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Wismar Zweckverband baut für 9,4 Millionen Euro neue Gebäude in Lübow
Mecklenburg Wismar Zweckverband baut für 9,4 Millionen Euro neue Gebäude in Lübow
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06:00 05.12.2018
Die Liste der Mängel an den Gebäuden des Zweckverbandes Wismar ist lang.  Quelle: Norbert Wiaterek
Lübow

Feuchtes Mauerwerk, Risse in den Wänden, Heizungen, die regelmäßig ausfallen, fehlende Toiletten und Duschen, zu wenig Büro- und Aufenthaltsräume, keine Barrierefreiheit, schlechte Dämmung: Die Liste der Mängel an den Gebäuden des Zweckverbandes Wismar ließe sich problemlos fortsetzen. Doch Abhilfe ist in Sicht. In wenigen Monaten sollen eine Lagerhalle abgerissen und danach auf dem hinteren Teil des Geländes an der Lübower Dorfstraße neue Gebäude für den Zweckverband gebaut werden. „Die Baugenehmigung ist beantragt, jetzt kommt die Ausschreibung. Ende des zweiten Quartals 2019 könnten die Arbeiten beginnen und dann im Dezember 2020 abgeschlossen sein“, hofft Verbandsvorsteherin Grit Glanert.

Verbandsvorsteherin Grit GlanertNorbert Wiaterek

Drei Gebäude

Vorgesehen sind drei neue Unterkünfte. Zum einen ein abgewinkeltes Verwaltungsgebäude – im Erdgeschoss mit einem Kundenbereich inklusive Kasse und dem Bereich Anschluss- und Gestattungswesen für Bauherren sowie Platz für die Zweckverband-Mitarbeiter, getrennt nach den Sparten Wasser und Abwasser. Im Obergeschoss werden Büros für die Verbandsvorsteherin sowie für den kaufmännischen und technischen Bereich eingerichtet. Dort ist dann auch ein großer Tagungsraum, der mit einer Trennwand teilbar ist und auch als Pausenraum genutzt werden soll, zu finden. Das Gebäude wird teilweise unterkellert. Im Keller sollen das Archiv und die Servertechnik untergebracht werden. Außerdem werden neben dem Verwaltungshaus ein Lagergebäude mit Garagen und Werkstatt und ein Carport errichtet. Blaue Trespa-Platten, die Farbe passt zum Thema Wasser, zieren die Fassaden. Die Zufahrt zum Betriebshof erfolgt künftig über den Windmühlenweg.

„Kein Schnicki Schnacki“

„Wir wollen kein Schnicki Schnacki, keinen Glaspalast, möchten keinen Architekturpreis gewinnen. Das wird hier Mindeststandard“, sagt Glanert. „Wichtig sind angemessene Räume für die Mitarbeiter und Kunden. Wir möchten die nächsten dreißig Jahre Ruhe und mit Wartung und Technik so wenig Aufwand wie möglich haben.“

Die Baracken nutzen aktuell 52 von 62 Zweckverband-Mitarbeitern. Sie haben zu wenig Platz, müssen Toiletten in anderen Gebäuden aufsuchen und sitzen neben feuchten und rissigen Wänden. Der Hauptstromanschluss befindet sich in einer Bretterbude in der alten Lagerhalle. Wartungsstau, wohin man blickt. Laut Brandschutzgutachten von 2016/2017 gibt es „gravierende Mängel“. „Aber die Mitarbeiter sind sehr bescheiden und geduldig“, lobt Grit Glanert.

Nach dem Umzug in die neuen Gebäude sollen die drei restlichen Baracken auf dem 15300 Quadratmeter großen und teilweise kontaminierten Gelände (Glanert: „Wir brauchen so ein großes Areal einfach nicht.“) sowie die Tankstelle, für die kein Ersatz vorgesehen ist, abgerissen werden. Diese Gebäude, einige mit Asbest, stammen aus den 1950er-Jahren, also aus der Zeit der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Der Zweckverband nutzt die mittlerweile maroden Baracken seit 1991.

Zustimmung erteilt

Die 69. Verbandsversammlung, die jetzt in Lübow tagte, hat der überarbeiteten Beschlussvorlage mit einer Enthaltung zugestimmt. Den Neubau-Beschluss gab es bereits im November 2017. Die Maßnahme kostet laut Architekt Roland Schulz aus Schwerin insgesamt etwa 9,4 Millionen Euro (brutto). Vorgesehen ist eine Kreditfinanzierung mit einer Laufzeit von 30 Jahren. „Es wird nichts aus Beiträgen oder Gebühren bezahlt“, betont Glanert. „Bei 25 Losen kann es auch für mittelständische Baubetriebe aus der Region interessant sein, sich am Vorhaben zu beteiligen.“

Der vordere Teil des Geländes, also der Bereich an der Dorfstraße, kann später für den Bau neuer Wohnhäuser und Firmensitze in Frage kommen. Darüber muss aber die Gemeinde Lübow entscheiden.

Norbert Wiaterek

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