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Wismarerin braucht Hilfe: Vater verzweifelt gesucht

Wismar Wismarerin braucht Hilfe: Vater verzweifelt gesucht

Mit fast 40 erfährt Simone Timm, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Nun wendet sie sich an die Leser der OSTSEE-ZEITUNG.

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Das Foto zeigt Simone Timm mit ihrer Mutter Dorit Christiane Von Hachten im Jahr 1979.

Quelle: Nicole Buchmann

Wismar. Simone Timm sucht ihren Vater. An ihrem Geburtstag im Oktober vor zwei Jahren erfuhr sie, dass es nicht der Mann ist, der in ihrer Geburtsurkunde steht als solcher. Die heute 39-Jährige fängt an zu suchen. Viel ist es nicht, was sie von ihrem Erzeuger weiß. Pusch soll er mit Nachnamen heißen. Pusch aus dem Bücherladen in der Altstadt, habe Simone Timms Mutter kurz vor dem Tod gesagt.

Dorit Christiane Von Hachten soll jenen Pusch in der Disco am Wallgarten kennengelernt haben – ein guter Tänzer. Mitte der 70er muss das gewesen sein. 1977 ist die junge Frau dann schwanger mit Simone. Im selben Jahr heiratet sie den Mann, der in Simone Timms Geburtsurkunde steht. Drei Jahre später die Scheidung. Unterdessen wird Simone im Krankenhaus in Wismar geboren. Nach der Trennung wird sie dem vermeintlichen Vater zugesprochen. Der heiratet wieder. Doch Simone Timm wächst bei den Großeltern „väterlicherseits“ auf in Jesendorf.

Pusch – der einzige Anhaltspunkt

Simones Mutter wird von den Behörden eingestuft als allein nicht lebensfähig. Nach ihrer Arbeit als Köchin in der Werft kehrt sie zurück in ein Heim am Kagenmarkt. Bis zur Wende kocht sie an der Seite ihrer Freundin Marianne Piehl im Schiffbaubetrieb in Wendorf, verlässt dann Wismar und zieht nach Lübeck. Und sucht heimlich den Kontakt zur ihrer Tochter. Doch bis zu ihrem Tod will die demenzkranke Frau ihrer Tochter nicht erzählen, wer ihr wirklicher Vater ist. „Pusch – das ist der einzige wirkliche Anhaltspunkt“, sagt Simone Timm.

Sie zeigt das Foto ihrer Mutter in den Geschäften in der Wismarer Altstadt, erzählt, dass Dorit Christiane Von Hachten seit früher Kindheit leicht gehinkt hat. Mit sechs war sie vor ein Auto gelaufen. Dass sie später in der Villa Dahlmannstraße / Ecke Schweriner Straße gewohnt hat – im Dachgeschoss. Mit Hilfe von Wismarern findet Simone Timm zwei Männer namens Pusch. Brüder sind sie, aber wohl schon Anfang der 70er in den Westen gegangen. Sie will beim Jugendamt ihre eigene Akte einsehen – keine Auskunft heißt es dort.

Sonderbare Begegnung im Alter von 14 Jahren

„Mir geht es nicht darum, Ansprüche geltend zu machen. Ich will einfach nur wissen, wer ich bin“, sagt Simone Timm, als sie nach einjähriger, erfolgloser Suche bei der OSTSEE-ZEITUNG um Hilfe bittet. Und sie erinnert sich an eine Begegnung am Wismarer Lindenpark. „Da war ich etwa 14. Eine ältere Dame hat mich angesprochen auf der Straße, ob ich eine Von Hachten sei. Ich habe ’nein’ gesagt. Ich wusste ja von nichts.“

Wer bei der Suche nach Simone Timms Vater behilflich sein kann, wird gebeten, sich zu melden. Das geht per E-Mail unter lokalredaktion.wismar@ostsee-zeitung.de, per Telefon unter der Nummer 0 38 41/41 56 22 oder per Post unter der Adresse OZ-Lokalredaktion Wismar, Mecklenburger Straße 28, 23966 Wismar.

Nicole Buchmann

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