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Zweckverband Wismar: Gebühren bleiben stabil

Lübow Zweckverband Wismar: Gebühren bleiben stabil

Verbraucher müssen bis 2019 für Trinkwasser und Schmutzwasser nicht mehr bezahlen / Mittelfristig werden die Preise aber steigen

Lübow. Die gute Nachricht zuerst: Die Trinkwassergebühren beim Zweckverband (ZV) Wismar sollen bis 2019 stabil bleiben. Derzeit kostet der Kubikmeter Wasser netto 1,35

 

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1,35 Euro kostet der Kubikmeter Trinkwasser netto beim Zweckverband Wismar. Der Preis soll bis 2019 stabil bleiben.

Quelle: Fotos: Udo Burwitz, Nicole Buchmann
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Der Zweck- verband Wismar entwickelt sich positiv.“ Grit Glanert, Verbandsvorsteherin

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1,35 Euro kostet der Kubikmeter Trinkwasser netto beim Zweckverband Wismar. Der Preis soll bis 2019 stabil bleiben.

Quelle: Fotos: Udo Burwitz, Nicole Buchmann

Euro, 1,44 Euro brutto. Beim Schmutzwasser sollen die Gebühren ebenfalls erst einmal eingefroren werden. Für dessen Entsorgung verlangt der Zweckverband brutto 2,61 Euro pro Kubikmeter. Ab 2020 müssten die Preise jedoch moderat angehoben werden, schätzt Wirtschaftsprüfer Jan Reinke von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RMS Nordrevision.

„Der Zweckverband Wismar entwickelt sich positiv“, stellte Verbandsvorsteherin Grit Glanert am Mittwochabend in der Verbandsversammlung in Lübow fest. Diese Einschätzung teilt der Wirtschaftsprüfer.

Er attestierte dem Verband „eine solide wirtschaftliche Entwicklung“. Das Betriebsergebnis sei von 2010 bis 2014 um etwa 200000 Euro gesteigert worden. Gleichzeitig sei die Zinslast durch die Tilgung von Darlehen gesunken. Vor sechs Jahren musste der ZV Wismar 687000 Euro an Zinsen zahlen, 2014 noch 477000 Euro.

In der Sparte Trinkwasser stiegen die Umsätze im Vergleichszeitraum zwar nur von 3,69 Millionen auf 3,71 Millionen Euro. „Der Jahresüberschuss konnte jedoch von 313000 Euro auf 530

000 Euro gesteigert werden, weil die Aufwendungen relativ konstant blieben“, erklärte Jan Reinke.

Beim Schmutzwasser stieg der Umsatz von 2010 bis 2014 ebenfalls leicht an, jedoch reduzierte sich der Jahresüberschuss – auch aufgrund von Baumaßnahmen. Dennoch kommt der Wirtschaftsprüfer auch hier zu einem insgesamt positiven Ergebnis. Auch, weil sich der Anteil des Eigenkapitals in der Bilanzsumme von zwölf auf 21 Prozent erhöht hat.

Auf dem Gebiet von Passee im Osten bis Hohenkirchen im Westen und von Boiensdorf im Norden bis Bad Kleinen im Süden betreibt der ZV Wismar 42 zentrale Kläranlagen, 28 Tiefbrunnen, sieben Wasserwerke und acht Druckstationen. Zudem stehen in dem Bereich vier Hochbehälter. Die dezentrale Versorgungsstruktur ist aus Sicht der Wirtschaftsprüfer notwendig, da der ZV ein großes, durch Landwirtschaft geprägtes Gebiet mit relativ wenig Einwohnern betreut. In den 25 Verbandsgemeinden leben insgesamt etwa 34000 Menschen.

„Große Städte oder Industrieansiedlungen fehlen, doch aufgrund des Tourismus im Sommer muss der Zweckverband größere Kapazitäten bei der Wasserver- und -entsorgung vorhalten“, stellte Jan Reinke fest. Zudem benötige er ein umfangreiches Rohrnetz. Doch trotz der dezentralen Wasserwerke seien die Leitungen sehr lang. „Negativ auf den ZV wirkt sich auch die stagnierende Bevölkerungsentwicklung aus“, ist die Meinung des Wirtschaftsprüfers.

Dennoch sei der Zweckverband Wismar im Kern gesund. So gesund, dass er für neue Bauvorhaben durchaus Kredite aufnehmen kann, ohne die Sorge, sie mittel- oder langfristig nicht bedienen zu können.

Und um fremdes Kapital wird der Zweckverband nicht herumkommen, will er seine für 2017 geplanten Bauvorhaben umsetzen. Eines, das Grit Glanert seit ihrem Amtsantritt vor gut anderthalb Jahren am Herzen liegt, ist die Niederschlagswasserbeseitigung in Bad Kleinen. „Da müssen wir unter der Bahn durch. Die Gespräche mit der DB sind zwar immer sehr freundlich, aber eben auch sehr langwierig“, sagte die Verbandsvorsteherin. Knapp drei Millionen Euro sind für die Baumaßnahme insgesamt veranschlagt. 800000 Euro wurden bereits im Wirtschaftsplan für dieses Jahr bereitgestellt. „Wir hoffen, dass wir dann spätestens im nächsten Jahr auch wirklich anfangen können“, sagte Grit Glanert.

Ebenfalls ein großer Brocken ist die geplante Kläranlage in Hornstorf. Etwa 3,5 Millionen Euro wird sie kosten, drei Millionen sind für 2017 eingeplant. „Der Zeitplan für den Bau steht inzwischen fest“, erklärte die Verbandsvorsteherin. Und dann stehen im Investitionsplan für 2017 hinter der kryptischen Bezeichnung: KA + AWÜL ZvWis West noch einmal stattliche fünf Millionen Euro. Die Auflösung: Der Zweckverband Wismar plant, in Gägelow eine Kläranlage (KA) mit Abwasserüberleitung (AWÜL) zu bauen. „Der Hintergrund ist, dass die Durchleitungsvereinbarung mit der Hansestadt Wismar ausläuft“, erklärte Grit Glanert. Und derzeit sähe es so aus, dass eine eigene Anlage im westlichen Verbandsgebiet kostengünstiger sei.

Sylvia Kartheuser

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