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Wismar Wismar wählen Sonntag ihren Bürgermeister
Mecklenburg Wismar Wismar wählen Sonntag ihren Bürgermeister
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01:08 14.04.2018

Es ist soweit: Morgen ist in Wismar der Super-Wahlsonntag. Die Einwohner der Hansestadt entscheiden darüber, wer ihr Bürgermeister für die kommenden acht Jahre wird. Fest steht: Es wird ein Mann. Frauen kandidieren nicht.

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35 000 Hansestädter können Stimme abgeben / 192 Helfer im Einsatz

47 Prozent – so hoch war die Wahlbetetiligung bei der letzten Bürgermeisterwahl im Jahr 2010. Wismar ist mit rund 43 000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, das größte der 18 Mittelzentren des Landes und Kreisstadt des

Landkreises Nordwestmecklenburg.

Live-Ticker

Ab 10 Uhr am Sonntag können Sie einen Ticker zur Wahl verfolgen. Auf Twitter und Instagram können Leser unter dem Hashtag #HWI1504 das Geschehen kommentieren. Die besten Beiträge werden in die Berichterstattung eingebaut.

Seit der Wende stehen an der Spitze der Hansestadt SPD-Bürgermeister: Von 1990 bis 2010 hat Rosemarie Wilcken den Posten inne gehabt. Die Ärztin und Politikerin ist der erste weibliche Bürgermeister von Wismar gewesen und hat den Posten nach 20-jähriger Amtszeit an ihren langjährigen ersten Stellvertreter Thomas Beyer übergeben. Er hat bei der vergangenen Bürgermeister-Wahl gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht – gegen vier Mitbewerber. Diesmal tritt Beyer (57, SPD) gegen drei Konkurrenten an: Hans-Martin Helbig (34, FDP, unterstützt von CDU, Grüne und Für-Wismar-Fraktion), Horst Krumpen (51, Die Linke) und Angelo Tewes (44) von der AfD. Alle Kandidaten haben in den vergangenen Monaten etliche Wahlkampfveranstaltungen durchgeführt und so um die Stimmen von rund 35 000 Wahlberechtigten geworben. Die können morgen 28 Wahllokale zur Stimmabgabe nutzen. In den beiden Briefwahllokalen können keine Stimmen mehr abgegeben werden. Das ist nur bis gestern Mittag möglich gewesen – für alle Wismarer, die morgen nicht in der Stadt sind, aber trotzdem mitwählen wollen. Ausgezählt werden die mehr als 2300 Briefwähler-Stimmen ebenfalls morgen. Alle Wismarer ab vollendetem 16. Lebensjahr dürfen entscheiden, wer Bürgermeister werden soll.

Bei den Wahllokalen, die am Sonntag öffnen, gibt es zwei Änderungen: Statt im Theaterfoyer wird in der Hochschule Raum 103 gewählt. Und statt in der Fritz-Reuter-Schule, die zurzeit gerade saniert wird, öffnet die Kinder-Villa am Dahlberg 9. Die Wahllokale öffnen ihre Türen um 8 Uhr und schließen sie um 18 Uhr. Zur Stimmabgabe müssen die Wahlbenachrichtigung und ein Ausweis mitgebracht werden.

192 Wahlhelfer nehmen die Stimmen der Wismarer entgegen und zählen sie sofort nach Schließung der Wahllokale aus. Michael Berkhahn (CDU), erster stellvertretender Bürgermeister, hat sich vorgenommen, tagsüber durch die Wahllokale zu tingeln, um den Helfern für ihr Engagement zu danken. Bei anderen Wahlen – wie Landtags- oder Bundestagswahlen – hat das der Bürgermeister selber getan. Doch da er in diesem Fall selber auf der Kandidaten-Liste steht, geht sein Stellvertreter auf Dankes-Tour.

Die Wahlhelfer bekommen neben einem Dankeschön auch eine kleine Aufwandsentschädigung: Wahl-Vorsteher und Schriftführer erhalten 35 Euro, stellvertretende Vorsteher und Schriftführer 30 Euro und die Beisitzer 25 Euro. Mitarbeiter von Behörden und Ämtern gehören ebenfalls zu den Wahlhelfern. Viele von ihnen bummeln die Stunden in den kommenden Wochen auch gerne ab.

Die Reihenfolge der Kandidaten auf dem Stimmzettel ist nach dem Ergebnis der Parteien bei der letzten Kommunalwahl festgelegt worden. An erster Stelle steht demzufolge Thomas Beyer, gefolgt von Hans-Martin Helbig, Horst Krumpen und Angelo Tewes.

Am Abend des 15. Aprils haben die Wismarer ab 18 Uhr die Möglichkeit, im Bürgerschaftssaal des Rathauses die aktuellen Auszählungsergebnisse mitzuverfolgen und die Kandidaten zu treffen. Mit den ersten Ergebnissen wird gegen 19 Uhr gerechnet. Sie werden auf großen Monitoren zu sehen sein.

Erreicht keiner der Kandidaten morgen die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der Stimmen, gibt es eine Stichwahl zwischen den beiden besten Kandidaten. Die findet zwei Wochen später am 29.

April statt.

Kerstin Schröder

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