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Bildergalerien Endlich: Kurt-Bürger-Stadion wird erneuert
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08:00 11.07.2018
Im Kurt-Bürger-Stadion werden Sportanlagen neu errichtet. Auch die Entwässerung wird neu gemacht. Quelle: Heiko Hoffmann
Wismar

Nach jahrelangem Stillstand werden die Sportanlagen im Kurt-Bürger-Stadion endlich erneuert. „Das voraussichtliche Ende der Baumaßnahme ist nach Aussage des Planungsbüros Ende September 2018“, sagt Stadtsprecher Marco Trunk.Fußballer und Leichtathleten werden davon profitieren. Die Anlagen für Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen werden erneuert.

Für Fußballer und Leichtathleten in Wismar gibt es bald bessere Sportmöglichkeiten. Bis Ende September werden einige Anlagen auf Vordermann gebracht. Eine Maßnahme muss verschoben werden.

Speerwerden und Diskuswurf

Sogar Speerwerfen und Diskuswurf sind dann wieder möglich. Auch die Laufbahnen, auf denen Wismars Ehrenbürgerin Marita Meier-Koch in ihrer Jugend ihre Runden drehte, ehe sie Olympia- und Weltmeisterin über 400 Meter wurde, wird komplett neu gemacht. In den letzten Jahren standen die Aschenbahnen regelmäßig unter Wasser und waren nur eingeschränkt nutzbar. Künftig wird auf einem modernen Kunststoffbelag um das Stadion gelaufen.

Entwässerung der Flächen

Ein Schwerpunkt bei den laufenden Arbeiten ist die neue Dränage. Etwa alle fünf Meter werden auf dem Spielfeld rund 35 Zentimeter tiefe Gräben gebuddelt, um Rohre reinzulegen. Die Entwässerung erfolgt über das Marathontor. Auch die Laufbahnen sind in das System eingebunden. Damit dürften die Zeiten vorbei sein, in denen die Fußballer bei Starkregen auf andere Plätze ausweichen mussten. In Teilen soll auf dem Spielfeld Rollrasen verlegt werden.„Mit der Stadt ist alles abgesprochen“, so Philipp Unversucht. Der Kapitän von Oberligist Anker Wismar sagt weiter: „Wir hoffen, dass wir unsere Heimspiele ab Oktober wieder im Kurt-Bürger-Stadion austragen können. Ich glaube aber erst daran, wenn es soweit ist. Beim Bauen kann es immer Überraschungen geben.“ Saisonbeginn für den FC Anker ist zwischen 3. und 5. August mit einem Heimspiel gegen die Hertha 06 Charlottenburg aus Berlin. Ausgetragen wird es auf dem Jahnsportplatz.

Über eine Million Euro

Die Erneuerung des Spielfeldes mit Drainage, die Sanierung der Rundlaufbahn und die Segmente für die Leichtathletikanlagen kosten rund eine Million Euro.

Im Februar hatte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) einen Fördermittelbescheid für 1,2 Millionen Euro für das Kurt-Bürger-Stadion übergeben. Das Geld ist für zwei Maßnahmen. Der Anteil der Hansestadt beträgt 600000 Euro.

Treppenanlege wird verschoben

Doch die zweite Maßnahme – die neue Stützwand mit Treppenanlage im Eingangsbereich des Stadions an der Bürgermeister-Haupt-Straße – wird verschoben. Diese Arbeiten finden in diesem Jahr nicht mehr statt. Die Ausschreibung wurde aufgehoben. Zum Grund sagt Stadtsprecher Marco Trunk: „Es wurde nur ein Angebot mit überhöhten Kosten abgegeben. Eine erneute Ausschreibung soll im Herbst 2018 erfolgen.“ Die Arbeiten sollen dann im nächsten Jahr durchgeführt werden.Eine weitere große Investition ist im Doppelhaushalt für 2018/19 eingeplant. Für über eine Million Euro entsteht ein neues Umkleide- und Sanitärgebäude zwischen Stadion und Kunstrasenplatz. Die Arbeiten werden voraussichtlich 2019 beginnen.

Stadion unter Denkmalschutz

Das Kurt-Bürger-Stadion steht seit 2008 unter Denkmalschutz. Am 30. April 1950 wurde der erste Abschnitt des Stadions mit einem Fußballspiel zwischen der ZSG Anker Wismar und ETV Eimsbüttel (Hamburg) eingeweiht. Am 21. September 1952 verfolgten 16000 Zuschauer die Einweihung des Stadions, benannt nach dem verstorbenen Ministerpräsidenten von Mecklenburg Kurt Bürger (1894-1951). Tausende Wismarer waren einem Aufruf gefolgt, das Stadion in Feierabendarbeit aufzubauen. 2,3 Millionen DDR-Mark hatte die Regierung für Material zur Verfügung gestellt. Zu früheren Zeiten wurde im Stadion sogar Feldhandball gespielt.

Hoffmann Heiko

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