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Wismar Wismar: Neue Stellplätze für Autos und Räder am Bahnhof
Mecklenburg Wismar Wismar: Neue Stellplätze für Autos und Räder am Bahnhof
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00:01 30.11.2017
Das Bahnhofsgelände ist zurzeit nicht besonders attraktiv, ab 2018 wird es umgestaltet. Quelle: Fotos: Heiko Hoffmann, Kerstin Schröder
Wismar

Auf Wismars Straßen ist es voll – und es wird noch voller. Denn viele Unternehmen wie MV Werften expandieren und stellen neue Mitarbeiter ein. Damit die Autos der Arbeitnehmer nicht die Stadt verstopfen, sollen neue Park-und-ride-Möglichkeiten geschaffen werden – unter anderem am Bahnhofsvorplatz. Für die Umgestaltung des Areals ist das erste Geld eingetroffen: Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) hat die Zusage über 42 000 Euro aus dem Förderfonds der Metropolregion Hamburg erhalten. Mit dem Geld, weiteren Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem städtischen Haushalt sollen Stellplätze für Fahrräder, Autos und Taxis entstehen. Der Beginn der Baumaßnahme ist für Frühjahr 2018 geplant.

Park-und-ride-Anlage entsteht, um den Stadtverkehr zu entlasten

Insgesamt kostet sie 850 000 Euro.

„Die Aufnahmefähigkeit unserer Straßen ist begrenzt“, gibt Beyer zu bedenken. Auch der Schwerlastverkehr werde zunehmen – durch die Werft, die ab dem kommenden Jahr riesige Kreuzfahrtschiffe bauen will. Ein Verkehrsgutachten geht davon aus, dass rund 1900 von 2500 Schiffbauern aus Wismar (30 Prozent) und der Region (70 Prozent) kommen. Von den in der Stadt Ansässigen werde fast die Hälfe mit dem Auto fahren, von denen aus der Umgebung fast drei Viertel der Arbeiter. Darüber hinaus rechnen die Gutachter mit 50000 Gästen pro Jahr im Besucherzentrum während der ersten zwei Jahre, mit 200 000 Gästen pro Jahr in den darauffolgenden Jahren.

Damit vor allem innerhalb der Stadt aufs Auto verzichtet wird, sollen Alternativen angeboten werden – wie am Bahnhof. Dort sollen laut Wismarer Bauamt 110 Stellplätze für Fahrräder sowie 150 Parkplätze für Pkw entstehen. „Für die kurzen Strecken innerhalb der Stadt kann man gut das Rad nehmen oder den Bus“, betont Bürgermeister Beyer. Für ihn ist das Geld aus der Metropolregion „ein Segen“. Es helfe, Infrastrukturprojekte anzuschieben und umzusetzen. Er wisse, dass es viel Skepsis in der Bevölkerung gegenüber der Metropolregion Hamburg gibt. „Aber sie wird Wismar langfristig nutzen“, ist Beyer überzeugt. Durch die bessere Vernetzung der dazugehörigen Städte, Kreise und Gemeinden würde auch Wismar als Wohn- und Wirtschaftsstandort noch attraktiver. Das bestätigt Hans-Ulrich Dohse von der Schweriner Staatskanzlei: „Die Metropolregion Hamburg fördert das Vorhaben, weil es attraktive und sichere Verkehrsanlagen schafft und sich die Bedingungen für Pendler in alle Richtungen nachhaltig verbessern.“

Die Fahrrad-Stellplätze sollen überdacht werden, die Taxifahrer erhalten neben einem Wartebereich für acht Fahrzeuge auch eine Wendeschleife. Bürgermeister Thomas Beyer hofft, dass die alten Gebäude, die die Bahn nicht mehr nutzen will, künftig vielleicht mit Cafés und Einzelhandel gefüllt werden können.

Auch die Deutsche Bahn wird auf dem Gelände, das zurzeit nur sehr eingeschränkt barrierefrei ist, aktiv. Sie will den Fußgängertunnel zurückbauen und mit der Stadt eine ebenerdige, barrierefreie Zuwegung vom Vorempfangsgebäude zu den Bahnsteigen errichten.

B1 heißt die neue Tangente, mit der die Werft erschlossen werden soll. Auf ihr soll vor allem der Schwerlastverkehr gen Werfthallen rollen. Dass Lkw durch die Innenstadt fahren, ist laut der Gutachter unbedingt zu vermeiden. Sie gehen davon aus, dass es in den ersten zwei Jahren rund 310 Fahrten pro Tag, bei Vollauslastung der Werft dann rund 370 Fahrten pro Tag sein werden.

Kerstin Schröder

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