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Westkai nach fast zwei Jahren Bauzeit freigegeben

Wismar Westkai nach fast zwei Jahren Bauzeit freigegeben

Sanierung kostet 2,1 Millionen Euro / 90 Prozent des Geldes kommen vom Land / 16 Sportboote und zwei Ausflugsschiffe können an der Kaimauer anlegen

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Der sanierte Westkai im Wismarer Westhafen ist 205 Meter lang und bietet 18 Bootsliegeplätze.

Quelle: Fotos: Uli Jahr, Hans-Joachim Zeigert, Haike Werfel

Wismar. Rund 2,1 Millionen Euro hat es gekostet, aus dem verwahrlosten Ausrüstungskai des früheren Werfthafens eine moderne Kaianlage im Westhafen mit gepflasterter und begrünter Freifläche zu machen. Der 205 Meter lange Westkai bietet jetzt Liegeplätze für 16 Sportboote sowie für zwei größere Ausflugs- oder Anglerschiffe. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) hat den Westkai gestern im Beisein von Planern, Bürgerschaftsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern offiziell freigegeben.

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Sanierung kostet 2,1 Millionen Euro / 90 Prozent des Geldes kommen vom Land / 16 Sportboote und zwei Ausflugsschiffe können an der Kaimauer anlegen

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Wir haben diesen Bereich im Westhafen touristisch aufgewertet.“Thomas Beyer (SPD),

Bürgermeister

„Wir haben diesen Bereich touristisch aufgewertet und ein kleines Stück Hafen geschaffen“, sagte Beyer und wies darauf hin, dass der Tourismus ein zusätzliches Standbein der Hansestadt ist. Die touristische Nutzung des städtischen Teils des Westkais biete sich nicht nur deshalb an, weil in der direkten Nachbarschaft mit der Marina am Westhafen-Ostkai bereits touristische Infrastruktur vorhanden ist. Auch die relative Nähe zur historischen Innenstadt mit ihrem Weltkulturerbe-Status spreche dafür. Der Bürgermeister dankte den Planern, den Baufirmen, seinen beteiligten Mitarbeitern in der Stadtverwaltung sowie der Bürgerschaft, die das Budget beschlossen hat. Den Nutzern wünschte Thomas Beyer immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Claus Ennen, Geschäftsführer der KMT Port Consult GmbH, ein Hamburger Architekten- und Ingenieurbüro, brachte den Schandfleck in Erinnerung, bevor 2011 die Planung begann. „Das Gelände war industriell geprägt mit Gleisen der Werft und unbekannten Leitungen. Ein rostgeprägter Eindruck.“ Die Bauarbeiten begannen Mitte des Jahres 2014. Rund 500 Kubikmeter Stahlbeton mussten abgebrochen und etwa 3000 Quadratmeter Oberflächenbefestigung, darunter zum Teil belastetes Material, beräumt werden. Die sieben vorhandenen Großpoller wurden demontiert, eingelagert, aufgearbeitet und wieder montiert.

„Bei der Sanierung wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, den maritim-industriellen Charakter der Kaianlage zu erhalten“, erklärte Planer Ennen. Die Konstruktion aus den 1950er-Jahren blieb größtenteils erhalten. Zur Sanierung und optischen Aufhellung wurde der Stahlbetonholm erneuert. Dafür wurden rund 600 Kubikmeter Stahlbeton beziehungsweise Beton eingebaut und etwa 50 Tonnen Bewehrungsstahl verwendet. Die circa 550 Quadratmeter große Betonfläche wurde abgestrahlt. Dafür kamen auch Taucher zum Einsatz.

Die Sportbootmarina im südlichen Teil des Westkais verfügt über sechs Betonschwimmstege, acht begehbare Auslegerstege und eine Übergangsbrücke aus Aluminium. Zur Ausrüstung gehören ferner vier Elektro- und zwei Wassersäulen. Im nördlichen Teil des Kais sind die beiden Liegeplätze für größere Ausflugs- oder Anglerschiffe vorgesehen.

Die Freifläche zwischen der Kaikante und der Straße Am Westhafen wurde befestigt und neu gestaltet. Kaianlage, Gehwege und Autostellplätze sowie eine Wendeanlage wurden gepflastert. Für Grün dazwischen sorgen Rasen, Sträucher und elf Bäume. Auch an die jüngsten Besucher haben die Planer gedacht und zwei Spielpunkte geschaffen. Spaziergänger können sich auf acht Sitzbänken ausruhen.

Pedalritter finden ebenfalls acht Fahrradbügel vor.

Geschäftsführer Claus Ennen bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Er würdigte Personen mit Visionen und lobte jene, die die Idee hatten, „den Industriestandort wieder näher an die Stadt zu bringen“.

Zahlen und Fakten

205 Meter lang ist der sanierte Westkai im Westhafen. Die Gesamtfläche beträgt rund 6000 Quadratmeter, davon wurden etwa 70 Prozent befestigt.

Die Bauarbeiten begannen am 21. Juli 2014. Zunächst erledigte die Firma Büchert aus Rostock Abbrucharbeiten. Die Betonsanierung und Stahlbauarbeiten führte die Firma Züblin aus Rostock aus. Mit der Flächenbefestigung und -gestaltung wurde die Firma Eurovia Verkehrsbau Kavelstorf beauftragt. Die Schwimmsteganlage baute die Firma Ackermann Yachthafenausrüstung in Röbel.

2,1 Millionen Euro etwa kostet die Investition. 90 Prozent davon hat das Land Mecklenburg-Vorpommern aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert.

Von Haike Werfel

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