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Wismar Wismarer Bürgerstiftung reicht jährlich 35 000 Euro aus
Mecklenburg Wismar Wismarer Bürgerstiftung reicht jährlich 35 000 Euro aus
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00:05 04.10.2017
In der Schrauberwerkstatt können Jugendliche gemeinsam Fahrräder reparieren.
Wismar

Gemeinsam mehr erreichen – das ist das Motto vieler Stiftungen. Auch die Bürgerstiftung Wismar fördert gemeinnütziges Engagement und das inzwischen sehr erfolgreich. Aktuell beträgt das Stiftungsvermögen rund 680000 Euro. „Das Kapital ist konservativ in Rentenwerten und Investmentfonds angelegt“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Gerhard Raabe.

Mit Zinserträgen werden gemeinnützige Projekte unterstützt – unter anderem eine Schrauberwerkstatt und die Lesepiraten

Das Kapital werde nicht ausgegeben, sondern nur die Zinserträge. Und die sind beachtlich: Rund 35000 Euro stehen jährlich zur Verfügung.

Wer das Geld bekommt, entscheiden die Vorstandsmitglieder. Die erhalten jedes Jahr etwa 20 Anträge von unterschiedlichen Vereinen. Die „Gewinner“ können sich jeweils im Juni und Dezember über finanzielle Unterstützung ihrer Projekte freuen. Darüber hinaus hat die Bürgerstiftung zwei eigene Projekte ins Leben gerufen – die „Schrauberwerkstatt“ und „Lesepiraten“. Bei letzterem erhalten sieben Wismarer Schulen Geld, um Schüler beim Lesenlernen zu fördern. „Mit den 3500 Euro wird didaktisches Unterrichtsmaterial gekauft“, erzählt Vorstandsmitglied Friederike Zwanzig. Den Einzelunterricht für die Kinder übernehmen Lehrer im Ruhestand – und zwar ehrenamtlich, auch ohne Aufwandsentschädigung.

Vor vier Jahren ist gemeinsam mit dem DRK Kreisverband im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum eine „Schrauberwerkstatt“ eingerichtet worden. In der können Jugendliche, auch straffällig gewordene, unter fachlicher und pädagogischer Anleitung Fahrräder reparieren und gemeinsam ihre Freizeit verbringen.

Seit der Gründung im August 1998 hat die Wismarer Bürgerstiftung 338 Projekte mit einem Volumen von 317 000 Euro unterstützt. Gefördert werden Initiativen, die das Gemeinwohl in der Stadt stärken auf den Gebieten Kunst, Kultur, Bildung, Sport, in der Denkmalpflege, bei der Unterstützung sozialer Zwecke, der Integrations- und Jugendarbeit.

Um den Nachwuchs- und Breitensport in Wismar auf breiter Basis zu fördern, ist im Jahr 2014 unter dem Dach der Bürgerstiftung die Sportstiftung Wismar gegründet worden. Sie hat ein eigenes Kuratorium, aber den selben Vorstand. Die Sportstiftung wird im Frühjahr 2018 ein neues Projekt mit dem FC Anker Wismar umsetzen: „Jugendliche mit Migrationshintergrund sollen zu Fußballturnieren eingeladen werden“, berichtet Raabe.

Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 21000 Bürgerstiftungen. Die Wismarer ist bundesweit die viertälteste. Zur Gründung im Jahr 1998 trugen 84 Bürger ein Stiftungskapital von 136000 Euro zusammen. Inzwischen haben sich 1022 Personen beteiligt. Das bedeutet, dass mittlerweile jeder 40. Wismarer die Bürgerstiftung unterstützt hat – angefangen von Rentnern mit zehn Euro bis hin zu Unternehmern mit mehreren tausend Euro. „Wir sind kein elitärer Klub, sondern freuen uns über jede Spende und Zustiftung und danken allen für ihre Unterstützung“, betont Raabe.

Kerstin Schröder

Mehr Informationen und Kontakt

unter http://www.buergerstiftung-

wismar.de

OZ

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