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Wismar Wismar will Partnerschaft mit Pogradec
Mecklenburg Wismar Wismar will Partnerschaft mit Pogradec
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07:32 29.10.2018
Feuerwehrübung im albanischen Pogradec mit dem ehemaligen Wismarer Feuerwehrfahrzeug. Quelle: Marco Trunk
Wismar

Die Hansestadt steht vor ihrer sechsten Städtepartnerschaft. Die Gespräche zwischen Wismar und der albanischen Stadt Pogradec sind weit fortgeschritten. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD): „Nach jahrelanger Kooperation ist es nun an der Zeit, unsere gewachsenen Beziehungen auf eine neue vertragliche Grundlage zu stellen im Sinne einer stabilen Partnerschaft.“

Fünf Partnerstädte

Städtepartnerschaften unterhält Wismar mit Kemi (Finnland), Aalborg (Dänemark), Calais (Frankreich), Lübeck und Kalmar (Schweden). Bei Pogradec vermeidet Beyer das Wort Städtepartnerschaft. Noch jedenfalls. Offenbar will er in der Öffentlichkeit nicht vorpreschen. Denn am Ende muss die Bürgerschaft der Städtepartnerschaft zustimmen.

Zwei Gewinner

In der Sitzung der Bürgerschaft am letzten Donnerstag sprach Beyer von einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ und dass er diesbezüglich auf die Bürgerschaft zugehen werde. Beyer: „Wenngleich die Entwicklungsstände in Albanien und Deutschland unterschiedlich sind, wäre für beide Städte eine Partnerschaft ein Gewinn.“ Dies würde auch den europäischen Gedanken unterstützen.

Denkbar seien ein kultureller Austausch sowie Kooperationen im Tourismus und im Bereich der Feuerwehr. Bei der Digitalisierung könne Wismar von Pogradec lernen.

Haben sich in Albanien getroffen (v. l.): Frieder Weinhold, Vorsitzender des Christlichen Hilfsvereins Wismar, Eduart Kapri, Bürgermeister von Pogradec, und Wismars Bürgermeister Thomas Beyer. Quelle: Marco Trunk

Thomas Beyer hatte vom 18. bis 22. Oktober die albanische Stadt Pogradec besucht. Begleitet hatten ihn Frieder Weinhold, CDU-Bürgerschaftsmitglied und Vorsitzender des Christlichen Hilfsvereins Wismar, sowie Marco Trunk, Pressesprecher der Hansestadt.

Trunk: „Ziel war es, die Zusammenarbeit beider Städte zu intensivieren. Bei der Reise wurde mit dem Bürgermeister von Pogradec, Eduart Kapri, auch über die weitere Kooperation und deren Inhalte gesprochen.“

Kontakte durch Albanienhilfe

Die Kontakte nach Pogradec und die umliegende ärmliche Bergregion um Bishnica sind durch den Christlichen Hilfsverein und dessen Albanienhilfe entstanden. Im Februar 1992 war Frieder Weinhold zum ersten Mal in der Region. Neben der jährlichen Paketaktion zu Weihnachten gab und gibt es Hilfstransporte und mehrere konkrete Projekte vor Ort. So wird im Bergdorf Bishnica ein Internat betrieben. Dies ermöglicht Kindern und Jugendlichen, die sonst kaum eine Chance auf gute Bildung hätten, von der 1. bis zur 9. Klasse zur Schule zu gehen.

Ausrangierte Feuerwehr

Mittlerweile gibt es auch eine längere Kooperation zwischen den Städten. So war beispielsweise ein Mitarbeiter aus Pogradec in der Hansestadt zu einem dreimonatigen Praktikum, Mitarbeiter aus Wismar unterstützten bei Workshops mit Mitarbeitern aus Pogradec den dortigen Verwaltungsaufbau. Auch Kontakte zur Feuerwehr sind entstanden. 2016 wurde ein ausgedientes Wismarer Feuerwehrfahrzeug auf Beschluss der Bürgerschaft an Pogradec übergeben. Zu diesem Zeitpunkt war Wismars-Vizebürgermeister Michael Berkhahn (CDU) in Albanien.

Thomas Beyer sprach nach seinem Besuch von einer „wunderbaren Gastfreundschaft. Einmal mehr habe ich zusätzliche Achtung vor der Arbeit der Wismarer Albanienhilfe gewonnen, die ihre Spuren dort nachhaltig und sichtbar hinterlassen hat“.

Weinhold sehr erfreut

Für Frieder Weinhold ist das Musik in den Ohren: „Es würde mich sehr freuen, wenn die Zusammenarbeit weiter intensiviert wird. Das wäre eine Würdigung für die Arbeit der Vereinsmitglieder in Wismar und darüber hinaus.“ Weinhold, seit 2013 Ehrenbürger der 21 000 Einwohner zählenden Stadt Pogradec, die nach einer Kommunalreform jetzt rund 90 000 Einwohner bei großem Flächenzuzwachs zählt, hat sich mit Beyer neben der Stadt auch die Bergregion und den herrlichen Ohridsee angesehen. Weinhold engagiert sich in der Bürgerschaft und im Kreistag. Doch für ihn ist klar: „Der Verein ist mein Leben.“ Eine Städtepartnerschaft wäre für ihn so etwas wie eine Krönung.

Helfer gesucht

Die traditionelle Weihnachtsaktion mit vielen Päckchen steht vor der Tür. Besonders viele Helfer werden für die große Packaktion am 8./9. November in der Reithalle Wismar benötigt. 1500 Päckchen werden versandfertig gemacht.

Am 20. und 21. November werden LKW beladen. Auch dafür werden Helfer gesucht.

Bitte melden bei Frieder Weinhold per Mail: www.frieder.weinhold@chwev.de oder Mobil: 0171-4154606.

Heiko Hoffmann

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