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Wismar Wismars Rektor kritisiert Landesregierung scharf
Mecklenburg Wismar Wismars Rektor kritisiert Landesregierung scharf
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11:24 14.03.2018
Bodo Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Hochschule Wismar, kritisierte die Landesregierung scharf für ihren Umgang mit den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: Nicole Buchmann
Wismar

„Hochschulen sind weder Gymnasien XXL noch Uni light.“ Bodo Wiegand-Hoffmeister hat auf dem Jahresempfang der Hochschule Wismar am Dienstagabend ungewöhnlich deutliche Worte gefunden dafür, was die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern umtreibt.

Umdenken bei Landesregierung gefordert

Vor etwa 130 Vertretern von Bildungseinrichtungen, Politik und Wirtschaft sprach der Rektor von vielfach prekären Beschäftigungsverhältnissen, von Stellenabbau bei „erkennbar gestiegenem Aufgabenvolumen“ und dennoch engagierten Mitarbeitern.

Wiegand-Hoffmeisters Kritik richtete sich klar an die Landesregierung. Die notorische Vernachlässigung von Hochschulen der angewandten Wissenschaften gegenüber den Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern müsse ein Ende haben.

Wirtschaft profitiert von Hochschule

Er forderte unter anderem mehr Investitionen in den Transfer, um mehr und langfristige Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft zu fördern und die Hochschule damit in die Lage zu versetzen, ihr Potenzial für die Entwicklung des Landes zu entfalten.

Die Lektüre des Koalitionsvertrages auf Bundesebene hingegen stimme ihn froh. Schließlich sei der Hochschulpakt dort fortgeschrieben, der mehr als zwölf Prozent des Hochschulhaushaltes ausmacht. Nun gehe es nur noch um die Frage der Verteilung des Geldes. Das Land möge nun erkennen, welchen Mehrwert es gerade für die regionale Wirtschaft bedeute, auch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften so zu fördern, wie es ihnen gebühre. „Wir sind kraftvolle, anwendungsorientierte und regional verwurzelte Wissenschaftseinrichtungen mit hoher und unmittelbar sichtbarer landespolitischer Rendite“, so Wiegand-Hoffmeister.

Unterstützung kommt aus der Politik

Dem stimmten Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD), Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat Mathias Diederich (CDU) und der Präsident der IHK zu Schwerin Hans Thon in ihren Reden uneingeschränkt zu. Die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seien sich des unschätzbaren Wertes der Hochschule bewusst, sagte Beyer. Das müsse wirklich dem ein oder anderen Minister noch klarer werden - aber daran werde auch er in seiner Funktion als Hochschulratsvorsitzender mit Beharrlichkeit arbeiten.

Kammerpräsident Hans Thon sicherte die Unterstützung der Wirtschaft zu. So sollen die Studierenden ihre praktischen Erfahrungen sammeln können. „Die Hochschule soll Funkengeber sein für die Region“, so Thon.

„Wir haben hier die Chance, das Unbekannte zu erforschen“, betonte Mathias Diederich. Er dankte der Hochschule unter anderem für ihre Strahlkraft und die Verbundenheit mit der Region.

Nicole Buchmann

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