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Wismar Wismar feiert den Weihnachtsmann
Mecklenburg Wismar Wismar feiert den Weihnachtsmann
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00:01 04.12.2017
Umringt von Kindern und Erwachsenen: der Weihnachtsmann auf dem Platz vor dem Wismarer Rathaus.
Wismar

Ho, ho, hü! „Jana“ und „Hektor“ traben los. Umringt von Hunderten Schaulustigen laufen die Shetland-Ponys durch den Westhafen. Sie haben wichtige Fracht an Bord: den Weihnachtsmann. Dessen Kutsche wird ja eigentlich von Rentieren gezogen. Aber nicht in Wismar. Hier haben die Aufgabe „Jana“ und „Hektor“ übernommen – zusammen mit ihrem Besitzer Albrecht Mittelstädt. Der Rentner lenkt die Weihnachtsmann-Kutsche seit mehr als 20 Jahren durch die Stadt – immer zur offiziellen Eröffnung des Weihnachtsmarktes.

Tausende Besucher kommen zur offiziellen Eröffnung des Weihnachtsmarktes

48 Händler und Schausteller haben ihre Hütten und Karussells auf dem Wismarer Weihnachtsmarkt aufgebaut. Geöffnet

ist der Markt täglich

bis zum 22. Dezember von 11 bis 20 Uhr, Freitag und Sonnabend sogar bis 21 Uhr.

Am Sonnabend ist es wieder soweit gewesen. Auf der Fahrt vom Hafen zum Marktplatz hält Mittelstädt die Zügel fest in den Händen. Vom Weihnachtsmann, der hinter ihm Platz genommen hat, sieht er wenig. „Ich muss doch auf den Weg achten“, lacht der Kutscher. Umringt ist er von Weihnachtsengeln. Die Mädchen Paula, Laura und Abby sind ganz in Weiß gekleidet und die Begleitung des heute wohl wichtigsten Mannes: des Weihnachtsmannes. Der ist wie jedes Jahr wieder mit einem Schiff angereist und dann in Mittelstädts Kutsche gestiegen. Etwa 20 Minuten dauert die Fahrt bis zum Rathaus. „Wir müssen pünktlich sein“, sagt Kutscher Albrecht Mittelstädt und treibt „Jana“ und „Hektor“ an. Und die Ponys schaffen es – trotz der Schaulustigen, die immer wieder den Weihnachtsmann fotografieren und das flauschige, zottelige Fell der Pferde streicheln wollen.

Auf dem Rathaus-Balkon läutet der Weihnachtsmann um 14 Uhr eine Glocke und ruft: „Hiermit ist der Weihnachtsmarkt 2017 eröffnet.“ Unten auf dem Marktplatz ist es eisig kalt. Menschen tragen Mützen und Handschuhe, wärmen sich mit Tee und Glühwein. Viele sind erstaunt, als plötzlich drei junge Frauen in Sommersachen an ihnen vorbeilaufen. „Wo geht es hier zum Strand?“, fragen sie. Sarah Hübner, Julia Hafner und April Suddendorf tragen kurze Hosen, Sonnenbrille und einen Schwimmreifen. Ein Aufzug, der neugierig macht: „Was habt ihr denn vor?“ „Seid ihr betrunken oder auf einem Junggesellinnen-Abschied?“, werden sie gefragt. Genau das will das Trio – gefragt werden. Die Studentinnen haben sich für ein Kommunikationsprojekt der Hochschule Wismar die Sommersachen angezogen.

„Wir wollen Reaktionen provozieren und dokumentieren“, erklären sie. Nach etwa 20 Minuten macht ihnen die Kälte zu schaffen. Ihre Lippen und Finger zittern. Die Frauen ziehen sich zurück und der Alltag zieht wieder ein auf dem Wismarer Weihnachtsmarkt. 48 Händler und Schausteller bieten an ihren Ständen Essen, Getränke und Fahrspaß im Karussell an. Das Angebot kommt an: An den Wochenenden kommen bis zu 5000 Leute auf den Marktplatz.

Kerstin Schröder

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