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Wismar Hansestadt im märchenhaften Lichterglanz
Mecklenburg Wismar Hansestadt im märchenhaften Lichterglanz
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14:28 03.11.2018
Ein schöner Anblick mit den bunt beleuchteten Fassaden in der Krämerstraße und den Menschenmassen. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

Die Frage „Was wird das?“ musste Christian Stiene alle paar Minuten beantworten. Direkt vor dem Rathaus baute der Pyrotechniker aus Rostock mit seinem Team was ziemlich großes auf und hatte weiträumig abgesperrt. „Wir erzählen die Geschichte vom kleinen blauen Punkt“, schmunzelte der Rostocker beim Schrauben. Zur vorgegebenen Musik hat er eine Licht- und Feuershow komponiert – mit entsprechend viel Pyrotechnik. „1400 Schuss nach Oben innerhalb von 10 Minuten dank 72 Zündungen“, erklärte er zu seinem Barockfeuerwerk. Aus dem Feuer wurde ein Wasserfall vor dem Rathausbalkon, mehre Feuersonnen drehten sich, Fontänen „schossen“ bis auf zehn Meter Höhe, Raketen ließen erste Gedanken an Silvester aufkommen und Flammen manch einen sich erschrecken. Für Fachmann Christian Stiene bedeutete das zwei Wochen intensive Planungsarbeit für ein paar Minuten Lichterglanz. Und für den Applaus am Ende. Den bekam Christian Stiene.

Der Marktplatz mit der wunderbar erleuchteten Wasserkunst und den kunstvoll illuminierten Rathaus war nur eine Station der diesjährigen Novemberlichter. Die Stadtwerke Wismar locken mit der ungewöhnlichen Aktion seit Jahren die Menschen auf die Straßen der Stadt. Und zwar in Massen! Am Startpunkt am Alter Hafen verzauberten eine Fee und ihr Feenkönig auf Stelzen die Gäste. Stelzenläufer Björn de Vil nahm immer wieder kleine Kinder mit in seine luftige Höhe - Emelie (4) hatte keine Angst! Ihre Mama Stefanie Wilcken war begeistert. „Das ist immer ein schöner Stadtspaziergang vorbei an den beleuchteten Fassaden!“

Dieses Mal wanderten die Wismarer dank der Stadtwerke unter dem Thema „Märchen“. Und natürlich ist Wismar märchenhaft schön! Manch eine kleine Figur oder gar ein riesiger Märchenbaum konnten unterwegs entdeckt werden. Das Einhorn vor St. Nikolai ließ nicht nur Kinderaugen leuchten! Was für Menschenmassen so jeweils am Freitag- und Samstagabend dem Feuerwehrauto mit der Musik und den jungen Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehren Altstadt und Friedenshof folgten – unglaublich!

Moderator André Kuchenbecker konnte sich manch einen frechen Spruch unterwegs nicht verkneifen. „Und in dem Haus wohnt die Hexe Dixi, das riecht man!“, kommentierte er ein entsprechendes Häuschen.

Die Krämerstraße bot mit ihren beleuchten Fassaden einen spektakulären Anblick! „Haben heute Nacht die Geschäfte offen?“, erinnerte sich Sabine Schöller beim Vorbeigehen an die langen Einkaufsnächte in der Wismarer Innenstadt mit eben dieser Beleuchtung. Leider nicht. „Das wäre vielleicht eine Idee für die Einzelhändler fürs nächste Jahr?“, hofft die Wismarerin auf Synergieeffekte.

Treffpunkt war St. Georgen. Die Lasershow als Höhepunkt der Novemberlichter locken jedes Jahr immer mehr Menschen – zum Glück wird die Show inzwischen zweimal direkt hintereinander gezeigt. Und auch dieses Jahr war die Schlange schon vor Ankunft der Menschenmassen vom Rundgang lang – es war trocken und vergleichsweise warm. Entsprechend gut gelaunt warteten die Menschen vor der Kirche. „Von der Lasershow war ich dieses Jahr echt enttäuscht, ich dachte, das war nur der Vorspann und dann war alles schon vorbei! Sonst wurde ja immer eine ganze Geschichte erzählt“, kritisierte Thomas Sandt aus Wismar. Applaus nach den Lasershows gab es trotzdem – den meisten Menschen schien es gefallen zu haben.

Auch am heutigen Sonnabend ist das Spektakel noch mal zu erleben. Treffpunkt für die märchenhafte Stadtführung ist um 19 Uhr der Alte Hafen am Baumhaus. Von da ab geht’s durch die Innenstadt. Außerdem gibt es eine Laser-Show in St. Georgen um 20 Uhr und 20.30 Uhr.

Tausende Menschen waren am Freitag- und Samstagabend dank der Wismarer Stadtwerke unterwegs und ließen sich mit Musik, Märchen, Licht, Feuer und Laser verzaubern.

Nicole Hollatz

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