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Wismar Zwei Lausebengel spielen Streiche
Mecklenburg Wismar Zwei Lausebengel spielen Streiche
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00:00 30.11.2017
„„Die Rolle als Moritz passt zu mir. Ich bin sehr pfiffig und albern. Das Theaterspielen macht Spaß!“ Philipp Ralph Lechner (9)
Wismar

„Snieder, Snieder, wipp, wapp, wupp, de ganze Woch Ketüffelsupp. Sünndachs gifft dat ok nich väl. Denn gifft dat wat mit’n Bessenstäl! Maandachs hüürt datt noch nich up, alle Daach Ketüffelsupp. Snieder, Schnieder, wipp, wapp, wupp. Oh du verflixte Zägenbuch!“ Das singen Max (Fabian Heide), Moritz (Philipp Ralph Lechner) und die beiden Teufelchen (Jasmin Fischer und Hanni Hünmörder) lautstark auf der Wismarer Theaterbühne. Am Sonntag, dem 3. Dezember, um 11 Uhr hat die Koproduktion des Theaters und der Niederdeutschen Bühne Wismar seine Premiere.

Das Weihnachtsmärchen „Max und Moritz“ feiert am Sonntag im Wismarer Theater seine Premiere

Seit Sommer arbeiten die Maaten der Niederdeutschen Bühne unter der Regie von Katharina Waldmann genannt Seidel an dem Stück. Die bekannte Max-und-Moritz-Geschichte von Wilhelm Busch hat Lisa Kuß

umgearbeitet und etwas mehr in Richtung Weihnachten gerückt. Die passende Idee hatte ihre Tochter Antje Karsten. Sie brachte zwei Weihnachtsengel ins Stück. Und wo Engel sind, müssen auch Teufelchen als Gegenspieler herhalten. Ohne die könnten Max und Moritz sicherlich kein Wässerchen trüben. Die Teufelchen sitzen nicht auf den Schultern der Jungs, sondern flüstern ihnen mit frechen Gesichtern manch eine Bosheit ins Ohr.

Wie die mit dem Schneider Böck, der nach so bösen Worten über die angesägte Brücke jagt und ins Wasser fällt. Aurel Fislage (18) spielt den Schneider. Er lacht: „2008 habe ich den Max gespielt bei der Niederdeutschen Bühne. So vergeht die Zeit!“ Damals stand er mit seinem Bruder Marius, der Moritz spielte, auf der Bühne. „Jetzt erlebe ich das Stück aus einer anderen Perspektive“, sagt Aurel Fislage.

Damals ging es ihm so wie jetzt Philipp Ralph Lechner. Der Neunjährige steht das erste Mal auf der Bühne und übernimmt als Moritz gleich eine Hauptrolle. Lisa Kuß: „Er hat uns letztes Jahr beim ,Adventskaffee’ gesehen und gleich gesagt, dass er mitmachen möchte.“ Gesagt, getan. BeimTexte lernen hilft die Mama und liest ihm vor. Für das freche Spiel als Moritz braucht sich Philipp nicht anzustrengen. „Ich bin pfiffig und albern“, sagt er selbstbewusst und lacht. Lampenfieber hat er trotzdem.

Onkel Fritz (Willi Kuß) bekommt Krabbelkäfer ins Bett, Lehrer Lämpels (Burkhard Wolter) Pfeife wird mit Schwarzpulver gestopft, die Hühner der Witwe Bolte (Marita Swars) werden erst getötet, dann gegessen, der arme Schneider Böck wird nass, dem Bauern Mecke (Ayk Leineke) schneiden sie die Säcke auf und der Meister Zuckerbäcker (Sebastian Ahlert) will die Lausebuben schließlich backen. Aber zum Glück haben die ja ihre rettenden Engel (Paula Glöde und Corina Kreuzwirth), sodass einem Happy End nichts im Wege steht.

Vorstellungen

Die Vorstellungen finden am 3. Dezember (11 Uhr), am 5., 7., 11. und 13. Dezember (jeweils um 9 und 11 Uhr) sowie am 15. Dezember (16 Uhr) statt. Karten gibt es in der Tourist-Information (Lübsche Straße 23a, Telefon 03841/19433) und unter www.eventim.de.

Das Märchen wird kindgerecht auf Hochdeutsch mit einigen Sätzen und Liedern auf Plattdeutsch erzählt.

Nicole Hollatz

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