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Wismarer „JuSt“-Jugendliche organisieren Fest

Wismar Wismarer „JuSt“-Jugendliche organisieren Fest

Morgen ist es endlich so weit, dann beginnt um 15.30 Uhr das große „Friedenshoffest“ vor der gerade in der Sanierung befindlichen ehemaligen Kita in der Erich-Weinert-Promenade 2.

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Die Erwachsenen vom „JuSt“-Projekt mit ihren Schützlingen: Ralf Müller und Judy Lemke mit Svea Henning, Stine Stefan, Vivienne Zimmermann, Bernd Schindler und Michael Möhrke.

Quelle: nh

Wismar. Morgen ist es endlich so weit, dann beginnt um 15.30 Uhr das große „Friedenshoffest“ vor der gerade in der Sanierung befindlichen ehemaligen Kita in der Erich-Weinert-Promenade 2. Groß, weil die, die es organisieren, noch recht jung sind. Jugendliche, die beim Projekt „JuSt“ – Jugend Stärken – der Wismarer Awo mitmachen. Seit einem Jahr bereiten sie das Fest vor, planen, organisieren, engagieren sich. Ein Mikroprojekt auch dank europäischer ESF-Fördermittel.

Ein Fest mit Spiel, Sport und Spaß. Beispielsweise mit einem Straßenfußballturnier für mehr Toleranz. Michael „Michi“ Möhrke hat dafür die Regeln aufgeschrieben. Nicht einfach für den 14-jährigen „JuSt“-Teilnehmer. In dem auf mehrere Jahre angelegten Projekt treffen Schüler aufeinander, für die beispielsweise der regelmäßige Besuch der Schule eine Herausforderung ist. Oder die, die Probleme mit dem Schulstoff haben, so wie Vivienne Zimmermann (14). „Ohne die Nachhilfe hier würde ich die Schule nicht schaffen“, ist das quirlige Mädel überzeugt. Bei Michi war Englisch das Horrorfach. In dem Dreivierteljahr, in dem er meist zweimal die Woche in die Erich-Weinert-Promenade 2 kommt, hat er sich eine solide Drei in Englisch erarbeitet. Nun das Stadtteilfest als ganz praktische Aufgabe und als Beispiel dafür, was man auf die Beine stellen kann, wenn man sich traut und engagiert.

„Wir haben zusammen überlegt, welche Stände wer machen könnte“, erklärt Svea Henning (13), die extra aus Wendorf zweimal die Woche zum Friedenshof kommt. Nicht nur die Friedenshofer „JuSt“-Jugendlichen machen mit, genauso welche aus Dargetzow und der Altstadt. Ihre erste Aufgabe war es, sich mit ihrem „Quartier“ auseinanderzusetzen, es zu erkunden. „Wir haben eine Rundfahrt in der Altstadt gemacht“, erzählt Zaher Ahmed Mohammedi (18) aus Afghanistan. Er freut sich zusammen mit den anderen jugendlichen Flüchtlingen, die auch am Projekt beteiligt waren, auf das Fußballspiel.

Für die Partie gibt es schon zahlreiche Anmeldungen. Vivienne hat aber auch gemerkt, wie schwer es ist, die Menschen zum Mitmachen zu bewegen. „Man trägt Verantwortung“, erklärt sie. Und legt gleich fest, dass ihr Bruder beim Abräumen helfen könnte. Svea wird einen Bastelstand betreuen und hat im Vorfeld einiges ausprobiert, was sie mit den Gästen basteln könnte. Mit Kinderschminken, Hüpfburg, Quartiersrätsel, Fotoausstellung, Musik, Trommeln und mehr haben die Jugendlichen einiges geplant. Das Fest beginnt am morgigen Donnerstag um 15.30 Uhr und wird sicherlich bis 18 Uhr gehen. Der Eintritt ist natürlich frei.

Nicole Hollatz

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