaltung zu wenig Transparenz bei den Veränderungen vorgeworfen.

Vanessa Kopp

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