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Wismar Wismarerin philosophiert in Rom
Mecklenburg Wismar Wismarerin philosophiert in Rom
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00:30 08.05.2018
Im eigenen Denken hat mich die Woche ein gutes Stück weitergebracht.Ronja-Marie Strautz (16) Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums
Wismar

Eine große Auszeichnung für Ronja-Marie Strautz (16) und ihren Lehrer Jürgen Michaelsen von der Großen Stadtschule „Geschwister Scholl“ Gymnasium: Die Schülerin gehörte zu den 20 Jugendlichen aus ganz Deutschland, die zur Lateinakademie nach Rom durften. „Mehr als 500 Schüler haben sich beworben“, weiß ihr Lehrer Jürgen Michaelsen. Für die Wismarerin sprach unter anderem das Engagement von Schule, Lehrer und Schüler als Unesco-Schule und der Einsatz im Projekt „Denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“. „Ronja gehört zu den ganz Engagierten“, lobt ihr Lehrer.

Schülerin mit 20 Jugendlichen an der Lateinakademie

Mit der „Summa Theologiae“ von Thomas von Aquin im Hinterkopf und als Grundlage war Ronja-Marie Strautz eine Woche in Rocca di Papa bei Rom. Dort gingen die Jugendlichen der Frage nach, ob die Erkenntnisse von Thomas von Aquin auch heute noch gelten – das Werk ist um die 750 Jahre alt. Philosophieprofessoren aus den USA, Italien und Deutschland referierten auf Englisch vor den Jugendlichen und luden sie so zur philosophischen Auseinandersetzung mit Werten wie „Gut“ und „Böse“ und natürlich dem lateinischen Ursprungstext ein.

Mit „Auch wenn wir falsch handeln: Wollen wir nicht immer das Gute?“ oder „Heiligt der Zweck die Mittel?“ waren die Vorträge überschrieben. „Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die philosophischen Denkansätze waren sehr interessant“, resümiert Ronja-Marie Strautz. „Es ist wirklich lehrreich, mal so ausführlich über ein Thema sprechen zu können.“ Und die Themen waren komplex. „Ich denke über einige Dinge im Leben nun anders. Im eigenen Denken hat mich die Woche ein gutes Stück weitergebracht“, sagt die Wismarerin. „Was ist mein Ziel? Ist das, was ich mache gut oder schlecht? Eigentlich bin ich Atheistin, aber ich habe gemerkt, wie sehr meine Anschauungen und meine Denkart von christlichen Werten geprägt sind.“

Es wurde eine echte Bildungsreise, auch mit Exkursionen zur Ausgrabungsstätte der antiken römischen Hafenstadt Ostia und natürlich nach Rom. Der Schulverein der Stadtschule hat die Teilnahme finanziell unterstützt. „Dafür bin ich sehr dankbar“, so Strautz.

Nicole Hollatz

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