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Wismar Yoghurt holt den Titel nach Bobitz
Mecklenburg Wismar Yoghurt holt den Titel nach Bobitz
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00:00 08.05.2017
Schutzdiensthelfer Martin Schacht fängt die Hunde auf dem „langen Gang“ ab. Nach einem Galopp muss der Hund in den Ärmel beißen. Quelle: Fotos: Kathrin Müller
Bobitz

Zum Glück hatte die Schirmherrin, Bürgermeisterin Stefanie Kirsch, für gutes Wetter in Bobitz gesorgt. So konnte die Landesgruppen-FCI-Qualifikation des Vereins für Deutsche Schäferhunde im ASB Grünland Sportpark bei vernünftigen Bedingungen stattfinden. Das Fährtengelände war eine gut 20 Hektar große Wiese vom Landhof Bobitz, auf der die 15 Deutschen Schäferhunde eine 600 Schritt lange Fremdfährte absuchen und die drei ausgelegten Gegenstände finden mussten.

15 Schäferhunde waren bei der Landesgruppen-Qualifikation dabei

„Es war alles perfekt organisiert und das mit so viel Herz. Da macht das Bewerten der Hunde doppelt so viel Spaß“, sagte Leistungsrichter René Zibler aus Rendsburg.

Zwei Hunde erreichten die Mindestpunktzahl 70 von 100 leider nicht. Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Die beste Fährtenarbeit zeigte die spätere Siegerin Katja Peters mit ihrer Yoghurt vom Ebsdorfergrund, sie ließen nur zwei Punkte liegen und bekamen eine vorzügliche Sucharbeit bescheinigt. Um halb elf begann der zweite Leistungsrichter Jens-Peter Flügge aus Winsen/Luhe mit dem Richten der Unterordnungen. Die Bänke im Sportpark waren gut gefüllt und die Zuschauer sahen freudige Arbeiten der Vierbeiner. Diese mussten beispielsweise hochkonzentriert auf Kniehöhe des Hundeführers folgen, auf Hörzeichen sitzen, liegen oder stehen bleiben und auch ein Bringholz über eine 1-Meter-Hürde apportieren.

In dieser Disziplin war Ewa Bozena Smolarczyk mit ihrem selbst gezüchteten Rüden Atze vom Lupus Alpha unschlagbar. Die Rostockerin erhielt 91 Punkte für ihre sehr gute Vorführung und landete später auf Platz zwei. Drittplatzierter wurde Bernd Peters aus Valluhn mit seinem Bandit vom Steinsaal. Für den Diensthundeführer war es die erste Meisterschaft mit seinem noch jungen Rüden. Umso mehr war er überrascht über seine Treppchenplatzierung.

Am Nachmittag wurde der Sportplatz umgebaut und sechs Zeltverstecke aufgestellt. Diese mussten die Hunde absuchen und den Helfer im sechsten Versteck anzeigen, genauer gesagt stellen und verbellen.

Als dieser dann kurz danach abhauen will, mussten die Hunde ihm nachlaufen und das Weglaufen mit einem Anbiss am linken Arm verhindern. Spektakulär für die Zuschauer ist dann immer der „lange Gang“, wo der Hund 30 Meter im vollen Galopp auf den Helfer zuläuft, in den Arm beißt und der Helfer ihn durch die Wucht in der Luft dreht. Auch hier konnte Yoghurt vom Ebsdorfergrund glänzen und wurde vom Leistungsrichter mit 92 Punkten belohnt – ebenfalls Tagesbestleistung. Der Titel war ihr nun mit insgesamt 279 Zählern und neun Punkten Vorsprung nicht mehr zu nehmen. „Das ist die erste große Prüfung mit meiner Yoghurt und dann gleich so ein tolles Ergebnis“, strahlte Katja Peters, Mitglied der Bobitzer Ortsgruppe Wallenstein. Sowohl Großmutter als auch die Mutter von Yoghurt hat sie selbst ausgebildet: „Ein tolles Gefühl, mit einem selbst gezüchteten Hund hier oben zu stehen.“ Sechs Mal mit drei verschiedenen Hunden holte sie den Landessiegertitel in den letzten sechs Jahren nach Bobitz. Damit ist sie eine der erfolgreichsten Hundeführerinnen im ganzen Land und vertritt dieses im Juli auf der Deutschen Meisterschaft in Leipzig. Im August wird dann der Landessiegertitel verteidigt – wieder in Bobitz.

Kathrin Müller

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