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Wismar Steht das Gesundheitsmobil vor dem Aus?
Mecklenburg Wismar Steht das Gesundheitsmobil vor dem Aus?
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19:07 25.10.2018
Mit dem Gesundheitsmobil werden vor allem abgelegene ländliche Regionen angefahren. Quelle: Dirk Hoffmann
Wismar

Auf dem Land gibt es immer weniger Hausärzte. Viele ältere Menschen nutzen deshalb das Gesundheitsmobil des Landkreises, dass seit 2011 über die Dörfer fährt, Beratungen und Impfungen anbietet. Doch damit könnte bald Schluss sein. Denn Geld ist für das Mobil im Haushaltsentwurf 2019/20 bislang nicht eingestellt. Für Anett Gruß (CDU) ist das auch nicht notwendig. „Diese Art der Gesundheitsvorsorge bieten auch Hausärzte mit ausgebildeten Fachpersonal an“, so die Politikerin im Kreisausschuss für Soziales, Familie und Gesundheit. Für sie wäre das Geld in anderen Bereichen – zum Beispiel in der Wohlfahrtspflege – besser angelegt.

30 000 Euro (eine 0,75-Personalstelle) kostet das Gesundheitsmobil jährlich. Für Tino Schwarzrock (Bündnis 90/Grüne) ist das gut investiertes Geld: „Das Mobil hat hervorragende Arbeit geleistet“, betont er und richtet Kritik in Richtung der CDU: „Man kann die Kreisumlage nicht ohne Folgen senken. Wenn man sich ein Limit setzt, muss man sich vorher überlegen, wie man das erreichen kann und nicht hinterher etwas herausstreichen.“ Auch die Ausschussvorsitzende Renate Lüders (Die Linke) will, dass das Gesundheitsmobil weiterfährt. Es sei neben einer Vorsorgemöglichkeit auch ein echtes Kommunikationsmittel für die Menschen auf dem Land, vor allem in Regionen mit schwacher Infrastruktur. „Wir dürfen uns diese Akzeptanz nicht kaputt machen lassen“, sagt Lüders.

Wie Amtsärztin Dr. Ute Stahlhacke berichtet, sei das Gesundheitsmobil mit Fachpersonal unterwegs. In diesem Jahr nicht ganz so oft, weil die Mitarbeiterin ein Baby bekommen habe. Mit dem Mobil, das eine Stiftung gesponsert hat, erreiche man eine Bevölkerungsgruppe, die sonst nicht zum Arzt gehe – ältere Menschen, die keine lange, beschwerlichen Fahrten zum Hausarzt auf sich nehmen möchten oder auch suchtkranke Menschen. Die Vorträge und Gesundheitstage, die angeboten werden, würden ebenfalls immer sehr gut genommen werden.

Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) plädiert für den Erhalt. Der Einsatz des Mobils, „gerade im ländlichen Raum, hat sich bewährt und ist ein Gewinn für die Bevölkerung.“ Ob das Mobil weiterfährt, wird sich zeigen. Der Kreistag muss sich dazu in seiner Dezember-Sitzung positionieren. Im September haben die Personalkosten noch auf der Wunsch-Liste der Fraktionen gestanden (Antrag der SPD), wurden dann aber wieder gestrichen. Die CDU schlug das Aus zum 31. Dezember 2018 vor.

Kerstin Schröder

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