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Wohngebiet Wendorf erregt die Gemüter

Wismar Wohngebiet Wendorf erregt die Gemüter

Die Bebauung der Ackerfläche im Seebad bewegt die Wismarer / Diskussion auch im sozialen Netzwerk Facebook

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Auf der Ackerfläche neben der Median Klinik im Seebad Wendorf entstehen 86 Bauplätze.

Quelle: Ulrich Jahr

Wismar. Ein Thema, das Wismar bewegt: das neue Wohngebiet im Seebad Wendorf. Die Bürgerschaft hat nach langer Diskussion grünes Licht für die Erschließung der Ackerfläche neben der Median Klinik gegeben (die OZ berichtete), doch die Debatte geht auch nach dem Beschluss noch weiter.

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Die Bebauung der Ackerfläche im Seebad bewegt die Wismarer / Diskussion auch im sozialen Netzwerk Facebook

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„Mich verwundert die Aussage von Herrn Bürgermeister Beyer, die Bürgerinitiative ,Wisun’ habe eine rote Linie überschritten“, schreibt Sönke Reimann in einem Leserbrief. Thomas Beyer (SPD) kritisierte in der vergangenen Bürgerschaftssitzung das Diskussionsverhalten der Bürgerinitiative, die sich gegen das Wohngebiet starkmacht. Beyer gehe es zu weit, wenn seinen Mitarbeitern nicht demokratisches Verhalten vorgeworfen werde. „Dies wirkt auf mich wie ein Konstrukt, um sich als Opfer darzustellen und seine Umgangsweise mit der Bürgerinitiative zu legitimieren.“ Für den Bürgermeister war die Art und Weise der Diskussion nicht akzeptabel. „Hier kann ich ihm nur beipflichten“, so die Reaktion von Reimann. „Die einzige direkte Diskussion, an die ich mich erinnere, fand während des Stadtteilgesprächs in Wendorf im Februar statt.“ Viele der konkreten Fragen und Hinweise auf Unstimmigkeiten während der Planung seien weiterhin nicht geklärt und sollen Reimanns Meinung nach auch nicht geklärt werden. „Anders kann ich mir den Ablauf der Bauausschusssitzung, die sich mit dem B-Plan des Wohngebietes beschäftigen sollte, nicht erklären. Ich hatte kein Rederecht erhalten und laut Protokoll waren wir nicht einmal anwesend.“ Eine Diskussion der von ,Wisun’ an die Ausschussmitglieder übersandten Fragen und Hinweise habe im Fachausschuss ebenfalls nicht stattgefunden.

„Unsere Küstenlandschaft – so wie im B-Plan jetzt vorgesehen – zu bebauen, schmerzt, mehr aber noch die Verweigerung der Stadt, sich mit den Menschen und deren Bedenken in einem echten Dialog auseinanderzusetzen“, bedauert Reimann. „Wir haben noch weit mehr zu verlieren als ein Stück Küstenlandschaft!“

Auch im sozialen Netzwerk Facebook gab es zahlreiche Reaktionen zu Thema Wohngebiet Wendorf. Michael Tiedke schreibt: „Eine Aufwertung für den ganzen Stadtteil und bestimmt bald ein schönes Wohngebiet.“ Moritz Stemmler sagt dazu: „Ein schönes Gebiet! Und wenn der Bedarf da ist, muss die Stadt handeln. Wo, wenn nicht in Wendorf?“ Thorben Gezilak sieht den Beschluss positiv, wenn auch kritisch: „Sicher ist es immer ein wenig misslich, wenn man Ackerfläche für neue Wohngebiete freigeben muss. Ich gebe aber zu bedenken, dass die Hansestadt Wismar gerade in den 90er-Jahren viele Einwohner in den Stadtumlandraum verloren hat, weil es in der Stadt nicht genügend Bauflächen gab. Die Folge war und ist, dass viele finanzstarke Bürger im Umland leben und ihre Steuern dort abführen.“ Hannes Nadrowitz, Kreisvorsitzender der Jungen Union, schreibt: „Der Bedarf ist schlichtweg da. Seit zwei Jahren ist es Thema, es gab genügend Möglichkeiten sich einzubringen. Das Thema wurde oft diskutiert, auch die Fraktionen haben ihren Standpunkt deutlich gemacht. Die Bürgerschaft muss das große Ganze sehen und kann nicht für Partikularinteressen eintreten.“

Vanessa Kopp

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