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Wismar Wismar wartet auf Förderzusage für Eisenbahnbrücke
Mecklenburg Wismar Wismar wartet auf Förderzusage für Eisenbahnbrücke
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03:55 04.07.2013
Das Computerbild zeigt, wie die Eisenbahnüberführung in der Poeler Straße aussehen soll. Die Fahrbahn wird abgesenkt und unter drei Gleisen hindurchführen. Damit endet für Autofahrer eine Ära der langen Staus und Wartezeiten an den Bahnschranken. Animation: Deutsche Bahn
Wismar

An den Kosten für die Eisenbahnbrücke in der Poeler Straße, die die Deutsche Bahn in den Jahren 2016 und 2017 bauen will, muss sich die Hansestadt beteiligen. Wismars Anteil beträgt acht Millionen Euro. Beteiligt sich das Land mit einer 75-prozentigen Förderung, hat die Stadt noch mindestens zwei Millionen zu zahlen. Doch die erhoffte Förderzusage steht immer noch aus. „Davon hängt unsere Zustimmung zur Eisenbahnkreuzungsvereinbarung ab“, erklärt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD).

Die Vereinbarung ist notwendig, weil sich die Kosten für das Vorhaben laut Eisenbahnkreuzungsgesetz die Bahn, der Bund und die Hansestadt zu je einem Drittel teilen müssen. Sie betragen insgesamt 26 Millionen Euro. In die Drittelung fallen allerdings nur 24 Millionen. Die übrigen zwei Millionen müssen die Beteiligten wie Seehafen und Stadtwerke selber finanzieren.

Besagte Vereinbarung habe der Vorhabenträger, die Deutsche Bahn Netz AG, nunmehr erarbeitet und der Hansestadt zur Prüfung übergeben, berichtet der Bürgermeister. Er kündigt an, dass sie voraussichtlich im August sowohl in den Ausschüssen als auch in der Bürgerschaft zur Beratung vorgelegt wird.

Ein Beschluss durchs Stadtparlament und letztlich danach die Unterschrift durch ihn als Bürgermeister könne allerdings nur unter Vorbehalt erfolgen, so Beyer, wenn die Stadt bis August keine Förderzusage vom Land Mecklenburg-Vorpommern vorliegen hat. „Denn ich bleibe dabei: Eine Zustimmung seitens der Hansestadt Wismar hängt von der Förderung des Kreuzungsdrittels ab, dessen Finanzierung die Hansestadt dem Grunde nach übernehmen muss.“ Noch im März hatte sich der Bürgermeister zuversichtlich zur Landesförderung geäußert und erklärt: „Es gab gute Gespräche mit dem Land.“

Um den zeitlichen Fahrplan für die Errichtung des Bauwerks einzuhalten, will das Eisenbahnbundesamt bis voraussichtlich Ende des dritten Quartals 2014 einen Planfeststellungsbeschluss erarbeiten. Damit wird das Baurecht geschaffen. Mitte Juni hatte das Amt laut Bürgermeister Beyer die Planfeststellungsunterlagen an das Landesamt für Straßenbau und Verkehr als Anhörungsbehörde übergeben. Diese Unterlagen werden in diesem Monat und im August in der Hansestadt ausgelegt. Den genauen Zeitpunkt will die Verwaltung noch bekannt geben.

Im vierten Quartal 2014 sollen dann die Bauleistungen ausgeschrieben werden. Die Vergabe der Aufträge wird im April/Mai 2015 erfolgen. Nach dem Stand der derzeitigen Planung ist damit zu rechnen, dass die vorbereitenden Bauarbeiten im Jahr 2015 beginnen.

Der Eisenbahnverkehr soll dann auf drei Gleisen, die etwa 75 Zentimeter höher liegen als jetzt, über der Poeler Straße hinweggeführt werden. Die Straße wird abgesenkt und erhält einen einseitigen Fuß- und Radweg (die OZ berichtete). Die beiden jetzigen Bahnübergänge entfallen.

Die Wismarer Bürgerschaft hatte im Januar 2010 einen Beschluss zur Straßenunterführung in der Poeler Straße gefasst. Mit dem Vorhaben hat sich auch der Unesco-Sachverständigenbeirat zwei Jahre später ausführlich befasst. Der Öffentlichkeit wurde das Projekt in einer Informationsveranstaltung im März diesen Jahres vorgestellt.

Fakten zum Bauwerk
Bauvorbereitende Maßnahmen sind für das Jahr 2015 geplant. Kabel und Leitungen werden umverlegt, Häuser in der Poeler Straße gesichert, zwei leer stehende (Nr. 4 und 6), die im Eigentum der Stadt sind, abgerissen.


Unter Vollsperrung der Poeler Straße soll in den Jahren 2016 und 2017 der Gleis- und Straßenbau erfolgen.

177 Meter lang ist das Bauwerk, davon sind rund 25 m Straßenunterführung. Die Fahrbahn ist 8,50 m breit, der Fuß- und Radweg 4,85 m. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt 4,70 m.
Für die Anwohner der Poeler Straße — zwischen der dann ausgebauten Kreuzung Rabenstraße und Eisenbahnbrücke — ist eine Umfahrung als Einbahnstraße vorgesehen.


Die Poeler Straße wird auf einer Länge von 450 m ausgebaut. Die Kreuzungen am Poeler Tor (mit zusätzlichen Abbiegespuren) und Ladestraße erhalten Ampelanlagen.


• Mehr Infos und Visualisierung: www.wismar.de, Button Poeler Straße

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