Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Bergung des gesunkenen Kutters dauert Tage
Mecklenburg Wismar Bergung des gesunkenen Kutters dauert Tage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:14 01.11.2018
Die Bergung des im Wismarer Alten Hafens gesunkenen Fischkutters dauern an. Quelle: Kerstin Schröder
Wismar

Trotz Feiertag sind auch am Mittwoch die Bergungsarbeiten im Wismarer Hafen fortgesetzt worden. „Das ist ein Havariefall, da gibt es keine Pause“, sagt Christian Hinkerohe, Chef der Tai Tech GmbH. Die ist seit Tagen damit beschäftigt, einen gesunkenen Fischkutter zu bergen. Die Aktion, das 70 Jahre alte Boot „Jas von Mund“ wieder an die Wasseroberfläche zu holen, gestaltet sich schwierig. Grund: Es könnte auseinander brechen, doch das soll unbedingt verhindert werden. Denn der Eigentümer möchte den Kutter nicht aufgeben, sondern reparieren lassen und darauf künftig wieder Fischbrötchen verkaufen.

Viele Neugierige verfolgen seit Tagen die Bergungsarbeiten im Alten Hafen. Dort hat bereits am Montag ein großer Kran das Boot an den Haken genommen. Zuvor haben Tauchern dem Schiff mehrere Gurte um den Rumpf gelegt, mit denen der 30 Tonnen schwere Kutter seither ganz langsam nach oben gehoben wird – fast in Zeitlupe. Und noch immer ist es nicht geschafft. Christian Hinkerohe vermutet, dass die Aktion auch heute noch nicht abgeschlossen werden kann. Seine Taucher holen zwischendurch immer wieder Gegenstände von Bord.

„Ziel ist es, dass wir den Kutter wieder schwimmfähig bekommen“, sagt Christian Hinkerohe. Dafür soll das Leck, durch das Boot am Mittwoch vergangener Woche innerhalb einer Stunde gesunken ist, geschlossen werden. Danach soll es dann aus eigener Kraft in die Werft fahren. So sieht jedenfalls der Plan aus. Ob er gelingt, ist noch unklar. Bei der Bergung kommen auch Luftkissen zum Einsatz.

Der Bergungsort ist mit Bändern abgesperrt. Trotzdem haben die vielen Schaulustigen einen guten Blick auf die Arbeiten: „So etwas sieht man nicht alle Tage“, sagt Berthold Maders. Den Urlauber aus Nordrhein-Westfalen zieht es schon den dritten Tag an die Hafenpromenade. „Ich möchte wissen, ob sich schon was getan hat“, ergänzt der 60-Jährige.

Die Ursache des Unterganges ist noch unklar – die soll nach der Bergung von einem Gutachter geklärt werden. Der Besitzer des Kutter hatte kurz nach dem Unglück vermutet, dass vielleicht ein Baumstamm ein Leck in den Rumpf geschlagen hat. Im benachbarten Seehafen wird regelmäßig Holz umgeschlagen. Und nach dem Vorfall ist ein Baumstamm aus dem Wasser gezogen worden, er liegt jetzt wenige Meter von der Unglücksstelle entfernt.

Die Fischer, die ihre Boote im hinteren Teil des Hafen festmachen, beklagen einen hohen Wellengang im Becken sobald es stürmisch wird. „Die Boote haben kaum Halt, sie sind nicht sicher“, kritisiert Uwe Dunkelmann, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Wismarbucht. Er sagt: Die Fischer haben Angst um ihre Kutter. Die seien im Hafen den Wellen schutzlos ausgeliefert und die Wucht des Wassers sei viel heftiger als in der Vergangenheit. Er fordert deshalb dringende Sicherheitsmaßnahmen – vielleicht in Form eines Wellenbrechers: „Das ist ein unhaltbarer Zustand, es geht hier um die Existenz der Fischer und so viele Fischer gibt es nicht mehr.“

Die Bergung des in Wismarer Hafen gesunkenen Kutter zieht sich hin

Kerstin Schröder

Wismar Interview mit Wismarer Probst - Reformation mit einer Freiheitsbotschaft

Am 31. Oktober ist frei –Reformationstag. Was bedeutete die Reformation damals, was bedeutet sie heute? Und wie kann man den Reformationsgedanken leben? Ein Interview mit Propst Marcus Antonioli.

31.10.2018

Die Messmarke im Alten Hafen ist etwa so groß wie eine 1-Euro-Münze. Legt man sein Handy darauf, zeigt sie die Standortkoordinaten des Gerätes an – und man kann sehen, wie genau das Smartphone ist.

31.10.2018

Horst Schlaffke hat sich auf das Konzert „Weihnachten mit Marshall und Alexander“ in Wismar gefreut. Zwei Karten hat er für die Veranstaltung gekauft. Doch seine Freude hat nicht lange angehalten.

31.10.2018