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XXL-Gewerbegebiet schafft Platz für Unternehmen

Wismar XXL-Gewerbegebiet schafft Platz für Unternehmen

130 Hektar groß ist die Fläche zwischen Wismar und Hornstorf / Seit mehr als zehn Jahren laufen die Gespräche / 2017 soll die Kreuzung am Nord-Ost-Zubringer ausgebaut werden

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Wismar. . Die Hansestadt Wismar wird zum Werftstandort Nummer eins in Mecklenburg-Vorpommern. 105 Millionen Euro will der malaysische Genting-Konzern in Wismar investieren. Zum Vergleich: zehn Millionen Euro in Rostock und 15 Millionen in Stralsund. Prompt ist die Rede davon, dass Flächen knapp werden könnten. Erst in der vergangenen Woche wurden zwei Hektar im Gewerbegebiet Alter Holzhafen an die Werft verkauft. Darauf soll eine Beherbergung für Mitarbeiter, Crew-Mitglieder, Zulieferer und Partnerunternehmen entstehen (die OZ berichtete).

Beim Thema Flächenbedarf rückt der Gewerbestandort Wismar-Hornstorf nun wieder in den Fokus. Dieser gehörte zu den sechs Großgewerbegebieten von mindestens 100 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern, die das Land im Rahmen einer Standortoffensive unterstützen wollte. Das ist zwölf Jahre her. „Der rote Teppich für Investoren ist ausgerollt“, sagte im Jahr 2004 der damalige Minister für Arbeit, Bau und Landesentwicklung in MV, Helmut Holter (Linke). Der Anschluss an die A 20 und die Nähe zum Wismarer Hafen wurden als dicke Pluspunkte gepriesen. Daraus geworden ist bis zum heutigen Tage nichts.

Doch nun kommt Bewegung in den Ausbau. Im Mai haben die Stadt Wismar und die Nachbargemeinde Hornstorf eine Vereinbarung zur Kostenteilung für den Kreuzungsausbau zu beiden Seiten des Nord-Ost-Zubringers unterzeichnet. Denn die potenziellen Gewerbeflächen befinden sich beidseitig der Osttangente. Von 130 Hektar ist die Rede, Hornstorf und Wismar bringen jeweils etwa die Hälfte ein. Die Kosten belaufen sich auf etwa 450000 Euro. 90 Prozent werden durch das Land gefördert, den Rest teilen sich die beiden Kommunen zu jeweils 50 Prozent. Dieser erste Bauabschnitt, der Anschluss an die Osttangente, soll 2017 realisiert werden. Ab 2018 soll dann mit der inneren Erschließung auf dem westlichen Teil – in der Gemarkung Wismar – begonnen werden.

„Wir haben einen Durchbruch erzielt“, sagt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Gemeinsam mit Andreas Treumann, Bürgermeister der Gemeinde Hornstorf, sprach er vor wenigen Wochen zum zweiten Mal im Wirtschaftsministerium vor. „Die verkehrliche Erschließung ist nun der erste Schritt.“ Ganz tatenlos sei die Stadt jedoch nicht gewesen: „Mit dem Ausbau des Gewerbegebiets Dargetzow haben wir bereits begonnen“, ergänzt Beyer. Fast zwölf Hektar umfasst diese Fläche, auf der seit etwa einem Jahr gebaut wird.

Die Gemeinde Hornstorf wird beim Ausbau ihrer Hälfte von der Landesgrunderwerb (LGE) GmbH unterstützt. „Beim Anwerben der Flächen wird die LGE für uns aktiv“, erklärt Treumann (Wählergemeinschaft). Die Gemeinde habe nicht die Kapazitäten, um den betroffenen Landwirten entsprechendes Tauschland anbieten zu können. Wann die Erschließung der Fläche beginnen soll, kann der Bürgermeister noch nicht sagen. „Doch wir werden das in diesem Jahr weiter vorantreiben. Die wirtschaftliche Entwicklung ist positiv, deshalb wollen wir unsere Flächen schnell anbieten können.“

Und warum hat dieser ganze Prozess so lange gedauert? „Zum einen war der Druck anfangs nicht so groß“, räumt Treumann ein. „Die LGE sollte anfangs das Gebiet alleine entwickeln, das wurde jedoch nicht so forciert, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Deshalb gebe es nun eine neue Basis des Vertrags, die der Gemeinde mehr Einfluss gebe. „Seit 2015 arbeiten wir, die Stadt Wismar und die Gemeinde Hornstorf, jedoch wieder intensiv daran, voranzukommen – noch vor Genting“, betont Treumann. „Im Hinblick auf die Hafenentwicklung müssen wir ausreichend Fläche vorhalten können. Und dafür wird eben zusammengearbeitet, wo es passt.“

Heiko Hoffmann und Vanessa Kopp

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