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Wismar Möbelbauer macht gute Geschäfte am Hafen
Mecklenburg Wismar Möbelbauer macht gute Geschäfte am Hafen
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10:25 04.12.2018
Tischler Ronny Howe montiert ein Sideboard. Mit dem kann ein Fernseher elektrisch hoch- und runtergefahren werden. Quelle: Kerstin Schröder
Wismar

Das neue Werfthotel am Wismarer Hafen wird die Kaufkraft in der Stadt erhöhen. Davon ist Torsten Goertz überzeugt. Sein Unternehmen, eine gläserne Möbelmanufaktur, befindet sich in direkter Nachbarschaft des Hotels. Wenn das wie geplant im zweiten Quartal eröffnet, wird es in 104 Zimmern Lieferanten, Berater und Gäste von MV Werften sowie für Kollegen der Schwestergesellschaften aus Asien und den USA beherbergen. „Und viele von ihnen kaufen dann hoffentlich auch bei uns ein“, sagt Goertz. Er ist zuversichtlich, dass sein Geschäft dann weiter wächst. Das tut es bereits – nach einer härteren Anfangszeit.

Hier werden Möbel gemacht

Schon als Kind hat er mit seinem Vater die verschiedensten Dinge zusammengebaut - vor allem aus Holz. Nach der Schule lässt sich Torsten Goertz zum Möbeltischler ausbilden, später studiert er Betriebswirtschaft. Nach einer mehrjährigen Arbeit im Gesundheitswesen kehrt er 2010 zum Handwerk zurück. Zusammen mit seiner Frau Kristina, einer studierten Architektin, macht sich der Zierower in Wismar selbstständig und den gemeinsamen Traum von einer eigenen Möbelmanufaktur wahr. Die Entwürfe des Handwerkers kommen an. Kunden aus Berlin, München und Hamburg, von denen viele Urlaub an der Ostsee machen, kaufen seine Kreationen. Auch die OSTSEE-ZEITUNG würdigt die Geschäftsidee: 2013 geht der OZ-Existenzgründerpreis „Interessante Gründerstory“ an das Unternehmen aus Wismar. Das beschäftigt zurzeit drei Tischler, eine Produktionsdesignerin, zwei Verkäuferinnen und zwei Auszubildene im Tischlerbereich. Hinzu kommen Torsten Goertz als Geschäftsführer und seine Frau als Marketingchefin. Ein weiterer Azubi ist im Verkauf geplant, erzählen sie.

Aufgrund des weichen Bodens am Alten Hafen steht die Möbelmanufaktur auf 58 Pfählen mit jeweils einem Durchmesser von 60 Zentimetern und einer Länge von 28 Metern. Die Gesamtnutzfläche des Hauses beträgt rund 1400 Quadratmeter. Die Werkstatt ist mit modernster Technik ausgestattet und durch große Scheiben gut einsehbar. Denn auch Führungen für Firmen, Schulen und Kitas werden angeboten und gerne gut genutzt. „Ziel ist es, den Gästen das Tischler-Handwerk näher zu bringen“, betont Goertz.

Seine Tischler, Dirk Putschko und Ronny Howe, gehören seit Jahren zum Team. Sie schätzen es, dass sie nicht jeden Tag das Gleiche produzieren müssen, sondern kreativ sein können. Bei einem gemeinsamen Frühstück jeden Freitag besprechen sie mit dem Chef die nächsten Projekte.

In den Maschinenpark hat das Ehepaar 300000 Euro investiert. Der Erstzuschnitt der Spanplatten oder des Echtholzes - vornehmlich Eiche - erfolgt mit einer Formatkreissäge. Das zugeschnittene Material wird auf einer CNC-Fräsmaschine bearbeitet – inklusive filigraner Details. Außerdem gibt es eine Kantenanleimmaschine und eine Rundsäge. Die Entscheidung, einen Neubau am Hafen zu errichten, hat Torsten Goertz nicht bereut: „In einem Gewerbegebiet wäre der Start noch schwerer geworden.“

Kerstin Schröder

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