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Wismarer Architekt: Solarpark drohte zu scheitern

Hornstorf Wismarer Architekt: Solarpark drohte zu scheitern

Ein Investor will an der Bahnstrecke bei Hornstorf Fotovoltaikmodule auf Ständern errichten.

Hornstorf. Die Pläne für einen Solarpark an der Bahnstrecke Wismar-Hornstorf drohten an einem Bodendenkmal in diesem Bereich zu scheitern.

„Ich habe einen Schrecken bekommen“, räumte Claus Müller vom Wismarer Büro für Architektur und Bauleitplanung ein, als er den Gemeindevertretern von Hornstorf bei deren jüngster Sitzung das Vorhaben vorstellte. Letztlich habe sich alles geklärt.

Ein Investor möchte auf einem etwa 110 Meter langen Streifen an den Bahngleisen auf einer rund fünf Hektar großen Fläche Fotovoltaikmodule auf Ständern errichten.

Im Rahmen der Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange habe sich herausgestellt, „dass sich im Bereich der alten Gemarkungsgrenze Wismar ein Bodendenkmal befindet: ein Landwehrgraben“, so Müller.

Derartige Einrichtungen seien im Mittelalter um die äußere Stadtgrenze von Wismar gezogen worden.

„Im Mittelalter gab es dort sicherlich auch Zölle.“ Wie der Planer weiter erläuterte, habe es verschiedene Gräben und markierte Stellen im Gelände gegeben, die auf einer Länge von 80 Metern hätten erhalten werden müssen.

„Aber das hat sich entkräftet, weil der wirklich interessante Teil ungefähr 130 Meter entfernt ist. Wir können also an der Planung festhalten“, stellte er fest. Auch die Naturschützer betrachteten die vorgesehene Anlage als „ökologische Aufwertung“, zumal als Ausgleichsmaßnahme ein Beitrag zur Moorwiedervernässung am Schaalsee geplant sei. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt hingegen lehne es ab, eine landwirtschaftliche Fläche für Bebauungszwecke zu nutzen, berichtete Müller. Aus demselben Grund sei auch die Nachbargemeinde Lübow gegen den Bau der Fotovoltaikanlage.

„Von Bürgern ist nichts vorgetragen worden“, schloss er seinen Bericht ab.

Die Gemeindevertreter votierten anschließend einstimmig für eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie für den Abwägungs- und Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan Nr. 13 „Fotovoltaikanlage an der Bahnstrecke Wismar-Hornstorf“.

Ulrike Oehlers

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