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Wismar Wismarer Schüler als Kulturbotschafter in China
Mecklenburg Wismar Wismarer Schüler als Kulturbotschafter in China
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00:00 29.08.2018
Paul Reichelt beim Essen mit Stäbchen bei seiner chinesischen Gastfamilie. Quelle: Fotos: Privat
Wismar/Lübow/Peking

Von Lübow nach Peking ist ein gewaltiger Ritt. Die Gemeinde am Stadtrand von Wismar zählt rund 1600 Einwohner, Peking kommt auf 22 Millionen. In Chinas Hauptstadt teilen sich 1300 Einwohner einen Quadratkilometer, in Lübow sind es 44. Der Lübower Paul Reichelt war zum ersten Mal in Peking. „Ich wollte auf jeden Fall mal nach China und ich wollte schon immer mal in eine Stadt mit ganz vielen Menschen“, sagt der 17-Jährige, der in Wismar auf das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium geht. Seine Erfahrungen sind durchweg positiv: „Ich habe so viel mit meiner Gastfamilie und mit anderen Jugendlichen aus China und Deutschland erlebt, konnte einiges von Peking sehen und habe einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen und die Kultur erhalten.“

Paul Reichelt ist begeistert vom Reich der Mitte

Paul Reichelt war als eine Art Kulturbotschafter im Reich der Mitte. Aufmerksam wurde er auf die Organisation „Youth For Understanding“. Das Netzwerk mit mehr als 50 gemeinnützigen Austauschorganisationen weltweit bietet bildungsorientierte Programme für Jugendliche an.

Der Lübower hat als Bewerbung ein Motivationsscheriben abgeschickt, ein Lehrer hat ihn eingeschätzt. Paul kam in die engere Auswahl für den zweiwöchigen Kulturaustausch. Auch die zweite Hürde, ein 15-minütiges Telefonat, in dem es um Wünsche und Persönliches ging, hat er gemeistert. Von 80 Bewerbern schaffte Paul als einer von zwölf deutschen Jugendlichen den Sprung nach Peking, aus MV war er der einzige Vertreter.

39 Grad Celsius, kein WhatsApp (dafür WeChat), kein Facebook und Taschenkontrollen in der U-Bahn wie bei uns am Flughafen zählten zu den ersten Erfahrungen. Untergebracht waren die Jugendlichen in chinesischen Familien. „Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Gasteltern und meiner dreijährigen Gastschwester. Wir haben viel gemeinsam unternommen, die Verständigung hat auf Englisch gut geklappt.“ Die Familie habe ziemlich zentral gewohnt, bis zum Treffpunkt brauchte Paul aber trotzdem morgens eine Stunde, andere Jugendliche zwei Stunden. So ist das in einer Großstadt.

Beim Programm von „Youth for Understanding“ ging es um die Tradition des chinesischen Schattentheaters. Spielszenen wurden geprobt, Figuren gestaltet, Puppen selbst gebaut. Paul bekam einen Einblick in die Welt der chinesischen Schriftzeichen und in die lange Tradition des chinesischen Papierschneidens. Es blieb aber auch Zeit, um die einheimische Küche mit Stäbchen statt Messer und Gabel ausgiebig zu testen, um Shoppingmalls und kleine Gassen zu erkunden, wo noch Skorpione, Kakerlaken und Tintenfische als Snack angeboten werden, und um touristische Highlights wie die chinesische Mauer, den Sommerpalast und die Verbotene Stadt zu besuchen. Paul, der beim TTC Hanseat Wismar Tischtennis spielt, hat sich mit Sieg und Niederlage bei einem Verein in Peking wacker geschlagen und durfte im Anschluss Autogramme geben. Seine Gastfamilie hat ihn mit Geschenken wie einem Teeset herzlich verabschiedet. Für Paul Reichelt steht fest: „Nach China möchte später nochmal reisen.“

Heiko Hoffmann

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