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Zweitaktgeknatter und schicke Karossen

Gägelow Zweitaktgeknatter und schicke Karossen

Oldtimerfans präsentieren fast 100 Jahre Automobilgeschichte vor dem MEZ in Gägelow

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Was für ein Anblick! Viele Besucher staunten und verweilten lange bei den gut hundert verschiedenen Oldtimermodellen.

Gägelow. Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich den Besuchern des MEZ am Sonnabend. Wo sonst die Kunden des Einkaufszentrums ihre Pkw abstellen, parkten nun gut hundert Oldtimer. Manch ein modernes Auto stand trotzdem zwischen all den betagten Fahrzeugen und machte den Unterschied zwischen der Automobilbaukunst von vor 50, 60 oder gar 90 Jahren deutlich.

OZ-Bild

Oldtimerfans präsentieren fast 100 Jahre Automobilgeschichte vor dem MEZ in Gägelow

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Schöne, runde, bei den amerikanischen Oldtimern wunderbar ausladende Formen – bei diesem Anblick ging vielen Betrachtern das Herz auf, egal ob Mann oder Frau.

„Die Menschen lächeln. Ich sehe, wenn ich mit dem Ford fahre, immer in glückliche Gesichter“, erzählte Martin Jäckel, 56-jähriger Kfz-Mechaniker aus Hamburg. Sein Ford ist deutlich älter als er:

Baujahr 1928 und ein Schmuckstück. Beim Oldtimertreffen in Gägelow wurde es als ältestes Fahrzeug und als das mit der weitesten Anreise ausgezeichnet.

Für den Hamburger ist der Ford ein Alltagsauto. Vielleicht nicht für jeden Tag, aber für jeden Einkauf, sagt er. Und eben auch für Strecken wie von Hamburg nach Gägelow und zurück. Er hatte in der OSTSEE-ZEITUNG vom Oldtimertreffen gelesen, sich spontan angemeldet und auf den Weg gemacht. „Da hupt keiner, wenn ich zu langsam fahre. Die Menschen fahren eine Weile hinter mir her, dann überholen sie ganz vorsichtig“, erzählt er schmunzelnd. Als Kfz-Mechaniker ist er natürlich von der Technik begeistert. Es alles noch sichtbar, statt mit einer Plastikverkleidung überzogen.

Auch Rolf Mahnke aus Neukloster liebt diese alte Technik. Er brachte seine beiden Motorräder mit, eine Triumph, Baujahr 1941, und seine NSU (Kurzwort für den Stadtnamen Neckarsulm) von 1928, beide im Originalzustand inklusive rostiger Oberfläche. „Auf der NSU habe ich als 14-Jähriger Motorrad fahren gelernt“, erzählte Rolf Mahnke. Seitdem ist sie im Besitz des inzwischen 76-Jährigen. Auf die Frage, ob er an den fahrbereiten Maschinen viel rumschrauben müsse, lacht er und sagt: „Wieso, die laufen doch! Ich muss nur fahren und tanken.“

„Einfach irre“, kommentierte MEZ-Centermanagerin Karina Stenker das bunte Treiben, das Motorengeknatter und die Fachgespräche mit Blick in die geöffneten Motorhauben. Alle zwei Jahre rollen sonst die Mitglieder der „East Coast Cruiser“ aus Rostock mit ihren stilvollen amerikanischen Oldtimern aufs MEZ-Gelände. Dieses Jahr sollte die Schau größer werden. So kamen außerdem Mitglieder der Rostocker Interessengemeinschaft Oldtimer Mecklenburg e.V. sowie viele Privatpersonen mit ihren kleinen und großen Schätzen zu dem offenen Oldtimertreffen.

Einen optisch kleinen Schatz fährt Klaus Wandschneider aus Wismar. Sein Motorrad der Marke Grande A.G. Magdeburg stammt aus dem Jahr 1920. „Die ist genauso alt wie meine Mutter“, sagt der 65-Jährige und lacht. 2,5 PS auf zwei Rädern – der Wismarer hat das Motorrad liebevoll restauriert.

Das ältestes Nutzfahrzeug in der Oldtimerschau war der Traktor McCormick, Baujahr 1928, aus dem Kreisagrarmuseum Dorf Mecklenburg.

Nicole Hollatz

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