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Bildergalerien Ganz viel Kunst und ein paar „popofrische“ Eier
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15:09 21.05.2018
Die Hobbymalerinnen Beate Saß (l.) und Liane Koniecny zeigen ihre Kunst in Kritzmow. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Bei schönem Wetter haben sich am Pfingstwochenende wieder viele Besucher in der Region Rostock zu der Aktion „Kunst offen“ auf den Weg gemacht. In ganz Mecklenburg-Vorpommern öffneten mehr als 800 Künstler ihre Ateliers, Werkstätten und Galerien.

Die Pfingstaktion „Kunst offen“ lockte in Rostock und Umgebung viele Besucher in die Werkstätten, Ateliers und Galerien. Dabei gab es nicht nur die Werke der Künstler zu bestaunen.

Steffen Werner beteiligt sich schon seit zehn Jahren an der Aktion. Der Keramiker aus Huckstorf (Landkreis Rostock) ist ein Profi: In wenigen Minuten formt er aus einem Klumpen Ton die Grundform einer Schale. „Es ist faszinierend, wie fingerfertig diese Handwerker sind“, sagt Besucher Robert Hamann. 

Arzt und Keramiker

Werner arbeitet zwei Tage pro Woche als Facharzt für Innere Medizin. Die anderen fünf Tage widmet er sich der Keramik. „Ich mache, was mir Spaß macht. Ich bin mit meinen Händen kreativ“, sagt der 47-Jährigen. Und weil er als Arzt ein gesichertes Einkommen hat, kann er auch experimentieren. „Ich stelle zum Beispiel Waschbecken, Lampen oder Musikinstrumente her.“

Das Besondere: Werner arbeitet mit Holzbrandöfen. „Davon gibt es nicht mehr viele in Deutschland“, sagt Werner. Die meisten würden inzwischen einen Elektro-Ofen benutzen. „Die Holzbrandöfen sorgen jedoch für spezielle Effekte und ermöglichen zum Beispiel besondere Glasuren.“

Viele Besucher machen Radtouren

Robert Hamann schaut Werner beim Töpfern aufmerksam zu. „Wir haben unseren Besuch hier mit einer schönen Radtour verbunden“, sagt der Rostocker. Er schaue regelmäßig bei Töpfern vorbei. Bei Werner kauft er am Wochenende eine Tasse. „Bald ist der Schrank voll“, sagt der 40-Jährige.

Renate Bajohr aus Rostock ist mit ihrem Mann schon früh am Morgen zu „Kunst offen“ aufgebrochen. „Wir suchen uns jedes Jahr ein Gebiet heraus und stellen uns eine Tour zusammen.“ Diesmal standen fünf Orte auf dem Zettel – darunter die Büdnerei von Liane Konieczny in Kritzmow. „Ich bin begeistert“, sagt Bajohr.

Sie genieße die schöne Natur. „Es ist immer alles so unaufdringlich und die Künstler sind nette Gastgeber.“ Auch bekomme sie Anregungen für die Gestaltung ihres Gartens und ihrer Wohnung in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt.

Hausherrin verkauft „popofrische“ Eier

Hobbymalerin Liane Konieczny ist jetzt das fünfte Jahr bei „Kunst offen“ dabei. Ihr Anwesen hat sie in eine Freiluft-Galerie verwandelt. Hier stellt auch Freundin Beate Saß aus Rostock ihre Bilder aus. Dazu gibt es Keramiken. Und die Hausherrin verkauft „popofrische“ Eier.

„Wir versuchen, uns jedes Jahr zu verbessern. Das wird gut angenommen“, sagt Konieczny. Einem Akkordeon-Spieler habe es so sehr gefallen, dass er ein Ständchen gesungen hat. „Darüber haben wir uns sehr gefreut.“

Schon als Kind von der Malerei fasziniert

Vor 15 Jahren hat die selbstständige Hauswirtschaftlerin mit dem Malen begonnen. „Schon als Kind hat es mich fasziniert, was draußen zu sehen ist, auf eine Leinwand zu bringen.“ Auch sei für Konieczny immer klar gewesen, dass sie irgendwann malt. „Und als die Kinder dann groß waren, wurde ihr Zimmer zum Atelier umgestaltet.“

Alle 14 Tage hole sie sich nun bei einem Maler Anregungen. „Ich will immer wieder neu lernen.“ Das Malen sei aber vor allem Entspannung nach der Arbeit.

Urlauber nehmen sich Andenken mit

Zu „Kunst offen“ würden viele Urlauber auf ihren Hof kommen, sagt Konieczny. „Sie nehmen sich als Andenken Bilder mit landestypischen Motiven, wie Windflüchtern oder Segelboote, mit.“ Auch Mohnbilder seien sehr gefragt. Oder Keramiken mit ländlichem Bezug. Eine solche hat sich Monika Schierl aus Eisenach gesichert. „Ich gehe gerne zu solchen Künstlern. Da kann ich mir noch etwas abgucken“, sagt die 62-Jährige.

Wornowski André

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