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Wismar Wismarer Student erforscht LNG-Antrieb für Global Class
Mecklenburg Wismar Wismarer Student erforscht LNG-Antrieb für Global Class
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15:50 27.11.2018
Die Innovationspreisträger (v. l.) Christian Hansen, Johanna Ender und Anke Schneider freuen sich gemeinsam der Vorsitzenden des Förderkreises der Hochschule Wismar, Dr. Meike Quaas und dem Rektor der Hochschule Wismar, Bodo Wiegand-Hoffmeister. Nicht im Bild ist Verena Krämer, die sich zurzeit im Ausland aufhält. Quelle: Hochschule Wismar
Wismar

Christian Hansen, Johanna Ender, Verena Krämer und Anke Schneider sind mit dem Innovationspreis 2018 des Förderkreises der Hochschule Wismar ausgezeichnet worden. Mit der Ehrung soll auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorangetrieben werden. Deshalb liegt bei der Jury-Bewertung der Arbeiten der Fokus auf der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und technologieorientierten Einrichtungen. Mit dabei sind diesmal die zwei Werften. Mit MV Werften in Wismar hat der Student Christian Hansen, Absolvent des dualen Bachelorstudienganges Maschinenbau an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, zusammengearbeitet. Seine Bachelorarbeit hat das Thema „Entwicklung eines auf LNG basierenden Antriebskonzeptes für ein Kreuzfahrtschiff“ und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Ein solches Antriebssystem für ein Schiff der „Global“-Klasse ist durchaus umsetzbar und so können die Grenzwerte zum Ausstoß von Stickoxiden und Schwefel der MARPOL IMO-Umweltrichtlinie entsprechend ohne zusätzlichen Aufwand eingehalten werden. Das Besondere ist, dass das dritte der brandneuen gigantischen Schiffe (bis zu 9500 Passagiere), die in den MV Werften gebaut werden, nach aktuellem Stand ähnlich dem Entwurf der Bachelor-Arbeit umgesetzt werden soll.

Kreuzfahrtschiffe der Global Class werden in wismar gebaut. Quelle: MV Werften

Christian Hansen ist an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften von Professor Christian Fink betreut worden und beim Praxispartner, den MV Werften Wismar, von Stephan Schulz. In der Wismarer Werft hatte der 24-Jährige im Rahmen der dualen Ausbildung auch seinen Abschluss als Konstruktionsmechaniker erworben. Und noch immer bleibt er dem Werftstandort treu, denn er hat ein Master-Studium Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik aufgenommen. Für seine Bachelor-Arbeit hat Christian Hansen den Innovationspreis der ersten Stufe gewonnen. Er ist dotiert mit 1250 Euro.

Der Innovationspreis der Stufe 2 und damit 750 Euro hat Johanna Ender für ihre Diplomarbeit „Leitwarte 4.0“ erhalten. Sie arbeitet und forscht seit 2017 im produktionstechnischen Labor der Fakultät für Ingenieurwissenschaften mit dem Ziel der Erlangung des Doktorgrades. Die Akademikerin entwickelt einen Arbeitsplatz für das immer älter werdende Personal: eine Sitz-Steh-Kombination, die ein stimulierendes Arbeitsumfeld schafft und die Benutzer zu einem dynamischen Arbeitstag motivieren soll – unter anderem durch die Reduzierung von Störschall und einem biorhythmischen Lichtkonzept.

Innovationspreise der Hochschule Wismar

Der Innovationspreis dritter Stufe, dotiert mit 500 Euro, geht an die Absolventin des Bachelor-Studienganges Nautik/Verkehrsbetrieb, Verena Krämer, und als auch der Absolventin des Master-Studienganges Architektur, Anke Schneider. Verena Krämer hat eine Ausbildung zum Nautischen Offiziersassistenten auf Aida-Schiffen absolviert, im Warnemünde studiert und ist seit 2016 als freiwillige Seenotretterin bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) tätig. Die von dieser Gesellschaft auf drei Seenotrettungsstationen in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzten Boddenboote sind von der 23-Jährigen analysiert und darauf aufbauend ein Neuentwurf entwickelt worden. Verena Krämers Arbeit „Seenotrettungsboot 2.0“ ist in Zusammenarbeit mit Rostocker Werft Tamsen Maritim und der DGzRS erstellt worden. Zurzeit wird in Zusammenarbeit mit der Werft an der Weiterführung des Entwurfes gearbeitet. Die Werft plant, den Entwurf von Designstudenten nach neuesten optischen Ansprüchen gestalten zu lassen. Da passt es umso besser, dass die Hochschule Wismar mit den drei Säulen Technik, Wirtschaft und Gestaltung gestalterische Elemente einbringen kann. Eine Anfrage hierfür ist bereits an die Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar gestellt worden.

Anke Schneider widmete sich in ihrer Masterarbeit dem Wohlfühlfaktor auf dem Campus. Der vollständige Titel ihrer Arbeit lautet: „Entwicklung von Orten und Situationen zur Verbesserung sozialer Interaktionen und Kommunikation im öffentlichen Raum des Campus der Hochschule Wismar.“ Das Konzept zeigt einen Studienort, der soziokulturelle Interaktionen von Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitern und Besuchern positiv beeinflusst, inspirierend wirkt und intensiviert.

Professor Bodo Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Hochschule, freut sich über die Leistungen der ausgezeichneten Absolventen und „dass die Hochschule Wismar eine Vielzahl hervorragender Abschlussarbeiten vorzuweisen vermag“.

Auszeichnung seit 1996

Seit 1996 werden jährlich Studierende und junge Absolventen der Hochschule Wismar, die mit ihren bisher präsentierten Arbeiten auf weitere Höchstleistungen hoffen lassen, mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Grundlage für die Ehrungen sind Abschluss- und Studienarbeiten, die sich bei der Entwicklung neuer Produkte, Technologien, Dienstleistungskonzepte, Gestaltungsergebnisse oder anderer innovativer Lösungen ausgezeichnet haben.

Kerstin Schröder

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