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Wismarer Initiative in Berlin geehrt

Berlin/Wismar Wismarer Initiative in Berlin geehrt

In der Hansestadt fehlen in den nächsten zehn Jahren 2500 Fachkräfte

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Der Nachwuchs bei Egger: Jonas Daudert (17, erstes Lehrjahr zum Industriemechaniker, vorne) und Rafael Koslov (21, erstes Lehrjahr zum Mechatroniker) arbeiten gemeinsam an einer Maschine, die in die Egger-Produktion eingebaut wird.

Quelle: Nicole Hollatz

Berlin/Wismar. „Bei uns gibt es den Meerblick zum Job gratis dazu!“ Für ihr besonderes Engagement bei der Sicherung von Fachkräften wurde die Wirtschaftsinitiative Ostseeraum Wismar (Wow) in Berlin vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgezeichnet. Ein großes Lob für die noch sehr junge Privatinitiative. Staatssekretär Thorben Albrecht bei der Preisverleihung: „Es ist unser gemeinsames Ziel, lebenswerte Regionen zu gestalten, in denen die Menschen gerne arbeiten und leben. Deshalb müssen wir unsere Anstrengungen zur Fachkräftesicherung auf eine Arbeitswelt im Wandel ausrichten und müssen vor Ort weiter aktiv bleiben.“

„Wir haben mal überschlagen, alleine in den nächsten zehn Jahren fehlen uns 2500 Fachkräfte“, fasst Ralf Lorber vom Wismarer Egger-Standort die Zahlen für die neun Firmen des Netzwerkes zusammen. Deswegen das Netzwerk „Wow“. Er erzählt, dass viele Menschen die Lage der Wirtschaft in Wismar und der Region als negativ beurteilen. Grundlos, angesichts stetig wachsender, international agierender Unternehmen in der Hansestadt. Er erzählt von jungen Schulabgängern oder Azubis, die lieber in den Westen gehen, weil sie glauben, dort mehr verdienen zu können. Oder von Studienabbrechern, die in der Luft hängen – alles potenzielle Fachkräfte für die Unternehmen der Region. Bei denen wollen die „Wow“-Akteure ansetzen, den jungen Menschen klarmachen, dass sie auch in Wismar und in der Region sehr gute Perspektiven haben. Dazu Meerblick, Strand, im Vergleich zu Hamburg und Co. bezahlbareren Wohnraum und mehr. „Die Menschen sollen hier arbeiten, statt in einer völlig überfüllten Stadt wie Hamburg im Stau zu stehen“, sagt Lorber. „Wir brauchen die Menschen hier.“ Alleine im Wismarer Egger-Werk muss es in den nächsten zehn Jahren 400 Neueinstellungen geben.

„Ab 2018/2019 gehen jedes Jahr bei uns um die 40 Mitarbeiter in Rente“, erklärt Lorber. Die Generation der „Baby-Boomer“ kommt ins Rentenalter. „Der demografische Wandel wird uns hier hart treffen“, spricht Lorber vielen Unternehmern aus der Seele. „Das ist ein großes Risiko für ein Unternehmen, wenn es keine Leute bekommt“, stellt er fest. Weiter: „Erfolg wird über Investitionen in Mitarbeiter realisiert – die größte Investition ist nichts wert, wenn ich keine Belegschaft habe.“

„Wow“, das sind neun große Unternehmen, die zusammen dafür werben, dass die Schulabgänger, Azubis und Arbeitnehmer in Wismar bleiben. Auch mit einer Selbstverpflichtung, beispielsweise für faire Bezahlung als „Einstellungskriterium“, um bei „Wow“ als Unternehmen mitmischen zu dürfen. Vereinbarung von Familie und Beruf, flexible Arbeitszeiten, Karriere- und Aufstiegschancen, umweltbewusstes und nachhaltiges Denken und Handeln sind die weiteren „Wow“-Versprechen seitens der Arbeitgeber. Der Wettbewerb der Wirtschaftsregionen um die guten Fachkräfte ist im vollen Gange.

Die Auswahlkriterien für die „Wow“-Unternehmen sind streng. „Das sind Firmen, die gut und ehrlich sind, gerade den Mitarbeitern gegenüber. Die gut sind für die Region“, so Ralf Lorber. Das Konzept soll weiterentwickelt werden – ohne staatliche Förderung oder eine zwischengeschaltete Institution.

Die Macher von Wow

Egger Holzwerkstoffe Wismar GmbH & Co. KG

Ilim Nordic Timber GmbH & Co. KG

Seehafen Wismar GmbH

Steigenberger Hotel „Stadt Hamburg“ Wismar

Euroimmun Medizinische Labordiagnostika AG

Jackon GmbH

Lear Corporation GmbH

clicksolutions GmbH

Lachs von Achtern GmbH & Co. KG

Beirat:

Agentur für Arbeit Schwerin

Landkreis Nordwestmecklenburg

Hansestadt Wismar

Hochschule Wismar

Moderation:

Dotzlaff Consulting GmbH - Institut für innovative Unternehmensentwicklung

Kontakt: Wow

Wirtschaftsinitiative Ostseeraum Wismar, Alter Holzhafen 3, 23966 Wismar, Telefon 03841/6620490,

wow@ostseeraum-wismar.de

Nicole Hollatz

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