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Wismar Wohin mit Neuklosters neuen Schulgebäuden?
Mecklenburg Wismar Wohin mit Neuklosters neuen Schulgebäuden?
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15:25 04.12.2018
Die Grundschule in Neukloster soll eine neue Sporthalle bekommen. So könnte sie aussehen. Einen europaweiten Architektenwettbewerb entschied die Architektengruppe Zingel aus Hildesheim bereits vor knapp zwei Jahren für sich. Die Kosten sind mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Quelle: Sylvia Kartheuser
Neukloster

Große Pläne hat die Stadt Neukloster mit ihren Schulen. Errichtet werden sollen nämlich Schulersatz-, Schulneu- und Sporthallenersatzbauten für mehrere Schulen – so steht es zumindest in einer Beschlussvorlage, über die die Stadtvertreter Neuklosters am Montagabend diskutierten. Bevor die Pläne aber eingeleitet und umgesetzt werden können, müssen zunächst ganz konkrete Standorte für die neuen Gebäude gefunden werden. Genau dafür hatte die Stadt bereits das Architektenbüro „Stadt+Haus“ aus Wismar beauftragt. Die sollen nun Vorschläge zur Standortsuche erarbeiten. Beschließen konnte die Stadtvertretung am Montagabend allerdings nicht. Den Mitgliedern fast aller Fraktionen fehlten schlicht Informationen, um gewissenhaft abstimmen zu können. Die Stadtvertretung will sich dazu nun im Januar zu einer Sondersitzung treffen.

Vorzugsvariante ist noch zu unklar formuliert

Zwar gibt es bereits eine Vorzugsvariante des Architekturbüros. So schlägt dies unter anderem vor, eine neue Sporthalle für die Grundschule zu bauen. Diese soll die alte am bisherigen Standort ersetzen. Ein Ersatzbau für die Grundschule soll südwestlich der Stadthalle auf dem derzeitigen Jahnsportplatz geschaffen werden, jedenfalls wenn es nach den Vorstellungen der Architekten geht – die Entscheidung ist allerdings noch offen. Und auch die Regionale Schule muss erweitert werden. Erweiterungsbau und Hauptgebäude sollen zudem eine Verbindung bekommen.

Parkflächen für Eltern-Taxis geplant

Auf dem jetzigen Standort der Grundschule soll dann zudem Platz für den Autoverkehr geschaffen werden – für Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen und wieder abholen. Auch Parkplätze für die Mitarbeiter soll es dann dort geben. Außerhalb der Schulzeit könnten diese Stellplätze auch von anderen Autofahrern genutzt werden.

Diese Vorschläge allein reichen den Stadtvertretern aber nicht. „Wir sollten die Entscheidung über diesen Beschluss vertagen. Wir müssen wissen, welche Varianten genau möglich sind. Die Konzepte müssen vorgelegt werden. Wie sollen wir dazu etwas beschließen, wenn wir die nicht kennen?“, sagte Detlef Kohrt (SPD), der sich auch für eine Sondersitzung zu diesem Thema aussprach, da es nicht einfach in einem Tagesordnungspunkt abzuhandeln sei. Einfach nur die Hand heben und so abstimmen – das möchte er nicht.

Auch Sven Jantzen (SPD) unterstützt diesen Antrag: „Wir brauchen eine schlüssige Aufstellung. Wann werden Förderanträge gestellt? Wie geht’s weiter mit der Umsetzung? Das muss alles nur vernünftig aufgeschrieben werden, dann können wir abstimmen.“

Zustimmung für eine Vertagung der Entscheidung gab es auch von der Wählervereinigung für Neukloster. WFN-Fraktionsvorsitzender Andree Kopitzke forderte ebenso schlüssige Konzepte, über die abgestimmt werden kann. Und: „Manchmal braucht man einen langen Atem, um die kleinen Dinge durchzusetzen.“

Gemeinsame Beratung bei Sondersitzung anberaumt

Auch Annegret Tschersich von den Linken wollte noch keinen Beschluss fassen: „Mir fehlt die Begründung, warum genau dies die Vorzugsvariante ist. Wie sehen die anderen Varianten aus? Welche Vor- und Nachteile haben sie? Das ist mir hier heute zu wenig.“

Bürgermeister Frank Meier (parteilos) nahm die Kritik aus der Stadtvertretung an und kündigte so die Sondersitzung am 21. Januar an. „Das Thema war schon zweimal im Bauausschuss. Wir wollen aber nun alle dabei haben und gemeinsam beraten. Das ist für mich auch richtig und in Ordnung so“, sagte das Stadtoberhaupt. Im Januar nun sollen die Stadtvertreter über die Standortfragen der Neubauten endlich entscheiden.

Michaela Krohn

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