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Zu früh gefreut: Der Winter bleibt uns noch erhalten

Wismar Zu früh gefreut: Der Winter bleibt uns noch erhalten

Starke Schneeverwehungen erschwerten den Räumdiensten und Rettungskräften im Landkreis die Arbeit. Die Polizei lobte umsichtiges Verhalten der Autofahrer.

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Die Schneeverwehungen waren teilweise so hoch, dass ein Durchkommen nur mit der Fr�se m�glich war.

Quelle: Fotos: Miersch (1), Schmidt (2), Zeigert (1)

Wismar. Wer sich schon auf den Frühling gefreut hat, ist nun bitter enttäuscht worden. Der Winter bleibt uns noch in dieser Woche erhalten. Schnee und Eis machten auch gestern dem Winterdienst zu schaffen. „Unsere Fahrer sind noch im Einsatz“, erzählte Barbara Neumann von der Straßenmeisterei Rüggow gestern Vormittag. „Die Bundes- und Landesstraßen, für die wir verantwortlich sind, können befahren werden. In Küstennähe erschweren allerdings die Schneeverwehungen unsere Arbeit.“ Besonders auf der Insel Poel hatten die Räumfahrzeuge am Sonntag und gestern zu kämpfen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 Kilometer pro Stunde machten Straßen zu weißen Flächen.

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Etliche Autos landeten gestern im Stra�engraben. In den meisten F�llen blieb es beim Blechschaden, so wie hier in Dassow.

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Die Wege im Kreis befahrbar machen, war die Mission von Kreisstraßenmeister Marko Wulff und seinen Mitarbeitern, was durchaus auch bedeutete: einspurig mit Ausweichstellen. Seit Sonnabend arbeitete die Kreismeisterei mit elf Fahrzeugen rund um die Uhr. Hinzu kamen acht Traktoren und Radlader von Abrufpartnern. „Unsere Fahrer berichteten teilweise von Sichtweiten unter 50 Metern“, so Marko Wulff. Manchmal dauerte es bis zu acht Stunden, bis der Räumdienst an einer bereits geräumten Stelle erneut durchfahren konnte.

Die Polizeiinspektion Wismar verzeichnete über das Wochenende und am Montag 19 Unfälle, gestern Vormittag allein sieben. „Die Unfälle waren hauptsächlich glättebedingt“, berichtete Polizeisprecher André Falke. „Die Autofahrer verhalten sich allerdings sehr umsichtig und fahren vorsichtig. Dadurch bleibt es größtenteils bei Blechschäden. Lediglich zwei Personen wurden am Wochenende leicht verletzt.“ Gestern Vormittag wurde auch die Polizei Opfer des Winterwetters: Zu einem Unfall in der Nähe von Pötenitz bei Dassow konnten die Einsatzkräfte nicht durchkommen, da der Wagen in einer Schneewehe feststeckte.

Dem Wismarer Hanse-Klinikum stellte sich durch den Wetterumschwung eine logistische Herausforderung. „Durch die Schneeverwehungen hatten wir Mühe, unsere ambulante Versorgung aufrechtzuerhalten“, sagte Andrea Amling, Chefärztin der Notaufnahme. „Die Rettungswagen hatten teilweise große Probleme, zu den jeweiligen Einsatzorten durchzukommen.“ Besonders betroffen waren die Gegenden um Grevesmühlen, Klütz und die Insel Poel. „Wie bei jedem Wintereinbruch wurden auch an diesem Wochenende vermehrt Patienten mit Unterarm- und Oberschenkelhalsfrakturen eingeliefert. Sie waren auf Glatteis gestürzt“, so die Chefärztin.

Trotz den erschwerten Verkehrsbedingungen fand der Unterricht an den Schulen im Landkreis Nordwestmecklenburg gestern wie gewohnt statt. „Einige Schüler kamen verspätet zum Unterricht oder die Eltern haben entschieden, die Kinder bei der Witterung zu Hause zu lassen. Schulen geschlossen wurden aber keine“, bestätigte Petra Rappen, Sprecherin des Landkreises, auf OZ-Anfrage. Selbst auf der verwehten Insel Poel fand der Unterricht statt. „Einige Schüler kamen etwas später, aber sonst lief heute Vormittag alles gut“, so Annelie Senf von der Regionalen Schule in Kirchdorf. Die Bus Betriebe Wismar (BBW) hatten weitgehend freie Fahrt. „Auf der Strecke zwischen Klütz und Boltenhagen kam es aber zu Behinderungen“, meinte Mitarbeiterin Beatrix Taft.

Der Deutsche Wetterdienst macht wenig Hoffnung auf den Frühling. „Die Woche über bleibt der Dauerfrost, besonders nachts“, sagte Angela Richter.

Unsere Rettungswagen hatten Probleme, die jeweiligen Einsatzorte zu erreichen.“Andrea Amling vom

Hanse-Klinikum Wismar

Vanessa Kopp und Cornelia Roxin

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