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„Wüstenkoggen“ nehmen Kurs auf Afrika

Wismar „Wüstenkoggen“ nehmen Kurs auf Afrika

Sechs Autos aus Wismar starten im kommenden Jahr bei der Rallye Dresden-Dakar-Banjul

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Die Rallyefahrer aus der Hansestadt Wismar (v.l.): Gerald Erdmann, Jan Kaminski, Denny Jost, Lars Linke, Nils Boes, Jörg Bergner, Jörg Stuczynski, Sebastian Gülzow und Manfred Jörss.

Quelle: Foto: Privat

Wismar. Jan Kaminski hatte eine „Wiederholungstat“ angekündigt: Vor einem Jahr fuhr der Wismarer mit Philipp Augustinowski von der Ostseeküste bis ins westafrikanische Gambia – und zwar für einen guten Zweck. Im nächsten Jahr startet er dann wieder bei der Rallye Dresden-Dakar-Banjul, dann aber schon mit (bisher) 13 Abenteurern in sechs Autos. Fast alle kommen aus der Hansestadt Wismar und ihrer näheren Umgebung. Ziel der anstrengenden Rallye ist es, mit einem alten, aber noch fahrtüchtigen Auto, in die gambische Hauptstadt Banjul zu fahren und dieses dort für einen wohltätigen Zweck zu versteigern.

Sebastian Gülzow kennt die Rallye schon seit zehn Jahren. „In mir gärt diese Idee also schon lange“, sagt der 34-Jährige. „Und dann kam Jan mit seinem Ford Sierra.“ Das ist das Auto der letzten Tour von Wismar nach Gambia. Den Tüv für das immerhin 24 Jahre alte Gefährt hat damals Gülzow abgenommen – und das Feuer für die Rallye war wieder voll entfacht. „Im November haben wir dann einen Informations-Abend veranstaltet, bei dem Jan über die Tour berichtet hat“, erzählt Gülzow weiter. „Da war für mich klar: Entweder jetzt oder gar nicht mehr.“ Und nicht nur Sebastian Gülzow hatte „Blut geleckt“. Schnell war die Truppe gefunden.

Die Autos – das sind bisher: ein VW T4, ein Citroen, ein Audi 80, ein Passat (der allerdings noch gefunden werden muss) und ein Ford Sierra. „Das muss sein, ich hab noch etwas zu Ende zu bringen“, sagt Kaminski. Beim letzten Mal musste er mit seinem Kollegen nämlich die letzten 500 Kilometer nach Gambia geschleppt werden, weil die Zündspule versagt hatte.

Und nicht nur die Fahrzeuge, auch die Fahrer sind bunt gemischt. „Der Jüngste ist Anfang 20, der Älteste über 60“, sagt Kaminski. „Jeder einzelne opfert für diese Fahrt Urlaub und Freizeit. Denn auch die Vorbereitung ist immens.“ Doch er weiß, dass er die Tour mit gutem Gewissen empfehlen kann. „Die Sichtweise auf Afrika wird sich verändern“, prophezeit der 38-Jährige. Seit der Fahrt im vergangenen Jahr verfolgt er zudem die Entwicklung der Hilfsorganisation in Banjul. Und je mehr Leute mitmachen, umso mehr könne bewegt werden.

Ein wichtiger Aspekt für Manfred Jörss, warum er die fast 8000 Kilometer in 20 Tagen auf sich nimmt: „Ich will vor Ort helfen und sehen, was mit dieser Hilfe geschaffen werden kann.“ Zudem möchte der 61-Jährige vom Pauschaltourismus Abstand nehmen. „Wir freuen uns alle auf den großen Sandkasten und haben Abenteuerlust“, sagt Jörss. „Fit genug bin ich für die Rallye, ich habe Benzin im Blut!“ Auch für Lars Linke ist es wichtig zu sehen, was mit dem Spendengeld passiert. „Ich bin durch einen Kumpel auf die Aktion aufmerksam geworden und war schnell überzeugt“, sagt der 33-jährige Berufskraftfahrer.

Wer die Wüstenkoggen bei ihrem Abenteuer unterstützen möchte, kann über www.die-wuestenkoggen.jimdo.com Kontakt aufnehmen. „Sponsoren sind gern gesehen, umso mehr können wir in Afrika abgeben“, sagt Kaminski. Noch ist auf den Autos genug Platz für Aufkleber.

Rallye für einen guten Zweck

2006 fand die erste Rallye von Dresden nach Banjul statt. Seitdem wird die Tour in jedem Frühjahr und Herbst veranstaltet. Das Team „Wüstenkoggen“ startet bei der Rallye im März 2018.

Organisiert wird diese Challenge vom Dresdner Verein Breitengrad e. V. Nach einer dreiwöchigen Fahrt durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien und Senegal erreicht die Rallye Gambia. Hier werden die Fahrzeuge der Teilnehmer meistbietend versteigert.

Der Erlös geht an die Dresden-Banjul-Organisation, eine Nichtregierungsorganisation, die damit die einzelnen Hilfsprojekte finanziert.

In Banjul werden von dem Spendengeld unter anderem Schulen, eine Tischlerei, eine Kfz-Werkstatt und ein Gesundheitszentrum finanziert. Viele Teilnehmer der Tour nehmen zudem noch eigene materielle oder finanzielle Spenden mit.

Weitere Infos zur Rallye: www.rallye-dresden-dakar-banjul.com

Vanessa Kopp

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