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Bildergalerien Am letzten Erntetag 2018: Mähdrescher steht in Flammen
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15:37 02.08.2018
Der Mähdrescher des Lüssower Landwirtschaftsbetriebes brannte völlig aus. Quelle: Privat
Stralsund/Lüssow

Das ist bitter: Am letzten Erntetag, auf dem letzten Schlag passiert das, was die die aufmerksamen Bauern des Lüssower Landwirtschaftsbetriebes trotz Trockenheit in der gesamten Saison verhindern konnten: Der Mähdrescher steht plötzlich in Flammen. Alle Löschversuche sind vergebens – die Maschine brennt völlig aus. Geschätzter Schaden: 450000 Euro.

Am Mittwochabend rückten die Feuerwehren Stralsund, Zarrendorf und Wendorf aus, um einen Mähdrescher zu löschen, der auf einem Feld in Stralsund hinter dem Umspannwerk in Flammen stand. Nach einem Defekt brannte die Maschine völlig aus.

Am Mittwochabend gegen 18 Uhr ziehen dicke Rauschwaden über Stralsund in den Himmel. Sogar die Segler und Gäste der Mittwochsregatta sehen von der Nordmole aus den Qualm. Für Landwirt Mathias Zeitke aus Lüssow und seine Kollegen ist das ein schlimmer Moment, denn sie können nur noch zusehen, wie der Mähdrescher, das Maschinenherz des Betriebes, lichterloh brennt. „Ich habe noch den Wasserwagen geholt, während der Fahrer des Mähdreschers versucht hat zu löschen. Doch als ich zurück, war nichts mehr zu machen“, berichtet Mathias Zeitke. Der Schreck sitzt ihm und seinen Mitarbeitern immer noch in den Gliedern, sie wissen: Das hätte viel schlimmer ausgehen können. Denn als die Landwirte sehen, dass da etwas ein bisschen qualmt und sie eine Klappe aufmachen, springt ihnen schon die Stichflamme entgegen. „Ich bin so froh, dass niemand verletzt ist“, sagt der 34-jährige Familienvater. Er vermutet, dass sich nach einem Defekt im Kabel durch einen Funken der Staub entzündet hat.

Noch am Vortrag hat Mathias Zeitke in der OZ über seine Ernteergebnisse berichtet. „Und dann passiert auf den sprichwörtlichen letzten Metern auf dem letzten Schlag sowas. Der späte Weizen war unsere einzige, noch nicht gedroschene Fläche. Wir haben uns schon auf unser Ernte-Abschluss-Bier gefreut. Daraus wurde natürlich nichts...“ Sicher, die Versicherung bezahlt den Schaden. „Aber für den Zeitwert kriege ich keinen neuen Mähdrescher. Zum Glück ist die Ernte vorbei, und ich habe Zeit, mir eine Lösung zu überlegen“ so Zeitke, der nicht nur froh ist, dass niemand verletzt wurde. „Wir haben direkt hinter dem Umspannwerk gearbeitet. Dicht daneben ist auch noch ein kleines Wäldchen. Gar nicht auszudenken, wenn die Flammen darauf übergegriffen hätten...“Auch wenn die Lüssower Bauern am Ende nur zugucken konnten, wir ihre Technik abbrennt, haben sie doch Schlimmeres verhindert, denn der von ihnen schnell gepflügte Streifen um den Mähdrescher lässt dem Feuer keine Chance, sich noch weiter auszubreiten.

Um den in Flammen stehenden Mähdrescher kümmern sich inzwischen längst die Feuerwehrleute. Brandbekämpfer aus Stralsund, Groß Lüdershagen und Zarrendorf sind im Einsatz und haben den brennenden Koloss gelöscht. Der steht auch gestern noch zwischen Umspannwerk und Biogasanlage. „Ich lass erst mal alles so, bis die Versicherung da war“, sagt Mathias Zeitke. Auch die Polizei geht nicht von Fremdverschulden aus.

Sommer Ines

Aktuelle und außergewöhnliche Motive aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Rest der Welt.

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