Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wismar Wismar und die Magie des Lichtes
Mecklenburg Wismar Wismar und die Magie des Lichtes
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 26.07.2016
Fotografin Ulrike Pawandenat (36) in ihrer Lieblingspose auf dem Wismarer Marktplatz. Quelle: Nicole Hollatz

Ulrike Pawandenat fotografiert mit Herz, Seele und viel Gefühl. Derzeit wird das Hobby zum Hauptberuf – inklusive der ersten großen Ausstellung im Wismarer Stadtarchiv. „Wismar und die Magie des Lichtes“ ist die Ausstellung passenderweise überschrieben. Denn ihre Bilder von Wismar und Poel sind magisch. Es war ein weiter Weg, bis Ulrike Pawandenat den Mut hatte, ihren Traumberuf, ihre Berufung, umzusetzen.

Die 36-Jährige hat Wirtschaftsrecht an der Wismarer Hochschule studiert, hat dann zehn Jahre im Management in der freien Wirtschaft gearbeitet. Fotografiert hat sie schon immer. „Während der Schulzeit schon“, erzählt Ulrike Pawandenat. Mit 18 Jahren hat sie sich die erste eigene Kamera gekauft, von dem Geld, das sie beim „Burgerwenden“ bei McDonalds verdient hat. Das ist lange her.

Zwischendurch hat Ulrike Pawandenat in Kiel gelebt, hat zwei Kinder zur Welt gebracht und ist zurück nach Wismar gekommen.

„Zum Glück“, lacht die sympathische Frau. Der Wunsch, aus der heimlichen Leidenschaft der Fotografie mehr zu machen, verfestigte sich vor drei Jahren. Ulrike Pawandenat hat in Technik investiert, dazu in ein Fernstudium. Gerade hat sie ihren Abschluss als Fotodesignerin an einer Onlineschule für Gestaltung geschafft, hat derweil nebenberuflich mit der Arbeit als Fotografin angefangen.

Zum 1. August will sie hauptberuflich durchstarten: „Voll und ganz und von Herzen sowieso!“ Auf Facebook hatte sie die ersten ihrer Wismarbilder hochgeladen, um das „Feedback“ zu ertesten. Die Resonanz war überwältigend. Die Fangemeinde wuchs rapide. „Für uns Fotografen ist das Medium Facebook super“, kommentiert Ulrike Pawandenat. Tausende haben ihre Bilder „geliked“. Nun muss der nächste Schritt gelingen, von der Fotografie und ihrer Kunst zu leben. Die Ausstellung ist ein erster Weg dahin. „Die Ausstellung an sich zeigt die Art, wie ich Motive sehe, diese besonderen Momenten, die aber trotzdem alltäglich sind“, schmunzelt Ulrike Pawandenat. Romantische – nie kitschige – Sonnenuntergänge, das besondere Licht in Verbindung mit einem guten Auge fürs Bild. Ulrike Pawandenat lacht: „Wenn die Malerei nicht so lange dauern würde, wäre ich Malerin geworden.“ Sie versucht die Lebendigkeit des Motivs im Bild einzufangen, die Emotion, egal ob im Porträt oder in der Landschaft. Die Magie des Moments, des Lichts, des Ausdrucks, die es zu bewahren gilt unabhängig vom technischen Gedanken eines Fotos. Bei ihren Wismarbildern gelingt das Ulrike Pawandenat. Sie fängt ihre Liebe zur Stadt und zu den Menschen ein. Sie ist optimistisch, dass der Schritt mit der Selbstständigkeit als Fotografin klappt. Mitte September wird sie ihr Fotostudio in der Kanalstraße eröffnen.

Die Ausstellung

Die Ausstellung wird am Dienstag, dem 2. August, um 19 Uhr im Wismarer Stadtarchiv (Eingang Gerberstraße) eröffnet. Zur Eröffnung spielt die Wismarer Band „Leela Mare“, der Eintritt ist frei.

Ulrike Pawandenat zeigt Bilder auf Leinwand und gerahmt, zum Eröffnungsabend wird sie mit einem besonderen Angebot zum Erwerb der Bilder aufwarten. Mit einem Teil des Erlöses möchte sie den Wismarer Archivverein unterstützen. Einige Motive gibt es schon unter www.fotografie-pawandenat.de zu sehen.

Bis zum 30. September ist die Ausstellung zu den normalen Archivöffnungszeiten zu sehen, dienstags und mittwochs von 9 bis 15.30 Uhr, am Donnerstag bis 17.30 Uhr.

Nicole Hollatz

Überraschender Wechsel an der Spitze des Grevesmühlener Tannenberg-Gymnasiums. Nach zehn Jahren verlässt Leiterin Ute Debold die Einrichtung.

26.07.2016

Erwin Hirschner aus Rüggow droht, Rohre auf seinem Grundstück zu schließen

26.07.2016

Der Wismarer Wissenschaftler Prof. Dr. Friedrich Ludwig Gottlob Frege verstarb am 26. Juli 1925

26.07.2016
Anzeige