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Wismar Kontrollpunkt für mobile Navigationsgeräte eingerichtet
Mecklenburg Wismar Kontrollpunkt für mobile Navigationsgeräte eingerichtet
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08:54 31.10.2018
Probieren die Messstelle aus (v. l.): Wolfgang Isbarn vom Landesamt für innere Verwaltung, Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat Mathias Diederich (CDU) und Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Quelle: Kerstin Schröder
Wismar

Eine fremde Stadt erkunden, sich den Weg zu einem Ausflugsziel anzeigen lassen oder auf moderne Schatzsuche gehen – immer mehr Menschen nutzen dafür ihre Smartphones. Zahlreiche Apps wie Routenplaner und Online-Kartendienste stehen dafür zur Verfügung und greifen auf die Positionsbestimmung zurück. Damit die Handy-Besitzer auch schnell ans Ziel gelangen und nicht umher irren, sollte die Standortbestimmung der Geräte so genau wie möglich sein. Ob sie das tatsächlich sind, kann getestet werden. Dafür hat das Landesamt für innere Verwaltung, das unter anderem für das amtliche Geoinformations- und Vermessungswesen des Landes zuständig ist, bereits zwei Kontrollpunkte für mobile Navigation in Schwerin eingerichtet. Nun ist eine dritte Station in Wismar dazu gekommen – im Alten Hafen.

Die Messmarke ist etwa so groß wie eine 1-Euro-Münze. Legt man sein Handy darauf, zeigt sie die Standortkoordinaten des Gerätes an. Die kann man dann mit den amtlichen Koordinaten des Punktes vergleichen, die an einem Hinweisschild angebracht sind. Bei der Einweihung des Kontrollpunktes am Dienstag haben Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) und Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat Mathias Diederich (CDU) ihre Handys getestet und eine Übereinstimmung erzielt. Stadt und Land haben das Projekt unterstützt. Mit dem soll auch auf die Arbeit der Katasterämter aufmerksam gemacht werden. „Früher waren die Daten der Vermessungspunkte nur Fachleuten zugänglich. Heute wünschen sich auch viele Bürger und Unternehmen einen einfacheren Zugang zu Navigations- und Kartendaten“, sagt Wolfgang Isbarn, Behördenleiter des Landesamtes für innere Verwaltung. Nach und nach sollen deshalb weitere Kontrollpunkte in Betrieb genommen werden – zunächst 2019 in Rostock. „Unser Ziel ist es, dass jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt so einen Messpunkt erhält“, ergänzt Isbarn. In anderen Bundesländern gäbe es bereits viel mehr solcher Kontrollstationen. Die werden für ihre Koordinaten zweimal 24 Stunden lang vermessen.

Neben Touristen, Radfahrern und Wanderern, die ihre Einstellungen und Genauigkeiten ihres Navigationsgerätes überprüfen möchten, kann die Messmarke auch von modernen Schatzsuchern genutzt werden. Für sie ist die satellitengestützte Positionierung zu einer Art Sport geworden: Beim sogenannten Geocaching suchen sie über vorgegebene Koordinaten und Wegebeschreibungen kleine Schätze. Die nehmen sie nicht mit, sondern lassen sie für den nächsten Schatzsucher da.

Damit Neugierige den kleinen Messpunkt auch finden, werden in der Tourist-Information Flyer ausgelegt. Die Marke befindet sich in der Nähe der Anlegestelle der Ausflugsdampfer –in einer Wand des Aufganges, mit dem Rad- und Rollstuhlfahrer die Treppen vor den Geschäften überwinden können.

Kerstin Schröder

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