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Wismar Wismars Fischer haben Angst um ihre Kutter
Mecklenburg Wismar Wismars Fischer haben Angst um ihre Kutter
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13:52 27.10.2018
Die Fischer Martin Saager (l.) und Uwe Dunkelmann haben Angst um die Boote im Wismarer Fischereihafen. Der Wellengang sei viel heftiger als in der Vergangenheit, sagen sie. Quelle: Kerstin Schröder
Wismar

Seile sind gespannt im Wismarer Alten Hafen – von einer Seite zur anderen. Sie sollen die Boote von den Liegeplatz-Wänden fernhalten. Denn die Schiffe schaukeln ganz schön an den Kaikanten, sobald es stürmisch wird. „Die Boote haben kaum Halt, sie sind nicht sicher“, kritisiert Uwe Dunkelmann, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Wismarbucht. Er sagt: Die Fischer haben Angst um ihre Kutter. Die seien im Hafen den Wellen schutzlos ausgeliefert und die Wucht des Wassers sei viel heftiger als in der Vergangenheit. Für Dunkelmann ist die Ursache klar: Mit den Arbeiten an der Erweiterung des Seehafens und dem Einsetzen einer Spundwand sei der Verlauf des Wasser geändert worden. „Es gibt keinen seitlichen Auslauf mehr, stattdessen wird das Wasser direkt in den Kanal des Hafens hineingedrückt.“ Und zwar so stark, sagt Dunkelmann, dass es an den Liegeplätzen zu heftigem Seegang komme. „Schon bei wenig Wind ist der Seegang kaum zu bewältigen, das war früher nicht so“, sagt der Fischer und fordert dringende Sicherheitsmaßnahmen: „Das ist ein unhaltbarer Zustand, es geht hier um die Existenz der Fischer und so viele Fischer gibt es nicht mehr.“

Martin Saager wirft seit 2000 in alter Familientradition die Netze aus. Der 40-jährige Wismarer hat zwei Kutter im Hafen liegen – „Lina“ und „Seeadler“. Er holt sein Handy aus der Tasche und zeigt Videos, auf denen die Schiffe so stark schaukeln, „dass man den Eindruck hat, sie seien auf hoher See und nicht im sicheren Hafen. Trotz Schutzmaßnahmen werden sie durch die Wucht der Wellen an die Wände geschoben“, berichtet Saager. Er mache seine Kutter so gut möglich fest. „Aber manchmal müssen wir zusätzlich die ganze Nacht Wache schieben.“ Eine Zunahme des Wellenganges habe auch er bemerkt und Saager hat Angst: „Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn mal ein richtiger Sturm kommt. Den hatten wir bislang noch nicht.“

Hafenkapitän Harald Forst hat auch schon von dem Problem der hohen Wellen im hinteren Hafenteil gehört. Was aber tatsächlich die Ursache ist, sei unklar. „Vielleicht sollte das mal untersucht werden“, schlägt er vor. Der Seehafen weist die Kritik zurück, dass die Erweiterungsarbeiten irgendwelche Auswirkungen auf den Fischerhafen hätten. Im Vorfeld der Bauarbeiten seien umfangreiche Gutachten durchgeführt worden.

Uwe Dunkelmann hofft trotzdem, dass Gespräche aufgenommen werden. „Vielleicht ist ein Wellenbrecher in Form eines Schwimmsteges möglich“, schlägt er vor.

Was die Ursache für den Untergang eines Fischkutters am Mittwochabend ist, ist noch unklar. Besitzer Frank Gustävel hatte vermutet, ein Baumstamm habe ein Loch in den Rumpf des Bootes geschlagen (die OZ berichtete). Gestern versuchten Taucher diesen Verdacht zu bestätigen und das Verkaufsschiff für Fischbrötchen zu heben. Doch das ist nicht gelungen, weil sich der Wasserstand zum Vortag um etwa einen Meter gesenkt und das Boot in den Grund gedrückt hat, berichten Mitarbeiter der Firma Tai Tech Gmbh. Die ist mit vier Kollegen vor Ort und will sich bis heute eine Möglichkeit überlegen, wie das Schiff geborgen werden kann.

Die Fischer wünschen sich bessere Bedingungen im Hafen

Kerstin Schröder

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