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Wismarerin trainiert Kung Fu in China

Wismar Wismarerin trainiert Kung Fu in China

Die Kampfkunst-Sportlerin Anna-Lena Hell (14) bereitet sich auf WM im September in Florida vor

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Anna-Lena Hell im Trainingsanzug des Shaolin Epo Wushu College im chinesischen Dengfeng .

Quelle: Fotos: Privat

Wismar. Die Junioren-Weltmeisterin im Kung Fu, Anna-Lena Hell, bereitet sich derzeit auf die WM am 25. September in Florida vor. Jeden Tag laufen, Rad fahren, dreimal die Woche Fitness und am Abend muss sie Mutter Ilona, die Vorsitzende des Wismarer Kampfkunstvereins „Goldener Drache“ ist, die Kampfkunst-Formen präsentieren.

OZ-Bild

Die Kampfkunst-Sportlerin Anna-Lena Hell (14) bereitet sich auf WM im September in Florida vor

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Das Training war sehr, sehr hart.“Anna-Lena Hell,

Kung Fu-Sportlerin

Wertvolle Erfahrungen hat die 14-Jährige in den Ferien bei chinesischen Kung Fu-Meistern gesammelt. Ihr Trainer aus dem Shaolin Kultur Zentrum in Bielefeld, Meister Guang Rui, lud sie und zwei weitere Sportler zu einer zweiwöchigen Trainings- und Bildungsreise in seine chinesische Heimat ein. „Er hat dort selbst im Shaolin Tempel trainiert und möchte die Kontakte zu Kung Fu-Schulen ausbauen“, berichtet Ilona Hell, die ihre Tochter begleitete.

Anna-Lena hatte in China zwei Trainingseinheiten von jeweils drei Tagen. Zunächst im Shaolin Epo Wushu College in Dengfeng, wo 8000 Schüler in Kung Fu unterwiesen werden. Sie üben sieben Stunden täglich. Die junge Wismarerin hat mitgemacht und sogar ein Zertifikat bekommen. Ihre Einschätzung: „Das Training ist sehr, sehr hart. Es geht bis zur Erschöpfung.“ In Deutschland werde die Kampfkunst als Hobby betrieben. Die Kung Fu-Schüler in China versuchen, nach der Ausbildung einen Job im Sicherheitsdienst zu bekommen, werden Stuntman oder gründen eine eigene Schule.

Eine halbe Stunde von Dengfeng entfernt liegt der Ort Shaolin. Hier befindet sich auf einem Berg eine große Anlage mit Hotel, mehreren Kung Fu-Schulen und Trainingsplätzen. Im Tal steht der Shaolin Tempel, eine große Anlage mit Haupt- und Nebentempeln. In einem von ihnen mit Namen „Die tausend Augen Buddhas“ fand das dreitägige Training der deutschen Sportler statt. Sie bekamen einen 21-jährigen Meister zugeteilt. „Er konnte schnell einschätzen, auf welchem Leistungsstand die drei sind. Danach hat er sie gefordert“, berichtet Ilona Hell. Tochter Anna trainiert seit neun Jahren Kung Fu, ihre beiden 25 Jahre alten Kameraden sind noch nicht solange dabei. Das Training fand täglich zweimal zweieinhalb Stunden bei 36 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit statt. Die Kleidung konnten die Sportler hinterher auswringen. „Der Meister war sehr, sehr streng. Ich kenne jetzt meine Leistungsgrenze“, gesteht die 14-Jährige. „Zum Beispiel forderte er 50-mal eine Übung.

Auch wenn wir noch so kaputt waren, er musste vollen Einsatz sehen, damit er zufrieden war“, erzählt Anna-Lena. In der Pause oder nach dem Training habe der Meister aber auch Späße gemacht. Eine neue Form hat Anna bei ihm gelernt.

Eine besondere Ehre war, einer Morgenzeremonie der Shaolin Mönche beiwohnen zu dürfen. Das bleibt Touristen sonst verwehrt.

In beiden Kung Fu-Schulen wurden die Deutschen von ihren Meistern gelobt, sie hätten sich Mühe gegeben. Einer würde die Wismarer Gymnasiastin gerne drei Monate trainieren. „Das geht natürlich nicht. Aber Anna überlegt, später mal für länger hinzufliegen“, sagt Mutter Ilona. „Am liebsten möchte sie so schnell wie möglich wieder hin zum Trainieren, auch wenn es sehr anstrengend war und die Arme und Beine vom Krafttraining blau und angeschwollen waren.“

Auf ihrer China-Reise lernte die deutsche Gruppe auch mehrere kleine Kung Fu-Schulen kennen. „Schüler präsentierten ihr Können wie auch unsere Sportler. Wir wurden immer sehr herzlich aufgenommen“, sagt Ilona Hell. Natürlich besuchten sie auch die bekannten Sehenswürdigkeiten in Peking wie die Große Mauer und die Verbotene Stadt sowie den Olympiapark oder die Terrakottaarmee in Xiang.

Haike Werfel

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