Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bauen und Wohnen Sturz in Parkhaus: Verkehrssicherungspflicht hat Grenzen
Mehr Bauen und Wohnen Sturz in Parkhaus: Verkehrssicherungspflicht hat Grenzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:27 17.10.2017
Stürzt jemand in einem Parkhaus kann nicht immer die Wohnungseigentümergemeinschaft haftbar gemacht werden. Quelle: Boris Roessler/dpa
Anzeige
Heidelberg

In einem öffentlichen Parkhaus gilt keine unbeschränkte Verkehrssicherungspflicht. Zwar muss sich eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) grundsätzlich um die Sicherheit in dem von ihr betriebenen Parkhaus kümmern. Passanten müssen aber auch selber aufpassen.

In einem verhandelten Fall vor dem Landgericht Heidelberg hatte eine Passantin ein Parkhaus betreten. Dazu nutzte sie die Ausfahrt, die eigentlich nur für Fahrzeuge, nicht aber für Fußgänger vorgesehen war. Beim Betreten rutschte die Frau auf einer regennassen Metalplatte in der Ausfahrt aus und verletzte sich erheblich. Die Frau verklagte die WEG, die das öffentliche Parkhaus betrieb, auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Ohne Erfolg: Die WEG sei ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen. Ein absoluter Gefahrenschutz könne nicht erreicht werden, so dass es ausreiche, wenn ein Grad von Sicherheit erreicht werde, den die herrschende Verkehrsauffassung für ausreichend hält.

Das sei hier der Fall. Die Frau selber habe hier einen Bereich genutzt, der nicht für Fußgänger zugelassen war. Insoweit brauchten weitere Sicherungsmaßnahmen für Fußgänger hier auch nicht getroffen werden. Für eigenes Fehlverhalten könnten Dritte nicht haftbar gemacht werden (Az.: 3 O 128/17).

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Die Bewohner sind noch unterwegs, aber das Haus bereitet schon alles auf ihre Rückkehr vor: Die Kaffeemaschine springt an, die Heizung wird langsam warm. Sogenannte Smart Homes bieten viele Vorteile. Experten weisen aber auch auf besondere Risiken hin.

13.10.2017

Früher oder später stellen sich viele Paare die Frage: Wollen wir zusammenziehen? Zieht der eine Partner dann zum anderen, ist es ratsam, das dem Vermieter zu sagen. Das kann späteren Ärger vermeiden.

13.10.2017

Die Betriebskostenabrechnung bietet oft Anlass für Streit mit dem Vermieter. Nicht immer sind alle Kosten auf die Mieter umlegbar. Allerdings kommt es bei der Bewertung häufig auf Details an.

13.10.2017
Anzeige